Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll72. Sitzung, 25. April 2019 / Seite 24

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Bundesländern bereits entsprechend umsetzen und die sich auch sehr großer Be­liebtheit erfreut.

Saubere Mobilität, ein zweiter wichtiger Punkt, bei dem wir mittlerweile wirklich Erfolgs­zahlen vermelden können. Österreich ist, was die Neuzulassung von emissionsfreien Pkws betrifft, mittlerweile unter den Top-Ländern der europäischen Union angekom­men.

Wir sehen, dass diese #mission 2030 wirklich wirkt, und dass sie vor allem auch bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt.

Klimaschutz ist nicht nur eine Angelegenheit der Bundesregierung und schon gar nicht nur eine Angelegenheit meines Ministeriums, sondern ist wirklich im Interesse aller, weil es um unsere Zukunft geht. Dazu brauchen wir jeden Einzelnen, um die Ziele auch wirklich zu erreichen, und jeder in Österreich muss wissen, dass sein Verhalten auch zum Klimawandel oder zum Klimaschutz beiträgt. Diesbezüglich wollen wir in den nächsten Wochen und Monaten noch weitere entsprechende Schritte setzen.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zusatzfrage? – Herr Abgeordneter Lettenbichler, bitte.


Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Zur Erreichung dieser ambitionierten Energieziele und zur Setzung effizienter Maßnahmen gegen den Klimawandel braucht es natürlich viel Geld. Da ist die öffentliche Hand gefordert, es sind aber auch private Investoren gefordert, seien es Einzelpersonen, seien es Gesellschaften, seien es Unternehmen. Das Pariser Klimaschutzabkommen sieht ja auch vor, dass man unter dem Titel Green Finance vermehrt Möglichkeiten, die in diese Richtung gegeben sind, ausschöpfen soll. Die Bundesregierung, Sie und Bundesminister Hofer haben da – ich habe es schon erwähnt – zwölf Leuchttürme gesetzt, und einer dieser Leuchttürme, der Leuchtturm Nummer 8, setzt sich mit dem Bereich Green Finance auseinander.

Da interessiert mich: Welche Rolle kann privates Kapital, welche Rolle kann die Fi­nanzwirtschaft bei der Erreichung der Klimaziele spielen?


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bitte, Frau Bundesminister.


Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Elisabeth Köstinger: Es wird eine entscheidende Rolle spielen. Wir haben gemäß unserem Regierungsprogramm und der #mission 2030 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Finanzen und Fi­nanzminister Löger zurzeit eine Green Finance Agenda in Ausarbeitung. Wir haben den Startschuss bereits gegeben. Wir haben eine gemeinsame Focal Group Green Finance eingerichtet. Wir wollen, dass privates Kapital und Investitionen in grünes In­vestment umgelenkt werden, und wollen damit mit dafür Sorge tragen, dass wir unsere Klimaschutzziele erreichen. Dies ist Bestandteil vor allem auch unseres Ziels, unser Wirtschaftssystem langfristig umzubauen.

Damit uns das alles gelingen kann, brauchen wir eine ökosoziale Marktwirtschaft, brau­chen wir eine echte Kreislaufwirtschaft, und dazu wird diese Green Finance Agenda einen maßgeblichen Beitrag leisten.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Eine weitere Zusatzfrage stellt Herr Abgeordne­ter Schrangl. – Bitte.


Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrte Frau Bundesminister! Mei­ne Frage passt gut zu dem, was Herr Abgeordneter Lettenbichler gefragt hat. Es gibt ja auch Menschen, die eher weniger Geld haben, und deswegen ist für mich interessant: Wie besteht die Möglichkeit, diesen Zielkonflikt zwischen Ökologie und Leistbarkeit zu minimieren?


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bitte, Frau Bundesminister.


 


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