Es wurden eigentlich alle Punkte erwähnt. Einen Punkt zu unterstreichen ist mir noch wichtig, nämlich: Wir sprechen immer von notwendigen Rahmenbedingungen, die Forschung und Wirtschaft brauchen. Das Patentanwaltsgesetz ist genauso ein Mosaikstein für diese Rahmenbedingungen, die ein größtmögliches Maß an Rechtssicherheit für Menschen, die Patente entwickeln, geben, und die Patentanwälte sind auch ein Garant dafür, dass diese Rechtssicherheit für die Forscherinnen und Forscher, für Unternehmerinnen und Unternehmer auch gewährleistet wird.
In diesem Sinne freue ich mich, wenn dieses Patentanwaltsgesetz hier heute auf neue Beine gestellt wird und wir wieder einen neuen Mosaikstein in diese guten Rahmenbedingungen investieren können.
Mit der neuen FTI-Strategie, Herr Minister, denke ich, dass wir diesen guten Weg fortsetzen werden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen angesichts der nur noch wenig verbleibenden Rednerinnen und Redner einen schönen restlichen Abend. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
22.29
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Kucharowits. – Bitte.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich halte es ebenso wie meine Vorrednerinnen und Vorredner für richtig, die Ausbildung von PatentanwältInnen zu aktualisieren und auf neue Füße zu stellen.
Künftig ist, wir haben es schon gehört, neben dem naturwissenschaftlichen Studium auch das Absolvieren von Lehrveranstaltungen im rechtswissenschaftlichen Bereich ein Ausbildungserfordernis. Ich denke, das ist wichtig, damit die PatentanwältInnen noch fitter im Job sind und den europäischen und internationalen Entwicklungen auch wirklich gerecht werden. Wir unterstützen die Novelle.
Ich möchte jetzt noch kurz ausführen – auch wenn es spät ist –, was es sehr überspitzt formuliert eigentlich braucht, damit Patentanwältinnen und Patentanwälte einen Job haben. Was braucht es davor? – Es braucht motivierte, kreative, wissbegierige Menschen. Es braucht Forscherinnen und Forscher. Wie schaffen wir, dass wir noch mehr Menschen in die Forschung bringen, noch mehr Menschen in die Entwicklung bringen, in die Technik bringen? – Ich denke, das beginnt ganz früh, schon in ganz jungen Jahren. Sie wissen, Kinder sind ungemein wissbegierig, neugierig, möchten etwas entdecken, und das sollte man auch im Kindergarten und in den Schulen unterstützen und fördern. Es gibt genügend sehr motivierte und engagierte Pädagoginnen und Pädagogen, die Angebote haben und Angebote schaffen. Wir wissen aber alle, dass das bestehende System nicht immer so ist, dass man ausprobieren, scheitern und wieder ausprobieren darf.
Deshalb, glaube ich, ist es ganz, ganz wichtig, gerade Kinder zu motivieren, dass sie experimentieren, dass sie ausprobieren und forschen dürfen, und dass ihnen diese Wissbegier nicht vorzeitig abgedreht wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Im zweiten Bereich ist es zentral, dass man noch mehr Menschen motiviert, auch den Beruf Forscherin oder Forscher zu wählen – gerade am heutigen Girls’ Day. Sie wissen alle, es gehen immer noch weniger Mädchen in die Technik und die Naturwissenschaft. Da sind wir als Politiker und als Gesellschaft immer noch gefordert, Mädchen und Frauen zu motivieren, zum Beispiel ein Mint-Fach zu studieren, in die Forschung zu gehen.
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