Zu den Zahlen in aller Kürze: Auslandskatastrophenfonds: 2019 15 Millionen Euro, 2021 52,5 Millionen Euro – ein sattes Plus. Zählt man dann noch die Entwicklungszusammenarbeit dazu: 2019 117 Millionen Euro, 2020/2021 177 Millionen Euro – das ist ein sattes Plus von 51,5 Prozent.
Geschätzter Herr Bundesminister, die besten Grüße an deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – wir sind auf einem guten Weg! – und danke für das Herzblut und euer Engagement. – Alles Gute. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
21.27
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Mir liegen dazu keine weiteren Wortmeldungen vor, die Beratungen zu diesem Themenbereich sind somit beendet.
Ich bedanke mich beim Herrn Außenminister für sein Kommen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir kommen nun zur Untergliederung 13: Justiz. Ich darf dazu die Frau Bundesministerin, die ich schon gesehen habe, begrüßen.
Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Yildirim. – Bitte.
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Ministerin ist noch nicht im Raum, ich beginne aber trotzdem mit dem Positiven. Das Budget für die Justiz wird im Jahr 2021 um 65 Millionen Euro erhöht. Der Fokus wird auf den Strafvollzug und da insbesondere auf den Maßnahmenvollzug, Stichwort Asten, gelegt werden. Der Opferschutz sowie die Erwachsenenvereine werden mehr Unterstützung erhalten, und das ist auch gut so. – Hallo, Frau Ministerin (in Richtung der ihren Sitzplatz einnehmenden Bundesministerin Zadić), schön, Sie zu sehen!
Wie schon beim Budget des Jahres 2020 bleibt dazu festzuhalten: Die Erhöhung für 2021 im Justizbereich genügt gerade einmal, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten und um Minimalziele umzusetzen. Im Kernbereich der Justiz, beim unmittelbaren Justizpersonal, hakt es aber nach wie vor vorne und hinten. Ich denke da an die Kanzleien, an Richterinnen und Richter bei der Staatsanwaltschaft oder die Justizanstalten – überall gibt es zu wenig Personal. Das versuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gut es geht zu kompensieren, das kann aber nicht auf ewig so gehen. Die Aufgaben der Justiz werden mehr, und sie werden mitunter auch zeitintensiver – dazu möchte ich zum Beispiel die Großverfahren oder internationale Wirtschaftsverfahren erwähnen.
Als weiteres Beispiel möchte ich das Paket zu Hass im Netz nicht unerwähnt lassen, das wichtige Verbesserungen bringt, aber auch mehr Personal für die Justiz erfordert. Die richterlichen Standesvertretungen haben 70 Richterstellen mehr gefordert, damit das Paket angemessen umgesetzt werden kann. Im Budget für das Jahr 2021 ist keine einzige Planstelle für richterliches Personal bei den ordentlichen Gerichten vorgesehen. Das finde ich alarmierend, Frau Ministerin, bei all der Wertschätzung für Ihren Einsatz, mehr Mittel für die Justiz zu erlangen.
Hinzu kommt, dass die Justiz durch die Coronakrise stark belastet ist.
Ganz wichtig, noch einmal, ist der Maßnahmenvollzug. Er ist seit Jahren dringend reformbedürftig. Die Zahl der Insassen hat sich in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht und die Auslastung liegt aktuell bei 120 Prozent.
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