Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll62. Sitzung, 17. bis 19. November 2020 / Seite 498

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Der Tourismus in Österreich wird noch ganz viel brauchen, auf jeden Fall auch die Österreich-Werbung, denn wenn die Krise hoffentlich bald vorbei sein wird, muss Österreich wieder als Topurlaubs- und Kulturland in den Köpfen der Menschen präsent werden. Dafür braucht es jetzt und in den nächsten Jahren ganz besonders auch die Österreich-Werbung, die schon das ganze Coronajahr mit Hochdruck daran arbeitet, dass Österreich in den Zielmärkten präsent bleibt. Sie kommuniziert emotionale Ver­bundenheit, Zuversicht, aber auch handfeste Facts, wie Urlaub in Österreich hoffentlich bald wieder funktionieren kann, mit einer 3I-Strategie: informieren, inspirieren, Image verankern. Das ist eine sehr gute Sache.

Da ich selbst beruflich aus der Werbung komme: Dort wird seit vielen Jahren ein Satz von Henry Ford zitiert: „Wer nicht wirbt, stirbt.“ – Österreich muss sich diesbezüglich Gott sei Dank keine Sorgen machen, denn Ministerin Köstinger hat die Österreich-Werbung finanziell hervorragend ausgestattet. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

17.21


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Joachim Schnabel. – Bitte.


17.21.43

Abgeordneter Joachim Schnabel (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Ministerin! Werte Damen und Herren vor den Monitoren! Hohes Haus! Im heurigen Sommer haben viele Menschen in unserem Heimatland Urlaub gemacht und Österreichs Regionen als schön und lebenswert wahrgenommen. Geschätzte Damen und Herren, es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die ländlichen Regionen diese Lobesworte bekommen; das gelingt durch den Fleiß, die Tatkraft und das Engagement der Men­schen vor Ort. Es ist erst recht keine Selbstverständlichkeit, dass dies auch in der Zukunft so bleibt.

Es gibt Herausforderungen, eine davon ist zum Beispiel die Urbanisierung. Wir werden darauf reagieren, unter anderem mit diesem Budget und den Wirkungszielen, die in die­sem Budget, in dieser Untergliederung genannt sind. Dazu zählt eine starke, selbst­bewusste Region. Stark sind die Regionen vor allem mit einer sehr guten Infrastruktur. Im Sinne der Binnengerechtigkeit brauchen wir nicht nur Smartcitys, sondern auch Smartvillages, wir brauchen eine smarte Region, die als Basis eine moderne Breitband­infrastruktur bietet – eine Bandbreite nicht in Brieftaubengeschwindigkeit, sondern mit modernen, leistungsfähigen Gigabytenetzen. (Beifall bei der ÖVP.)

Geschätzte Frau Ministerin, ich bin dir sehr dankbar für dein persönliches Engagement und dafür, dass im nächsten Jahr 261 Millionen Euro für den Ausbau zur Verfügung gestellt werden. Auch in meinem Heimatbundesland können somit 68 Gemeinden Pro­jekte umsetzen. Damit gelingt für die bestehenden Betriebe vor Ort ein Wettbewerbs­ausgleich, und die Regionen erhalten die Chance, mit modernen Rahmenbedingungen neue Betriebe anzusiedeln. Wir brauchen diese Infrastruktur auch im Sinne des Klima- und Umweltschutzes, weil es nur dann eine dezentrale Wirtschaftsentwicklung, Arbeits­plätze vor Ort und dementsprechend auch die Wertschöpfung vor Ort gibt.

Von Selbstbewusstsein habe ich gesprochen: Wir wollen das Selbstbewusstsein der Regionen stärken. Ein Mittel dazu ist die Leader-Aktionsgruppe, und auch das wird weiterfinanziert. Dafür danke ich auch, und ich danke vor allem als Regionsvorsitzender den vielen Damen und Herren, die in den verschiedensten Institutionen vor Ort in den Regionen arbeite, die sich im Leader-Regionalmanagement, den Länderabteilungen, einbringen. Nur mit ihrer persönlichen Arbeit ist es möglich, unsere Regionen, unseren ländlichen Raum so zu entwickeln und in Zukunft eine lebenswerte Landschaft, eine


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