News 13.07.2023, 15:13

Arpa: Investition in Kinder macht sich vielfach bezahlt

Kärnten hat mit 1. Juli den Vorsitz in der Länderkammer übernommen. Die neue Bundesratspräsidentin Claudia Arpa (SPÖ) machte sich in ihrer Antrittsrede für bessere Perspektiven und mehr Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche stark.

Der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser gab eine Erklärung mit dem Titel "Gemeinsam Krisen meistern und Zukunft schaffen" ab und mahnte die Armutsbekämpfung angesichts der hohen Zahl armutsgefährdeter Kinder in Österreich als gesamtpolitische Verantwortung ein.

Arpa in Antrittsrede für mehr Chancengleichheit für Kinder

Es sei noch immer Fakt, dass manche junge Menschen hoffnungsvoller in die Zukunft blicken können als andere, sagte Arpa. Ihr sei es wichtig, junge Menschen wieder mitzunehmen und mit ihnen und für sie das Land chancenreicher und lebenswerter zu machen. Als wichtigen Hebel dafür nannte Arpa den freien Zugang zu Bildung.

In Zeiten vielfältiger Krisen müssten Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Beschäftigte in schlecht bezahlten Berufen bei der Bildung und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sparen, gab die Bundesratspräsidentin zu bedenken. Die Erfahrung von Armut und die dadurch erlebten Ungleichheiten würden Kinder ihr ganzes Leben lang prägen. "Armut wird in Österreich vererbt und das dürfen wir nicht zulassen", betonte Arpa. Jede Investition in die Jugend mache sich später um ein Vielfaches bezahlt, zeigte sie sich überzeugt.

Die Vorsitzende der Länderkammer plädierte deshalb dafür, gemeinsam dafür zu sorgen, das Leben der Familien in Österreich so zu gestalten, dass alle Kinder und Jugendlichen mit den gleichen Chancen aufwachsen können.

Kaiser sieht Armutsbekämpfung als gesamtpolitische Verantwortung

Der Kärntner Landeshauptmann sprach sich vor den Bundesrät:innen dafür aus, den gegenwärtigen Krisen gemeinschaftlich zu begegnen und gegen Armut, insbesondere Kinderarmut, anzukämpfen. Dabei hob er auch die europäische Perspektive und die klimapolitische Verantwortung hervor und warnte in Zusammenhang mit den Finanzausgleichsverhandlungen vor einer "Finanzierungslücke" in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Soziales und Bildung.