News 09.06.2026, 16:32
Budgetkonsolidierung

Budgetmaßnahmengesetz 2026 passiert Budgetausschuss

Im Budgetausschuss stand das Budgetmaßnahmengesetz 2026 im Zentrum der Beratungen. Das Paket umfasst mehrere steuer- und gebührenrechtliche Änderungen zur weiteren Budgetkonsolidierung und soll bis 2030 Einsparungen von rund 100 Mio. € bringen. Vorgesehen sind unter anderem eine steuerfreie Mitarbeiterprämie bis zu 500 € im Jahr 2026, neue Gebühren für Aufenthaltstitel sowie Vereinfachungen und Anpassungen in Verwaltung und Steuerrecht.

Die Regierungsvorlage sowie ein ergänzender Ausschussantrag erhielten die Zustimmung von ÖVP, SPÖ und NEOS. Letzterer sieht erweiterte Befugnisse für das Amt für Betrugsbekämpfung vor, um schneller gegen Scheinunternehmen vorgehen zu können.

Zusätzlich wurden Änderungen im Strafvollzug zur Umsetzung eines VfGH-Erkenntnisses sowie Maßnahmen zur Verwaltungsvereinfachung und Gebührenanpassungen behandelt.

FPÖ und Grüne brachten eigene Vorschläge etwa zu Schuldenbremse, Klimaschutz und Steuerpolitik ein. Alle Entschließungsanträge der Opposition wurden im Ausschuss vertagt.

Fiskalrat für Reformen bei Pensionen, Gesundheit und Subventionen

Im Rahmen der Diskussion des Berichts des Fiskalrats zur Entwicklung der Staatsfinanzen im Zeitraum von 2024 bis 2029 betonte dessen Präsident Christoph Badelt, dass strukturelle Reformen in den Bereichen Pensionen, Gesundheit und Subventionen für eine nachhaltige Budgetkonsolidierung zentral seien. Die Budgetkonsolidierung werde 2029 und darüber hinaus weitergehen müssen. Zudem bezweifelte Badelt, dass das von der Bundesregierung angestrebte Ziel des Verlassens des EU-Defizitverfahrens im Jahr 2028 umsetzbar ist.