News 17.07.2023, 17:18

Kunst im Parlament lädt zum Nachdenken über Demokratie ein

Der Pallas-Athene-Brunnen, die Fresken in der Säulenhalle oder die Quadrigen: Das Parlament ist reich an Kunstwerken und repräsentiert Österreich nicht nur bei internationalen Besuchen als Kulturnation.

Seit der Wiedereröffnung des sanierten Parlamentsgebäudes im Jänner können Besucher:innen nun weitere permanent installierte Kunstwerke bestaunen. Es handelt sich dabei um In-situ-Arbeiten von neun renommierten österreichischen Künstler:innen – konkret von Peter Kogler, Brigitte Kowanz, Constantin Luser, Peter Sandbichler, Eva Schlegel, Lea Sonderegger, Martina Steckholzer, Esther Stocker und Heimo Zobernig.

Am Foto zu sehen: Eva Schlegels Werk "extension of public space", das sich aus insgesamt zwei Hängeskulpturen mit Spiegeln zusammensetzt. Zu finden sind die Arbeiten im Vestibül und im Rooftop-Restaurant Kelsen. Die Künstlerin dazu: "Durch die Gestaltung des Vestibüls und der Prachtstiegenhäuser scheint mir keine andere Intervention denkbar als eine raum- und blickerweiternde Installation, die mit beiden Seiten kommuniziert."

Kunstwerke haben sich in Raum eingeschrieben

"Am Ort" bedeutet "in situ" aus dem Lateinischen übersetzt. Das Besondere also: Die Künstler:innen haben ihre Werke allesamt in direktem Bezug auf den "Ort" des Parlamentsgebäudes geplant und umgesetzt. Wovon sich die Künstler:innen inspirieren ließen und welche Werke die Besucher:innen erwarten, erfahren Sie im Film:

Kostenlose Kunstführungen

Einige der Kunstwerke können Sie auf eigene Faust im Parlament erkunden, hier finden Sie weitere Infos und Lagepläne und hier die Öffnungszeiten für Ihren Besuch. Bitte beachten Sie dabei, dass das Parlament von 31. Juli bis 5. August 2023 für eine Woche geschlossen ist. Bei einer kostenlosen Kunstführung werden Ihnen hingegen alle Werke temporär zugänglich gemacht. Hier geht es zur Anmeldung.

Die Einladung an ausgewählte zeitgenössische Künstler:innen erfolgte auf Initiative von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und im Auftrag der Parlamentsdirektion unter Harald Dossi. Als Kurator wurde Hans-Peter Wipplinger, Direktor des Wiener Leopold Museum, gewählt. "Es war mir wichtig, etwas Bleibendes, Nachhaltiges zu schaffen, denn heute wird das kulturelle Erbe von Morgen geschrieben", beschreibt Wipplinger seinen Anspruch.