News 04.01.2024, 16:08

Nationalrat: U-Ausschüsse und Volksbegehren zum Jahresauftakt

Mit der konstituierenden Sitzung der beiden Untersuchungsausschüsse wurde heuer das Parlamentsjahr 2024 eröffnet. Sowohl der COFAG-Untersuchungsausschuss als auch der Rot-Blaue Machtmissbrauch-Untersuchungsausschuss sind am 11. Jänner erstmals zusammengetreten, um den weiteren Fahrplan festzulegen und über Geschäftsordnungsfragen zu beraten. Die ersten Befragungen sind für Anfang bzw. Mitte März geplant. Derzeit läuft noch die Frist für die Lieferung angeforderter Akten und Unterlagen – diese müssen bis spätestens 9. Februar im Parlament einlangen.

Den Auftakt bei den Fachausschüssen macht der Justizausschuss, der sich am 16. Jänner mit dem Volksbegehren "Unabhängige Justiz sichern" befassen wird. Auch im Innenausschuss, im Landesverteidigungsausschuss und im Wirtschaftsausschuss werden Volksbegehren zur Debatte stehen. Dabei geht es unter anderem um die Beibehaltung der Sommerzeit, die Abschiebung von straffällig gewordenen Asylwerber:innen sowie die Themen Lebensmittelverschwendung und Lebensmittelkennzeichnung. Außerdem hat der Innenausschuss am 18. Jänner eine weitere Sitzung geplant. Der Rechnungshofausschuss wird Prüfberichte, die den Zuständigkeitsbereich von Sozial- und Gesundheitsminister Johannes Rauch betreffen, in Verhandlung nehmen.

Abschaffung des Amtsgeheimnisses

Darüber hinaus sind kurzfristig weitere Ausschusssitzungen zu erwarten. So könnte etwa der Verfassungsausschuss zusammentreten, um final über die von der Regierung vorgeschlagene Abschaffung des Amtsgeheimnisses und ein neues Informationsfreiheitsgesetz zu diskutieren, nachdem ÖVP, SPÖ und Grüne in dieser Frage eine weitgehende Einigung erzielt haben. Ebenso liegen dem Verfassungsaussauschuss zwei vor kurzem eingebrachte Gesetzesanträge der Regierungsparteien – zur Einrichtung einer neuen Servicestelle für Künstliche Intelligenz und zum Bundes-Personalvertretungsgesetz – sowie drei Volksbegehren mit Fristablauf 7. Februar zur Beratung vor. Die Frist zur Vorberatung des Volksbegehrens "Untersuchungsausschüsse live übertragen", das dem Geschäftsordnungsausschuss zugewiesen wurde, endet am 20. Februar

Im Sozialbereich planen die Koalitionsparteien unter anderem, den im Arbeitslosenversicherungsrecht verankerten "Bildungsbonus" auf Sozialhilfebezieher:innen auszuweiten.

Erste planmäßige National­ratssitzung am 31. Jänner

Weiters im parlamentarischen Terminkalender für den Jänner sind unter anderem Veranstaltungen anlässlich des vor kurzem begangenen 75. Jahrestags der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und des internationalen Gedenktags an die Opfer des Holocaust sowie eine interparlamentarische Konferenz zum Thema "Städtepolitik in der EU" vom 21. bis 22. Jänner in Brüssel. Die erste planmäßige Nationalratssitzung im Jahr 2024 ist für 31. Jänner anberaumt.

Das Jahr 2024 ist das letzte in der laufenden Gesetzgebungsperiode. Spätestens am 29. September muss der Nationalrat neu gewählt werden. Auch EU-Wahlen sowie Landtagswahlen in Vorarlberg und in der Steiermark stehen heuer an.