Die Regierung hat bereits im Jänner angekündigt, dass ein Großteil der Corona-Sonderregelungen Ende Juni auslaufen wird. Nun hat der Nationalrat auf Vorschlag von Gesundheitsminister Johannes Rauch ein entsprechendes Gesetzespaket beschlossen. COVID-19 wird damit – ein Veto-Verzicht des Bundesrats vorausgesetzt – in Kürze keine meldepflichtige Infektionskrankheit mehr sein. Damit fallen auch die letzten noch bestehenden Einschränkungen für infizierte Personen weg. Die Kosten für Corona-Tests werden künftig nur noch bei vorliegenden Symptomen von der Krankenversicherung übernommen. Kostenfreie Impfungen wird es aber – basierend auf noch auszuarbeitenden Impfempfehlungen – weiterhin geben. Auch bewährte Monitoringprogramme wie Abwasseranalysen werden fortgeführt und einzelne im Zuge der Corona-Pandemie eingeführte Sonderregelungen ins Dauerrecht übernommen.
Begründet wird das Aus für den Großteil der Corona-Regelungen mit der höheren Grundimmunität der Bevölkerung sowie den milden Krankheitsverläufen durch die vorherrschenden Virusvarianten. Dadurch habe sich das Risiko für die Gesundheit und das Gesundheitssystem deutlich verringert, argumentieren ÖVP und Grüne. Die Opposition sieht das Gesetzespaket allerdings kritisch, wobei die SPÖ unter anderem mehr Rücksicht auf Risikogruppen einmahnte, während die FPÖ eine vollständige Rückkehr zur Normalität vermisst.