News in einfacher Sprache 26.06.2026, 16:38

Anhörung von Expertinnen- und Experten zum Doppelbudget 2027/28

Alle eingeladenen Fachleute waren sich einig: Es fehlen langfristige Reformen in den Bereichen

  • Gesundheit,
  • Bildung,
  • Pensionen und
  • Föderalismus.

Föderalismus ist die Aufteilung von Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern. Die verschiedenen politischen Ebenen sollen mehr Verantwortung für Einnahmen und Ausgaben übernehmen.

Die Regierung will die Einnahmen und Ausgaben ausgleichen, damit die finanzielle Situation in Österreich besser wird. Einige Fachleute bewerteten die Pläne der Regierung positiv. Dazu gehören Fiskalratschef Christoph Badelt und WIFO-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller. Sie finden auch die Verbindung mit anderen Maßnahmen gut, zum Beispiel in der Kinderbetreuung. Sie glauben auch, dass das Doppelbudget zur wirtschaftlichen Lage passt. Schratzenstaller ist aber der Meinung, dass es zu wenig Geld zur Bekämpfung des Klimawandels gibt.

Laut den Plänen der Bundesregierung soll es 2027 ein Defizit von 15,5 Milliarden Euro geben. 2028 sollen es 13,2 Milliarden sein.

Georg Feigl von der Arbeiterkammer Wien findet, dass die Regierung auf einem guten Weg sei, das Budget zu verbessern. Aber es gäbe auch Unsicherheiten, vor allem durch die politischen Entwicklungen in der Welt. Feigl geht auch die Senkung der Lohnnebenkosten zu weit, die alle anderen Expertinnen und Experten gut finden. Außerdem ist er der Meinung, dass reiche Menschen mehr beitragen sollten.

Martin Gundinger vom Austrian Economics Center sieht keine positive Entwicklung durch das geplante Budget. Er glaubt, dass die Staatsschulden bis 2031 auf 85 Prozent steigen werden. Außerdem würde es auf diese Weise mehr Bürokratie geben. Gundinger geht davon aus, dass Budgetzahlen der Regierung nicht halten werden.

Die Expertinnen und Experten haben unterschiedliche Meinungen über das Doppelbudget. Aber sie sind sich einig, dass es Änderungen geben muss.

Ludwig Strohner von EcoAustria hat gesagt, dass die Budgetpläne vor allem die Vorgaben der EU erfüllen sollen. Eine langfristige Verbesserung der Staatsfinanzen werde es so nicht geben. Damit die Wirtschaft wieder wächst, soll das Geld besser und gezielter eingesetzt werden.

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