News in einfacher Sprache 10.12.2025, 22:00

Nationalrat mit Haupt-Themen Wirtschaft und Finanzen

Änderungen gibt es zum Beispiel im Tabak-Gesetz und in den Gesetzen für die Elektrizitäts-Wirtschaft. Außerdem gelten strengere Gesetze gegen Betrug bei Steuern und Sozialversicherung in der Wirtschaft.

Tabak-Steuer

Der Nationalrat hat höhere Steuern für Tabak beschlossen. Die Steuern gelten für Zigaretten, für Tabak zum Erhitzen und für Feinschnitt. Die neuen Steuern gelten nach und nach ab Februar 2026.

Außerdem führt Österreich eine Melde-Verpflichtung für neue Tabak-Produkte ein. Die Melde-Verpflichtung ist einfacher als das bisherige Zulassungs-Verfahren. Dann können Menschen auch in Österreich Tabak-Sticks kaufen. Und Österreich kann mehr Geld mit Steuern einnehmen. Denn bis jetzt hat es die Tabak-Sticks nur im Ausland gegeben.

Die Regierungs-Parteien ÖVP, SPÖ und NEOS haben für die Änderungen gestimmt. Auch die FPÖ war für die Änderungen. Trotzdem hat der Gesundheits-Sprecher von der FPÖ, Gerhard Kaniak, die Regierung hart kritisiert. Denn die Regierung hat den Antrag auf die Gesetzes-Änderungen erst kurz vorher vorgestellt. Herr Kaniak sagte: Die Änderungen sind eine "Husch-Pfusch-Regelung", weil der Finanz-Minister schnell Geld braucht. Ralph Schallmeiner von den Grünen war entsetzt über die Änderungen. Herr Schallmeiner sagte: Die Gesetzes-Änderungen sind ein "Niederknien vor der Nikotin-Lobby". Das bedeutet: Die Regierung macht, was die Tabak-Wirtschaft will.

E-Zigaretten: Strengere Regeln für den Verkauf

Die Abgeordneten haben auch diskutiert: Für welche Produkte soll die Tabak-Steuer gelten? In Zukunft muss man auch für Nikotin-Beutel und E-Liquids Tabak-Steuer zahlen. E-Liquids sind E-Zigaretten. Ab dem Jahr 2028 dürfen nur noch Trafiken Nikotin-Beutel und Hanf-Blüten zum Rauchen verkaufen.

Die Monopol-Regeln gelten in Zukunft auch für Nikotin-Beutel. Österreich führt ein Lizenz-System für E-Zigaretten ein. Fachgeschäfte für Hanf-Produkte bekommen eine Übergangs-Frist bis Ende 2028.

Die höhere Tabak-Steuer ist ein Teil von einem ganzen Paket an Änderungen bei Steuern und Abgaben. Insgesamt gibt es Änderungen in mehr als 20 Gesetzen. Eine Änderung betrifft auch Verkäufe im Freien. Schihütten, Almhütten und Buschenschanken müssen erst ab einem Umsatz von 45.000 € Belege ausstellen. Bis jetzt war die Umsatz-Grenze bei 30.000 €.

Ab dem Jahr 2026 gelten nach und nach höhere Steuern für Zigaretten, für Tabak zum Erhitzen und für Feinschnitt.

Große Mehrheit für Maßnahmen gegen Wirtschafts-Betrug

Der Nationalrat hat mit großer Mehrheit für mehrere Gesetze zur Bekämpfung von Betrug gestimmt. Die Gesetze betreffen die 3 Bereiche Steuern, Sozial-Abgaben und Daten. Das schafft mehr Klarheit bei den Steuern und macht das Hinterziehen von Steuern schwieriger. Außerdem bekämpfen die neuen Regeln organisierten Wirtschafts-Betrug. Die Abgeordneten von den Regierungs-Parteien und von den Grünen haben für die Änderungen gestimmt. Die FPÖ war für die meisten Änderungen. Die FPÖ war aber gegen die Änderungen bei den Steuern. Die FPÖ findet die Einschränkung bei der Normverbrauchs-Abgabe nicht gut.

Beispiele für die Gesetzes-Änderungen sind:

  • Mit dem neuen Gesetz sind Bau-Unternehmen jetzt auch für Sub-Unternehmen verantwortlich. Sub-Unternehmen sind Firmen, die für ein anderes Unternehmen arbeiten.
  • Man kann für das Vermieten von Luxus-Immobilien keine Vorsteuer mehr abziehen.
  • Wenn man ein Fahrzeug ins Ausland verkauft, gibt es keine Rückzahlung mehr für die Normverbrauchs-Abgabe.
  • Es gibt neue Melde-Pflichten für Anbieter von Dienstleistungen für Krypto-Währungen.
  • Der Daten-Austausch in der ganzen EU wird besser.
  • Alle diese Änderungen sind Maßnahmen gegen Wirtschafts-Betrug.

Finanz-Minister Markus Marterbauer sagt: Es ist ein guter Tag für alle Menschen, die Steuern zahlen. Die FPÖ hat die Einschränkung bei der Normverbrauchs-Abgabe kritisiert. Den Grünen wollten strengere Regeln.

Elektrizitäts-Wirtschaft: Preis-Überwachung möglich

Der Nationalrat hat das Preis-Gesetz von 1992 und das Energie-Control-Gesetz geändert. Im Preisgesetz streicht Österreich die Ausnahme für Strom und Gas. Österreich kann damit die Preise für Energie besser überwachen und bei Krisen eingreifen. Das war mit den alten Regeln nicht möglich. Alle Parteien haben für die Änderungen gestimmt.

Begriffe einfach erklärt

Die Arbeit im Parlament ist sehr umfangreich und vielfältig. Es gibt viele Fachbegriffe. Diese Begriffe werden auf der Parlaments-Website einfach verständlich erklärt: 

Begriffe einfach erklärt

Kultur: Grüne fordern Zuverdienst-Möglichkeiten

In einer Kurzen Debatte haben die Grünen gefordert: Arbeitslose Kultur-Schaffende sollen eine geringfügige Beschäftigung machen dürfen. Vor dem Sommer hat Österreich die Möglichkeiten für einen Zuverdienst eingegrenzt. Die Grünen finden das "unsozial". Sie wollten dem Kultur-Ausschuss eine Frist für einen Antrag setzen. Der Antrag hat aber keine Mehrheit bekommen.

Auch die SPÖ und die NEOS sagen: In den Bereichen Kunst und Kultur sind atypische Beschäftigungen oft normal. Atypische Beschäftigungen sind zum Beispiel befristete Arbeits-Verhältnisse oder Teilzeit-Arbeit. SPÖ und NEOS sagen auch: Die Regierung überlegt schon neue Regeln für die Betroffenen. Aber man hat noch keine Lösungen gefunden. Die ÖVP will eine soziale Absicherung mit Schutz vor Missbrauch. Die FPÖ war für Ausnahmen vom Zuverdienst-Verbot. Aber die FPÖ findet: Man soll nicht nur an den Kultur-Bereich denken. Denn das sind nur wenig Menschen.

Leonore Gewessler ist die Klub-Obfrau von den Grünen. Frau Gewessler sagt: Wenn Arbeitslose aus Kultur und Wissenschaft nicht dazu verdienen dürfen, können sie sich vielleicht das Leben nicht mehr leisten.

Psychische Gesundheit

Der Nationalrat war einstimmig für bessere psycho-soziale Rahmenbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft. Es soll zum Beispiel mehr Informationen über Unterstützungen und Erleichterungen geben. Und Österreich soll die Unterstützungen weiter ausbauen.

Tierwohl

Die Regierungs-Parteien haben einen Entschließungs-Antrag gemacht. Der Titel ist "Stärkung der biologischen und regionalen sowie tierwohl-gerechten Lebensmittel-Beschaffung im Bundes-Bereich". Der Antrag betrifft auch eine Begleitung vom "naBe-Überarbeitungs-Prozess". Den naBe-Überarbeitungs-Prozess gibt es schon. Die Abgeordneten haben den Antrag mit großer Mehrheit angenommen. Vorher hat es einen Entschließungs-Antrag von den Grünen gegeben. Aber der Nationalrat hat diesen Antrag abgelehnt. Die Grünen fordern: Man soll die Bedingungen für Bio und Tierwohl beim Einkauf von Lebensmitteln "nicht abschwächen, sondern umsetzen".

Aktuelle Europa-Stunde: Gegenseitige Kritik

Das Thema in der Aktuellen Europa-Stunde war: "Die Weiterentwicklung eines geeinten, freien und starken Europas als Gegenmodell zu Putins Handlangern". Die Aktuelle Europa-Stunde findet in jedem Jahr 4-mal statt. Die Abgeordneten können dabei mit den österreichischen Mitgliedern im Europäischen Parlament diskutieren. Die NEOS haben das Thema ausgewählt. Sie finden: Die FPÖ handelt zu stark im Sinn von Russland. Die FPÖ hat ihre Die FPÖ meint: Die Welt kann sich nicht sehr stark auf die EU verlassen. ÖVP, SPÖ und Grüne sind dafür, dass Europa gemeinsam stark die Eigenständigkeit gegenüber den USA vertreten soll.

Aktuelle Stunde: Thema Wirtschafts-Politik

Die 3 Sitzungstage im Nationalrat haben mit einer Aktuellen Stunde begonnen. Die ÖVP hat dafür den Titel gewählt "Unsere Arbeit hat ein Ziel: Aufschwung für Österreich!" Wirtschafts-Minister Wolfgang Hattmannsdorfer hat betont: Die Regierung will die Teuerung auf 2 Prozent senken und das Wachstum in der österreichischen Wirtschaft auf mindestens 1 Prozent erhöhen.

Die FPÖ findet: Die Regierung hat in der Wirtschafts-Politik versagt. Es soll im öffentlichen Dienst keine neuen Anstellungen geben. Die SPÖ und die NEOS sagen: Die FPÖ trägt nichts zu einer Lösung bei. Die Grünen meinen: Die Regierung behindert mit der Energie-Politik den Ausbau von erneuerbaren Energien. Sie sagen: Die ÖVP handelt in der Wirtschafts-Politik nicht modern.

Audio-Artikel "Nachrichten in einfacher Sprache"

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Seit November 2025 bietet das Parlament alle Nachrichten in einfacher Sprache auch als Audio-Artikel. Man kann sich die Nachrichten also anhören. Man muss sie nicht mehr selbst lesen. Die Stimme ist von einer KI. Das ist die Abkürzung für Künstliche Intelligenz.

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