Das neue Elektrizitätswirtschafts-Gesetz wurde lange verhandelt. Im Nationalrat gab es letzte Woche doch noch grünes Licht: ÖVP, SPÖ, NEOS und Grünen haben die neuen Regeln für den Strommarkt beschlossen. Nun hat das "Günstiger-Strom-Gesetz" auch im Bundesrat die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit erhalten. Die neuen gesetzlichen Bestimmungen können noch dieses Jahr kundgemacht werden.
Das Gesetz verpflichtet Stromproduzenten, einen Beitrag zum Ausbau des Stromnetzes zu leisten. Kleine Einspeiser mit einer netzwirksamen Leistung bis 20 Kilowatt müssen keine Netzgebühren zahlen. Betreiber kleiner Photovoltaik-Anlagen können einfacher ihren Strom mit der Nachbarschaft teilen. Spitzenkappungen für Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen sind möglich. Das soll das Stromnetz entlasten.
Die Rechte von Stromkundinnen und Stromkunden werden gestärkt. Haushalte mit wenig Einkommen bekommen einen Sozialtarif. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sagte: Das ist die größte Reform des Strommarkts in den letzten 20 Jahren.
Für Staatssekretärin Elisabeth Zehetner ist es die größte Reform des Strommarkts in den letzten 20 Jahren.