News in einfacher Sprache 24.03.2026, 14:29

Spritpreis-Bremse: Zustimmung der Opposition im Plenum weiter offen

Der Wirtschaftsausschuss hat die von den Regierungsfraktionen eingebrachten Maßnahmen für eine "Spritpreis-Bremse" diskutiert. Die Maßnahmen wurden mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und NEOS angenommen. Das Thema kann nun im Plenum des Nationalrats behandelt werden. Die nötige Verfassungsmehrheit ist aber weiterhin offen. Dazu soll es weitere Gespräche mit den Grünen geben.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Finanzminister Markus Marterbauer und die Abgeordneten der Regierungsfraktionen betonten die Bedeutung der Maßnahmen, um die Inflation zu senken. Die Grünen zeigten sich verhandlungsbereit. Sie machten ihre Zustimmung aber von der Vorlage des Verordnungsentwurfs abhängig. Die Freiheitlichen lehnten den Vorstoß der Regierungsfraktionen ab.

Spritpreis-Bremse soll Preise senken und Inflation dämpfen

Durch den Krieg im Iran und die dadurch unsichere Lage auf den Rohöl- und Treibstoff-Märkten sind die Ölpreise gestiegen. Das hat auch Benzin und Diesel teurer gemacht. Die Regierungsfraktionen haben dem Nationalrat deshalb zwei Anträge vorgelegt. Die "Spritpreis-Bremse" soll verhindern, dass weder der Staat noch die Energieunternehmen von dieser Krise profitieren. So steht es in den Erläuterungen.

Die gesetzlichen Grundlagen sollen bis spätestens 1. April 2026 in Kraft treten. Sie sollen automatisch nach dem 31. Dezember 2026 auslaufen.

Senkung der Mineralölsteuer bei hohen Spritpreisen

Die Koalition will die Mineralölsteuer senken, wenn die Preise hoch sind. Das soll die Preissteigerung dämpfen und das Budget nicht belasten. Der Finanzminister soll ermitteln, wie viel Umsatzsteuer zusätzlich eingenommen wird. Die ermäßigten Steuersätze für Benzin und Dieselöl sollen dann jeweils für ein Kalendermonat veröffentlicht werden.

Möglichkeit zur Begrenzung der Gewinnspannen der Treibstoff-Branche

Die Koalitionsfraktionen wollen auch das Preis-Gesetz 1992 und das Energie-Control-Gesetz ändern. Wenn es durch einen ungewöhnlich hohen Anstieg der Nettopreise von Diesel oder Euro-Super zu einer Krise kommt, soll die Bundesregierung durch eine Verordnungs-Ermächtigung eingreifen können. Die Bundesregierung kann dann volkswirtschaftlich gerechtfertigte Gewinnspannen für die Treibstoff-Branche bestimmen.

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