Bundesrat Stenographisches Protokoll 640. Sitzung / Seite 10

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Bundesministerin für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten Elisabeth Gehrer: Ich glaube, daß beide Wege richtig wären. Es muß jetzt noch ausgerechnet beziehungsweise festgelegt werden, wie man mehr erreichen könnte. Mir würde das Modell, einen Jugendlichen, der sich speziell auf eine Berufsvorbereitungsprüfung vorbereitet, persönlich zu fördern, sehr gut gefallen, denn er könnte sich in die Vorbereitung dann dort einkaufen, wo er gern möchte. Wir sind dabei, beide Modelle zu überprüfen, auch im Hinblick auf die Durchführbarkeit und die anfallenden Kosten. Aber wie gesagt: Ich muß das Ergebnis der Arbeitsgruppe abwarten.

Präsident Ludwig Bieringer: Werden weitere Zusatzfragen gewünscht? Bitte, Frau Bundesrätin Monika Mühlwerth.

Bundesrätin Monika Mühlwerth (Freiheitliche, Wien): Sehr geehrte Frau Ministerin! Die Möglichkeit zur Berufsreifeprüfung ist ja noch sehr neu, es gibt sie erst seit kurzem. Können Sie trotzdem schon sagen, wie groß der Ansturm ist, wie groß überhaupt das Interesse ist, diese Berufsreifeprüfung zu machen?

Präsident Ludwig Bieringer: Bitte, Frau Bundesministerin.

Bundesministerin für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten Elisabeth Gehrer: Das Interesse an der Berufsreifeprüfung ist sehr groß. Ich werde zum Abschluß dieses Schuljahres die genauen Zahlen erhalten. Es werden ungefähr 800 bis 1 000 Personen sein, die sich für dieses Angebot interessieren.

Präsident Ludwig Bieringer: Für eine weitere Zusatzfrage hat sich Herr Bundesrat Gottfried Jaud gemeldet. Bitte, Herr Bundesrat.

Bundesrat Gottfried Jaud (ÖVP, Tirol): Herr Präsident! Frau Ministerin! Die Matura ist kostenlos. Ist daran gedacht, auch die Berufsreifeprüfung kostenfrei zu gestalten?

Präsident Ludwig Bieringer: Bitte, Frau Bundesministerin.

Bundesministerin für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten Elisabeth Gehrer: Wie ich bereits vorher ausgeführt habe, beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit dieser Frage. Derzeit werden Beiträge eingehoben. Wir haben auch bereits Modelle, die vorsehen, für die Vorbereitung der Matura Beiträge einzuheben. Ich halte das nicht für so unvernünftig. Wir haben gesehen, daß, wenn jemand etwas bezahlt, er dann viel eher dabeibleibt und mehr Interesse an der Vorbereitung besteht. Wir sind dabei, auch dieses Modell zu überprüfen.

Präsident Ludwig Bieringer: Wir gelangen nunmehr zur 3. Anfrage, 897/M, an die Frau Bundesministerin für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten. Ich bitte den Anfragesteller, Herrn Bundesrat Professor Dr. Peter Böhm, um Verlesung der Anfrage.

Bundesrat Dr. Peter Böhm (Freiheitliche, Wien): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Meine Frage lautet:

897/M-BR/98

Welche konkreten Maßnahmen liegen Ihrer gegenüber den Medien geäußerten optimistischen Annahme, daß es bis zum Jahr 2000 keine arbeitslosen Junglehrer mehr geben werde, zugrunde?

Präsident Ludwig Bieringer: Frau Bundesministerin, bitte.

Bundesministerin für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten Elisabeth Gehrer: Erstens: Ich kann mich nicht erinnern, jemals gegenüber den Medien gesagt zu haben, daß es bis zum Jahr 2000 keine arbeitslosen Junglehrer mehr geben wird. Das ist eine unrichtige Darstellung.


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