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Anlässlich des vor 50 Jahren beschlossenen Volksgruppengesetzes diskutieren Autorinnen sowie Vertreterinnen und Vertreter der slowakischen und der ungarischen Volksgruppe in der dritten und abschließenden Veranstaltung "#3 Literatur am Ring: Schöne Worte | Szép szavak | Pekné slová".
Schöne Worte, berührende Worte finden die Autorinnen in der literarischen Auseinandersetzung mit Aspekten ihrer sie jeweils prägenden (Familien)Geschichte. Aufgeladene und zugleich unscharfe Begriffe wie "Osten" oder "Migrationserfahrung" werden in den Erzählungen auf individueller, familiärer, intergenerationeller und gesellschaftlicher Ebene greifbar. Schöne Worte wie "Vielfalt" oder "Chancengleichheit" stellten sich für die "Geister, die durch den Westen huschten" (Didi Drobna) lange Zeit als phrasenhafte Versprechungen heraus. Erst durch Hochleistung, Leidensfähigkeit und Anpassung realisierte und materialisierte sich der Möglichkeitsraum des "Westens" für (ökonomische) Außenseiter.
Didi Drobna, Jaqueline Scheiber und Kerstin Istvanits diskutieren unter autobiographischen, (semi)fiktionalen und literaturwissenschaftlichen Vorzeichen, wie sich eine stetig ändernde Gemengelage aus Migration, Grenzen und Heimat literarisch manifestiert und in Worte fassen lässt.