Eröffnungsmusik
Die Veranstaltung beginnt mit der Darbietung des Stückes "Fascination Fanfare" von Otto M. Schwarz.
(Beifall.)
Nina Kraft (Moderatorin): Wow, wow, wow, was für ein Start in diesen Konzertabend! – Schön, dass Sie hier sind. Herzlich willkommen! Das war die "Fascination Fanfare" von Otto M. Schwarz – passt eigentlich perfekt zum heutigen Abend, denn es ist faszinierend, was Sie leisten, was unsere freiwilligen Helferinnen und Helfer leisten. Auch an Sie da oben: Herzlich willkommen! Ich habe schon gesehen: Sie haben Selfies gemacht. Machen Sie gerne weiter so!
Auch dieser Saal ist wirklich faszinierend: der Bundesversammlungssaal. Ich habe es schon gesagt: Man muss ihn gar nicht weihnachtlich dekorieren, weil dieser Saal schon von Haus aus eine Strahlkraft hat, und er ist der perfekte Ort, um Sie, meine Damen und Herren, heute zu feiern. Wir möchten heute Danke sagen. Mein Name ist Nina Kraft, ich freue mich wirklich sehr auf diesen Konzertabend, auf diese gute Energie, die wir jetzt im Weihnachtsendspurt noch gemeinsam teilen. Ich freue mich auf alles, was kommt.
Herr Nationalratspräsident! Herr Bundesratspräsident! Werte Abgeordnete zum Nationalrat und Mitglieder des Bundesrates! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, um Sie geht es heute! Ich habe es in meiner Eingangsmoderation schon gesagt: Was Sie leisten, hat Anerkennung verdient, genau die möchten wir heute mit diesem Konzert leisten, Sie stehen heute im Mittelpunkt. Den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der freiwilligen Feuerwehren, des Zivilschutzes, des Roten Kreuzes, des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Bergrettung, der Malteser, Johanniter: Danke für Ihren Einsatz, wo wirklich jede Sekunde zählt! Wir schätzen das sehr. Wir würdigen heute auch alle, die sich in der Caritas, in der Diakonie, den Vinziwerken, der Volkshilfe, der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen, bei der Lebenshilfe, bei der Tafel Österreich, im Hilfswerk, im Integrationshaus, bei der Lerntafel, im Hospizbereich, in Frauennetzwerken und der Seelsorge wirklich tagtäglich und beinahe 24 Stunden am Tag für ein menschliches Miteinander einsetzen – vielen Dank dafür! (Beifall.)
Sie merken, die Liste ist lang. Hier gibt es wirklich genug Personen, die man eigentlich auch namentlich erwähnen müsste, denen man danken müsste. Ich hoffe, ich kann heute allen stellvertretend wirklich ihre Würdigung erweisen. Wir bedanken uns auch für die Arbeit der Kulturvereine, der Musikverbände, der Theatervereine, der Trachten- und Traditionsverbände sowie der Sportorganisationen – auch Ihnen: Danke fürs Kommen!
Und last, but not least natürlich auch die Organisationen aus der Jugendarbeit, der Landjugend, von den Kinderfreunden, der Blasmusikjugend, Younus und den Jugendzentren – auch Sie darf ich begrüßen. Sie machen etwas ganz Wichtiges: Sie verbreiten den Spirit der Ehrenamtlichkeit auch bei der jüngeren Generation, damit immer für Nachwuchs gesorgt ist. Das ist Ihr Applaus. Herzlich willkommen! (Beifall.)
Musikalisch werden wir heute vom Österreichischen Blasmusikverband verwöhnt. Begrüßen Sie mit mir den Präsidenten des Österreichischen Blasmusikverbandes Erich Riegler, das Orchester des Oberösterreichischen Blasmusikverbandes unter der Leitung von Präsident Hermann Pumberger und, ganz wichtig, den Meks Kinderchor der VS und LMS Haag am Hausruck, die Sie jetzt hören, wenn Sie ganz laut applaudieren. – Bitte schön. (Beifall.)
Sie können sich vorstellen, da pumpert das Herzerl schon ein bisschen im Backstage-Bereich. Bald werden wir sie sehen.
Jetzt freuen wir uns aber auf den Präsidenten des Nationalrates Walter Rosenkranz. – Ich darf Sie um Ihre Eröffnungsworte bitten. (Beifall.)
Eröffnungsworte
Walter Rosenkranz (Präsident des Nationalrates): Sehr geehrte Damen und Herren! Für mich ist es eine Premiere, hier oben zu sein. Es ist schon erwähnt worden: Es ist hier der Bundesversammlungssaal. Historisch war es der Reichsratssitzungssaal, wo bis 1918 eigentlich auch alle Nationen des Vielvölkerstaates – bis auf die sogenannte ungarische Reichshälfte – gesessen sind. Und wenn Sie ein bisschen schauen, wer da aller dabei war: Das waren eigentlich alle Staatengründer nach dem Zerfallen der Habsburgermonarchie aus Tschechien, aus Italien, natürlich auch aus Österreich, auch aus dem polnischen Teil der Habsburgermonarchie – alle sind hier gesessen, alle waren hier versammelt. Und heute sind wir froh, diesen großartigen Saal zu haben, der nicht nur eine tolle Akustik gehabt haben muss, als die Abgeordneten gestritten haben und vor allem dann mit diesen Holzbrettern da ordentlich Lärm gemacht haben, nein, man kann auch hervorragende Konzertmusik hier machen.
Sehr geehrte Damen und Herren, dieser Saal wurde – Gott sei Dank, wir haben es zuerst auch besprochen – durch den Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg nicht beschädigt, auch dieses Glasdach über uns ist noch komplett original erhalten. Heute dient dieser Saal für Versammlungen der Republik Österreich, die in der Verfassung vorgeschrieben sind: Das sind vier Zwecke, die mit dem Bundespräsidenten zu tun haben – die Wahl, die vielleicht Abwahl, die Volksabstimmung dazu, die Anklage des Bundespräsidenten oder Ähnliches; keine Details –, aber dieser Saal hat in unserer Verfassung auch einen fünften Zweck, nämlich die Erklärung eines Krieges – und Gott sei Dank wurde er zu diesem Zweck noch nie benützt. Das Einzige, was ein bisschen einen Anklang an Militär haben kann, ist unter anderem das zweite Stück im Programm von Carl Michael Ziehrer, der ein begnadeter Musiker, Komponist, Walzerkomponist, aber natürlich auch Militärmusiker war. Und jetzt möchte ich auch überleiten:
Ich habe das Glück, heute die Eröffnungsworte sagen zu können, und das bedeutet, dass sie sehr kurz sein können. Der Herr Bundesratspräsident hat die Möglichkeit, zum Abschluss die Dankesworte zu sagen, und bei den Dankesworten gerade Ihnen, meine Damen und Herren, die schlichtweg in Ihrem Ehrenamt, in Ihrer Freiwilligkeit, in dem, wo Sie für den Sozialzusammenhalt, für die kulturelle Vielfalt, für die Sicherheit in unserem Land und auch für die Kultur sorgen, eben Danke zu sagen – das ist die weitaus umfassendere Rolle, denn da könnte man eigentlich fast nicht aufhören.
Meine Damen und Herren, es ist nicht umsonst gewählt, dass wir im Advent sind. Nach der christlichen Religion – und für manche vielleicht auch nur mehr aus Tradition, einer liebwerten Tradition – bedeutet er diese Zeit der Ankunft, der Hoffnung zum Jahreswechsel, die ein besonders schönes Bild hat, nämlich dass die Hoffnung der Menschheit in ein neugeborenes Kind hineingelegt wird. Ich glaube, besser kann man die Adventzeit und das, was zu einem Jahreswechsel kommt, für sich selbst auch nicht aufnehmen. Daher ist es ein kleines Dankeschön für Sie alle hier, auf Initiative des Bundesrates – mittlerweile schon zum wiederholten Mal, eine neu beginnende Tradition – das Ehrenamt hierher ins Herz der Republik Österreich, ins demokratische Herz der Republik Österreich einzuladen, mit musikalischen Leckerbissen – Sie haben das Programm vielleicht schon gesehen –, mit einer großen Vielfalt von Richard Strauss über Ziehrer zu ein bisschen moderneren Komponisten, bis hin zu John Williams, dem großartigen Filmmusikkomponisten, Leroy Anderson, der auch das bekannte Stück mit der Schreibmaschine komponiert hat. Sie können gespannt darauf sein, was Sie bei den Stücken hier an Leckerbissen erwartet.
Freuen Sie sich mit mir auf das, was in den nächsten eineinhalb Stunden und dann auch beim Ausklang in der Säulenhalle diese Adventzeit mit uns machen wird, genießen Sie die paar Minuten dieser Musik. Ich glaube, das ist ein wirklich guter Anlass, in Weihnachtsstimmung zu kommen und nicht darauf zu vergessen, dass es auch an den Weihnachtsfeiertagen – 24., 25., 26. – an denen eigentlich alle Menschen in diesem Land ihre Feste mit Familie, mit Freunden, im Schutz der Geborgenheit der Wohnungen, zu Hause nützen möchten, sehr viele von Ihnen gibt – und Sie sind ja nur die Minispitze des Eisberges, des eigentlich großen Eisberges der Ehrenamtlichkeit und Freiwilligkeit in diesem Land, der hier Platz findet – und dass Sie das auch hinaustragen, denn auch zu diesen Feiertagen ist es nicht selbstverständlich – aber für Sie alle schon! –, im Dienst der Allgemeinheit, wenn alle anderen feiern, bereit zu sein und für die Nächsten da zu sein. Ein herzliches Dankeschön! Genießen Sie den heutigen Abend hier im Parlament! Danke der Musik – und jetzt: Herr Kapellmeister, walten Sie Ihres Amtes! (Beifall.)
Nina Kraft: Vielen herzlichen Dank, Herr Präsident. Sie sagen: Es ist die Spitze des Eisbergs.
Konzert
Nina Kraft: Sie sind unsere oft stillen Heldinnen und Helden. Was wäre Österreich ohne Sie! Man braucht Sie, Sie halten s’Land zamm, würde man bei uns in Oberösterreich sagen, und darüber sind wir recht froh. Ich wünsche Ihnen und uns, dass Sie heute auch einmal durchschnaufen können, sich vielleicht selbst einmal ein bisschen auf die Schulter klopfen können und auf dieses Jahr zurückblicken, um stolz zu sein.
Ich freue mich auf einen unvergesslichen Konzertabend. Wir beginnen mit einem Stück, das tatsächlich auch wieder perfekt zum Abend passt: die "Festmusik der Stadt Wien" von Richard Strauss. Es geht um den Glanz der Wiener Kultur. Es soll heute Abend ein Fest werden, und das ist Ihre Festmusik.
Es folgt die musikalische Darbietung des Stückes "Festmusik der Stadt Wien" von Richard Strauss.
(Beifall.)
Nina Kraft: Vielen herzlichen Dank.
Carl Michael Ziehrer wurde schon erwähnt. Sein nächstes Stück soll in gewisser Weise an Unbeschwertheit erinnern, vielleicht an einen unbeschwerten Tanzabend voller Lebensfreude. "Hereinspaziert" ist der Titel. Es wird spritzig, es wird energisch, auch die Wiener Eleganz kommt jetzt gut heraus und die Prise Humor darf ebenfalls nicht fehlen. Ich glaube, gerade in der heutigen Zeit kann es nicht schaden, auch einmal zu lächeln.
Es folgt die musikalische Darbietung des Stückes "Hereinspaziert" von Carl Michael Ziehrer.
(Beifall.)
Nina Kraft: Also das habe ich jetzt beobachtet: Die Unbeschwertheit ist angekommen, da haben einige mitgewippt. Sie haben wirklich gute Stimmung hier verbreitet.
Meine Damen und Herren, Sie wissen, Silvester naht. Das heißt für einige von Ihnen nicht Champagnertrinken und Walzertanzen, sondern ab in den Freiwilligendienst. Darum haben wir uns gedacht, das Feuerwerk kriegen Sie einfach jetzt hier bei uns im Parlament: die "Festive Overture" von Dmitri Schostakowitsch, ein wahres Feuerwerk. Es ist dynamisch, es ist lebendig und versprüht eine ordentliche Portion Optimismus. Gute Unterhaltung!
Es folgt die musikalische Darbietung des Stückes "Festive Overture" von Dmitri Schostakowitsch.
(Beifall.)
Nina Kraft: Ich glaube, ich habe nicht zu viel versprochen, oder? Das war ein gutes Feuerwerk. Jetzt sind wir alle in Feierlaune, aber wir kommen zu einem kleinen Stilbruch.
Wir kommen zur "Méditation" aus "Thaïs" von Jules Massenet, arrangiert von Peter Wesenauer, und das wird jetzt ein Moment der Stille, ein Moment der Einkehr, eigentlich das, wofür Weihnachten auch stehen sollte. Wir freuen uns jetzt auf ein Solo von Peter Rohrsdorfer am Altsaxofon. Er ist auch Professor für Saxofon an der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz. Ich freue mich schon darauf. Gute Unterhaltung!
Es folgt die musikalische Darbietung des Stückes "Méditation" aus der Oper "Thaïs" von Jules Massenet.
(Beifall.)
Nina Kraft: Da war jetzt durchaus Gänsehaut dabei. Oft sind es die stillsten Töne, die unser Herz am stärksten berühren – vielen herzlichen Dank dafür!
Wir kommen zu unserem nächsten Stück. Ich weiß nicht, vielleicht ist das bei Ihnen ähnlich, aber bei uns zu Hause gibt es einen Weihnachtsfilm, der Pflicht ist: "Kevin – Allein zu Haus". Ich kann beim Text schon fast mitsprechen, aber der muss jedes Jahr gesehen werden. Wenn Ihnen dieser Film bekannt vorkommt, dann kennen Sie natürlich auch John Williams' "Somewhere in my Memory", "Kevin – Allein zu Haus", heute arrangiert von Florian Moitzi.
Nachdem da durchaus Kindheitserinnerungen aufkommen werden, bin ich der Meinung, wir brauchen an dieser Stelle Unterstützung. Wir holen den Meks-Kinderchor der Volksschule und Landesmusikschule Haag am Hausruck zu uns. Herzlich willkommen! (Beifall.)
Es folgt die musikalische Darbietung des Stückes "Somewhere in my Memory" von John Williams.
(Beifall.)
Nina Kraft: Also wenn das nicht berührend war, dann weiß ich es auch nicht! Und ich glaube, euch fällt jetzt auch ein Stein vom Herzen, oder? Das Lied ist geschafft, und dann auch noch so, so gut. Danke, dass ihr heute bei uns seid. Und bleibt noch bei uns, wir brauchen eure Unterstützung auf jeden Fall noch, denn es geht ja auch noch weiter!
Jetzt schauen wir uns einmal einen der berühmtesten Weihnachtssongs, aber in einem frischeren Gewand an, und zwar "Jingle Bells" von James Lord Pierpont, ebenfalls arrangiert von Florian Moitzi. Es wird humorvoll, es wird schwungvoll, und es fühlt sich gleich so an, als ob wir alle mittendrin im Schneegestöber wären. Sind Sie bereit? Dann geht’s los!
Es folgt die musikalische Darbietung des Stückes "Jingle Bells" von James Lord Pierpont.
(Beifall.)
Nina Kraft: Ja, ihr habt da heute ordentlich Bewegung reingebracht!
Es geht auch munter weiter mit dem nächsten Titel, und der sagt eigentlich alles darüber aus, wofür die heutige Veranstaltung steht: "Danke" von Alexander Maurer, arrangiert von Hermann Miesbauer. Als Solist hören wir Daniel Raab, er studiert steirische Harmonika an der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz. Auch dieses Stück zeigt, wie wichtig es ist, Danke zu sagen, für Zusammenhalt, für Unterstützung, für die kleinen Wunder, die Sie, meine Damen und Herren, tagtäglich verrichten. Danke schön.
Es folgt die musikalische Darbietung des Stückes "Danke" von Alexander Maurer.
(Beifall.)
Nina Kraft: Ja, und bevor uns wir uns schön langsam dem großen Finale nähern, darf ich Sie jetzt noch auf eine Schlittenfahrt durch eine glitzernde Winterlandschaft einladen. Es geht natürlich um Leroy Andersons "Sleigh Ride". Sie werden die Glocken hören, Sie werden den Pferdegalopp hören und hoffentlich in Weihnachtsstimmung versetzt werden.
Es folgt die musikalische Darbietung des Stückes "Sleigh Ride" von Leroy Anderson, arrangiert von der Belwin Band.
(Beifall.)
Nina Kraft: Meine Damen und Herren, damit nähern wir uns jetzt wirklich dem großen Finale. Sie werden es sich schon gedacht haben oder vielleicht haben Sie im Programmheft nachgeschaut, aber kein Weihnachtskonzert ohne der Volkswaise schlechthin: "Es wird scho glei dumpa", arrangiert von Georg Wiesinger. Das ist auch der Moment, in dem wir alle noch einmal zur Ruhe kommen dürfen, innehalten, die Stille genießen und ja, uns auf ruhige Feiertage einstellen. Der Meks-Kinderchor der VS und LMS Haag am Hausruck steht schon bereit. Ihr werdet uns selbstverständlich wieder unterstützen, und wir freuen uns auch auf den Gesang von Magdalena Söhne.
Es folgt die musikalische Darbietung der Volkswaise "Es wird scho glei dumpa", arrangiert von Georg Wiesinger.
(Beifall.)
Nina Kraft: Was für ein wunderschöner Konzertabend! Das war richtig schön mit euch allen.
Das ist auch der Moment, wo wir noch einmal Danke sagen möchten, und diese Aufgabe übergebe ich gerne dem Präsidenten des Bundesrates Franz Ebner. (Beifall.)
Dankesworte
Franz Ebner (Präsident des Bundesrates): Sehr geehrter Herr Nationalratspräsident! Ich darf gleich zu Beginn meiner Rede auch Ihnen danken, dass Sie die Initiative, dieses Ehrenamtskonzert hier im Bundesversammlungssaal abzuhalten, als eine Ihrer ersten Amtshandlungen unterstützt und mitgetragen haben. Ich glaube, Sie haben es nicht bereut. Ein großes Danke dafür! (Beifall.)
Sehr geehrter Herr Präsident des Österreichischen Blasmusikverbandes Erich Riegler! Sehr geehrter Herr Präsident des Oberösterreichischen Blasmusikverbandes und Dirigent Herbert Pumberger! Vor allem am heutigen Tag: Geschätzte Freiwillige und Ehrenamtliche! Liebe Musikerinnen und Musiker! Und vor allem: Liebe Kinder des Haager Chores! Ja, ganz einfach in drei Worten zusammengefasst: So klingt Oberösterreich! (Beifall.)
Als Oberösterreicher erfüllt es mich natürlich mit besonderer Freude, dass wir heute vom Oberösterreichischen Blasmusikverband sowie eben vom bezaubernden Kinderchor der Volksschule und Landesmusikschule Haag am Hausruck musikalisch beschenkt wurden. Euer Auftritt ist ein Geschenk an uns alle und dafür danke ich euch von Herzen. Vielen Dank dafür! (Beifall.)
Blasmusik ist aber weit mehr als nur Musik, sie ist ein unverzichtbarer Teil unserer kulturellen Identität, vor allem bei uns in Oberösterreich. Sie bringt Generationen zusammen, schafft Gemeinschaft und sie vermittelt ein Gefühl von Heimat, auch hier in den großen Hallen des Parlaments. Ich spiele auch selber Trompete bei einer Blasmusikkapelle in Oberösterreich in meiner Heimatgemeinde Sankt Marien und weiß daher auch, wie viel Hingabe und Übung hinter jeder einzelnen Note steckt. Mein von Herzen kommender Dank gilt daher auch euch, liebe Musikerinnen und Musiker, die ihr uns mit eurem Können und eurer Leidenschaft diesen besonderen Abend bereitet habt. Vielen herzlichen Dank dafür! (Beifall.)
Ich darf an dieser Stelle auch eine Besonderheit erwähnen, nämlich das oberösterreichische Landesmusikschulwerk, das vor einigen Jahrzehnten unter Landeshauptmann außer Dienst Dr. Josef Ratzenböck ins Leben gerufen wurde und das auch vor allem dafür verantwortlich ist, dass wir in Oberösterreich eine hochqualitative Blasmusik haben und in de facto jeder Gemeinde auch eine Blasmusikkapelle. Das ist besonders erwähnenswert, und auch den Musikschullehrerinnen, den Musikschullehrern und allen Beteiligten im Landesmusikschulwerk gilt da ein besonderer Dank!
Doch heute Abend geht unser Dank natürlich über die Musik hinaus. Es gilt, jenen, die oft unbemerkt Großartiges leisten, Dank zu sagen: den Ehrenamtlichen, den Freiwilligen, Ihnen, die Ihre Zeit, Ihre Energie, Ihr Herzblut, manchmal auch Ihr Leben in den Dienst der Gesellschaft und der Gemeinschaft stellen. Ihrer aller Engagement ist der unsichtbare Kitt, der unser Miteinander stärkt und Österreich zu einem Land macht, in dem Menschlichkeit und Solidarität zählen. Sie tun mehr, als Sie tun müssten, zum Wohl von Gemeinschaft und Gesellschaft, Sie tun mehr als Ihre Pflicht, und dafür danke ich Ihnen ganz herzlich, von ganzem Herzen. Vielen Dank dafür! (Beifall.)
Musik besitzt eine besondere Kraft. Sie überwindet Grenzen, sie verbindet uns und schafft Momente, in denen wir einander auf Augenhöhe begegnen. Genauso wie Ihrer aller ehrenamtlicher Einsatz bringt sie Menschen zusammen, schenkt Hoffnung, und das ist ein Wert, der in einer Zeit wie unserer wichtiger ist denn je. Gerade in der Vorweihnachtszeit, in der wir uns auf Gemeinschaft, Besinnlichkeit und Frieden besinnen, berührt Musik unsere Herzen auf eine ganz besondere Weise. Sie schafft eben diese Verbindung, die über politische und regionale Grenzen hinweg reicht, und bringt uns in Harmonie und Freude zusammen.
Ich denke, dieses Weihnachtskonzert war ein Moment, innezuhalten, Dankbarkeit zu zeigen, für die außergewöhnliche Arbeit all jener, die unser Land durch ihren freiwilligen Einsatz bereichern. Nochmals: Mein besonderer Dank gilt am heutigen Abend nicht nur den Musikerinnen und Musikern und dem Kinderchor, die uns mit ihrem Talent erfreut haben, sondern nochmals vor allem auch Ihnen, liebe Ehrenamtliche! Sie sind der Herzschlag unserer Gesellschaft. Ehrenamtlich tätig zu sein, bedeutet auch, überzeugt zu sein von dem, was man tut, und einen Sinn in dem zu sehen, was man tut.
Ich denke, Ehrenamtliche, Freiwillige – und auch das kann ich aus eigener Erfahrung sagen – tun aus Überzeugung Sinnvolles. Daher möchte ich noch mit einer kleinen Geschichte, die ich vor Kurzem entdeckt habe und in der sich, denke ich, viele freiwillig Tätige wiederfinden werden, meine Dankesworte untermalen. Die Geschichte heißt "Der Esel, der Vater und der Sohn":
Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagshitze durch die staubigen Gassen der Stadt. Der Sohn führte und der Vater saß auf dem Esel: "Der arme kleine Junge", sagte ein vorbeigehender Mann. "Seine kurzen Beinchen versuchen, mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man nur so faul sein, auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, dass das kleine Kind sich müde läuft?"
Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen.
Es dauerte nicht lange, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: "So eine Unverschämtheit! Sitzt doch der kleine Bengel wie ein König auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenherläuft." Dies tat nun dem Jungen leid und er bat seinen Vater, sich mit ihm auf den Esel zu setzen.
"Ja, gibt es denn sowas?", sagte eine alte Frau. "So eine Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch und der junge und der alte Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus. Der arme Esel!"
Vater und Sohn sahen sich an und stiegen beide vom Esel herunter und gingen neben dem Esel her. Dann begegnete ihnen ein Mann, der sich über sie lustig machte: "Wie kann man bloß so dumm sein? Wofür hat man einen Esel, wenn er einen nicht tragen kann?"
Der Vater gab dem Esel zu trinken und legte dann die Hand auf die Schulter seines Sohnes und sagte: "Egal, was wir machen, es gibt immer jemanden, der damit nicht einverstanden ist. Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten!"
Sehr geehrte Damen und Herren! Ehrenamtliche Arbeit ist oft auch Überzeugungsarbeit. Ich bitte Sie, machen Sie Ihre Arbeit, Ihre freiwillige Arbeit auch in Zukunft mit Freude, vor allem auch mit Überzeugung! Das ist, denke ich auch, der Kern dieser Geschichte.
Abschließend darf ich nochmals vielen Dank für Ihre herausragende Arbeit und Ihren unermüdlichen Einsatz sagen. Lassen Sie uns mit einem gemeinsamen herzlichen Applaus noch einmal alle feiern, die mit ihrem Engagement zum heutigen Gelingen beigetragen haben: die Musikerinnen und Musiker für das Konzert und alle Freiwilligen, die tagtäglich für unsere Bevölkerung da sind! Ich bitte Sie, das auch in Zukunft zu sein, wir brauchen Sie.
Ich wünsche Ihnen allen frohe und besinnliche Weihnachten, ein neues Jahr voller Hoffnung und Freude und unseren Ehrenamtlichen weiterhin viel Begeisterung und vor allem auch Überzeugung für ihr Wirken! Vielen Dank und alles Gute für das neue Jahr! Vor allem auch: Frohe Weihnachten! (Beifall.)
Nina Kraft: Vielen herzlichen Dank, Herr Präsident.
Wir schließen gleich mit der Bundeshymne. Vorher darf ich mich noch von Ihnen verabschieden. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn wir uns gleich beim Empfang wiedersehen. Beide Wege führen dann gleich zum Empfang.
An dieser Stelle: Es hat mich wirklich sehr gefreut, es war eine große Ehre, dass ich heute mit Ihnen hier sein durfte. Ich wünsche Ihnen ein frohes Fest, aber das Aller-, Allerwichtigste: viel Gesundheit! Bis zum nächsten Mal, auf Wiedersehen! – Danke schön. (Beifall.)
Bundeshymne
Die Veranstaltung schließt mit einer Darbietung der Bundeshymne.
(Beifall.)