Veranstaltung

Kranzniederlegung anlässlich des Nationalen Holocaust-Gedenktages für Roma und Sinti

Inhalt

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau 4.300 Roma und Romnja, Sinti und Sintizze, von der SS gegen ihren erbitterten Widerstand grausamst ermordet.

2015 verabschiedete das Europäische Parlament eine Entschließung, in der es den 2. August als Gedenktag für den Völkermord an den Roma und Romnja, Sinti und Sintizze während des Zweiten Weltkrieges anerkannte. An die 500.000 Personen aus dieser Volksgruppe wurden von den Nationalsozialisten und ihren Verbündeten in Europa systematisch getötet. In einigen Ländern fielen über 80 Prozent der Roma-Sinti-Bevölkerung dem Holocaust zum Opfer.

Auch Österreich hat diesen Gedenktag anerkannt. Im Jänner 2023 beschloss der Nationalrat einstimmig, den 2. August als Nationalen Gedenktag für die im Holocaust verfolgten und ermordeten Roma und Romnja, Sinti und Sintizze, einzurichten.

Die Lesung "Eine Lebensgeschichte" von Walpurga Horvath, künstlerisch vorgetragen von Schauspielerin Mercedes Echerer sowie ein Gebet, geleitet von Roma-Seelsorger Pfarrer Matthias Platzer, geben dem stillen Gedenken den entsprechenden Rahmen. Musikalisch wird der Gedenkakt von Martin Denic am Akkordeon begleitet.

Programm

Lesung: Eine Lebensgeschichte (von Walpurga Horvath)

Mercedes Echerer
Schauspielerin, Regisseurin und Kulturaktivistin

Kranzniederlegung

Gebet und stilles Gedenken

Matthias Platzer
Pfarrer der Diözese Eisenstadt, Roma-Seelsorger und Mitglied des Volksgruppenbeirates der Roma

Moderation

Karl-Heinz Grundböck
Parlamentssprecher

Musik

Martin Denic (Akkordeon)