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Medien sind unverzichtbar in einer Demokratie. Sie informieren objektiv und tragen als unabhängige Kontrollinstanz zur Meinungsbildung bei, so ihr ethischer Grundgedanke. Was aber, wenn die kritische Beobachtung in politische Aktivität übergeht? Wo ist die Trennlinie zwischen reiner Berichterstattung und subjektivem Kommentar zu ziehen? Wie kann die Politik mit der schnelllebigen Medienwelt Schritt halten? Und leben wir gar in einer von Medien gesteuerten Demokratie? Diesen Fragen widmete sich heute auf Einladung von Nationalratspräsidentin Doris Bures die Diskussionsveranstaltung "Vom Kommentieren zum Mitregieren - Gibt es eine neue Macht der Medien?". Mit Politikwissenschafter Thomas Meyer debattierten dabei die Publizistin und ehemalige Kieler Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke, Andreas Koller von den Salzburger Nachrichten, der auch Präsident des Presseclub Concordia ist, und Ulla Kramar-Schmid, die vor ihrer Tätigkeit beim ORF lange Jahre für das profil schrieb. Die Moderation übernahm Falter-Chefredakteur Armin Thurnher.