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Wesentliche Teile der Medizin stellten sich während des Nationalsozialismus in den Dienst von Rassismus, Selektion und Massenmord. Die Vernichtungszentren der "Aktion T4" waren die ersten Einrichtungen zur seriellen Tötung von Menschen in der Geschichte und bildeten eine direkte Vorstufe zur Shoah. Alleine den Krankenmorden im Deutschen Reich fielen mindestens 200.000 Patientinnen und Patienten der Psychiatrie zum Opfer, viele davon in Österreich. Die Ausstellung "erfasst, verfolgt, vernichtet" – eine Initiative von Univ.-Prof. Dr. Dr. Frank Schneider von der "Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde" – wurde im Jänner 2014 im Deutschen Bundestag eröffnet und wird seither weltweit gezeigt. Sie weist zahlreiche Bezüge zu Österreich auf und war auf Initiative der "Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie" in einer mobilen Variante im Jänner 2016 erstmals in Wien zu sehen.