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Fast 50.000 Kinder- und Jugendliche in Österreich wurden 2016 im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe unterstützt. Sie und ihre Familien stehen meist unter großem Druck. Aus der Spirale aus Überforderung, Angst, Krankheit, Gewalt und oft auch wirtschaftlicher Not konnten sie sich ohne professionelle Hilfe nicht mehr befreien. Die Kinder- und Jugendhilfe hat bei ihrer Arbeit das "Kindeswohl" als zentrales Anliegen. Die Entwicklung geht in Richtung passgenauer Hilfsangebote, die auf die spezifische Situation der jeweiligen Familie bzw. des betroffenen Kindes eingehen. Wichtig ist dabei früh genug einzugreifen, die Familien zu stärken und die Fremdunterbringung von Kindern zu verhindern. Doch selbst wenn es dazu kommt, gewinnt die enge Zusammenarbeit mit der Familie oder anderen Bezugspersonen zunehmend an Stellenwert. Dies nahm die Präsidentin des Bundesrates Inge Posch-Gruska zum Anlass, im Rahmen ihrer Präsidentschaft im 2. Halbjahr 2018 diese Herausforderungen mit Vertreter:innen der Politik, der Verwaltung, der Trägerorganisationen und weiteren Fachexpert:innen zu diskutieren. Besonders im Fokus standen dabei die veränderten Lebensrealitäten in den Familien, die Entwicklungen im Bereich Bildung und Ausbildung, die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung und das Thema Partizipation von Kindern und Jugendlichen.