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Der gesellschaftliche Diskurs und politische Diskussionen verlagern sich immer mehr in digitale Medien. Am Anfang dieser Entwicklung wurde viel von einer zusätzlichen Demokratisierung des Meinungsaustauschs geredet. Dank Social Media, Plattformen und Co. konnten plötzlich User:innen ihre Meinung einem weltweiten Publikum zugänglich machen und sich vernetzen. Doch Phänomene wie Hate Speech, Fake News und Social Bots werfen zunehmend Fragen auf: Wie beeinflusst Digitalisierung unsere Meinung? Wie wirkt sich das auf die Demokratie insgesamt aus? Und wie können Bürgerinnen und Bürger schwer überprüfbare Informationen aus dem Netz richtig einordnen?
Um diese Fragen zu diskutieren, lud die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures zum „Parlamentarischen Dialog – Digitalisierung & Demokratie“ mit Expertinnen und Experten.
Den Auftakt machten Julia Ebner und Ingrid Brodnig. Die Extremismus- und Terrorismusforscherin Julia Ebner vom Londoner Institute for Strategic Dialogue erklärt, wie extremistische Gruppierungen sich Social Media für die Verbreitung ihrer Ideologien zu Nutze machen. Die Journalistin und Publizistin Ingrid Brodnig ging auf Mechanismen der Stimmungsmache ein und zeigte, wie man auf solche Desinformation und Hate Speech im Netz richtig reagiert.
Nach kurzen Referaten standen die beiden Expertinnen für Fragen zur Verfügung. Im Anschluss waren alle herzlich eingeladen, sich bei einem Get together zu vernetzen und weiter zu diskutieren.