Budgetdienst - Untergliederungsanalysen - BHG-Berichte 07.05.2026

BHG-Berichte zur UG 32-Kunst und Kultur, Stand 2026

Überblick

Zur Unterstützung der laufenden Budget­kontrolle über Berichte gemäß Bundes­haushalts­gesetz 2013 zur wirkungs­orientierten Steuerung, zu Förderungen und zum Beteiligungs- und Finanz­controlling hat der Budget­dienst eine Analyse zur UG 32‑Kunst und Kultur für die Beratungen des Unter­ausschusses des Budget­ausschusses am 12. Mai 2026 erstellt.

Die vollständige Analyse zum Download:

BD - BHG-Berichte zur UG 32-Kunst und Kultur, Stand 2026 / PDF, 815 KB

Kurzfassung

Zur Unterstützung der gemeinsamen Beratung der vorliegenden Berichte gemäß Bundes­haushalts­gesetz 2013 (BHG 2013) hat der Budget­dienst eine Analyse zur UG 32‑Kunst und Kultur für den Unter­ausschuss des Budget­ausschusses am 12. Mai 2026 erstellt.

Für den Bericht zur Wirkungs­orientierung (WO Bericht) 2024 evaluierte das Bundes­ministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) zwei Wirkungs­ziele, die nachhaltig stabile Rahmen­bedingungen für die zeit­genössische Kunst (überwiegend erreicht) und die Absicherung des kulturellen Erbes und Gewährung eines breiten Zugangs der Öffentlichkeit zu Kunst- und Kultur­gütern (über­plan­mäßig erreicht) betrafen. Die Wirkungs­ziele und ihre Kenn­zahlen adressieren insgesamt die wesentlichen Aufgaben­bereiche des BMWKMS im Bereich Kunst und Kultur und erfüllten zu einem großen Teil auch das Erfordernis der Relevanz für die mittelfristige Steuerung des Politik­bereichs. Das aktuelle Regierungs­programm zeigt jedoch breitere kunst- und kultur­politische Schwer­punkte, die in der bestehenden Wirkungs­orientierung nur teil­weise sichtbar sind (z. B. Arbeits­bedingungen von Kunst­schaffenden, Kultur als Standort­faktor, Digitalisierung). Diese könnten, ebenso wie ressort­übergreifende Themen (kulturelle Bildung, Erinnerungs­kultur), Eingang in die Wirkungs­orientierung finden.

Als Förderungen wurden im Jahr 2024 241 Mio. EUR und 2025 228 Mio. EUR (vorläufiger Erfolg) ausbezahlt. Die Aus­zahlungen für Kunst- und Kultur­förderung sanken um 14 Mio. EUR, insbesondere durch das Auslaufen von einzelnen Maß­nahmen der Aufbau- und Resilienz­fazilizät (RRF), den Abschluss des Projekts "Kultur­hauptstadt 2024 Bad Ischl" sowie von Verzögerungen bei Bau­projekten. Höhere Aus­zahlungen bei den Bundes­museen und bei den Bundes­theatern betrafen vor allem die höheren Basis­abgeltungen 2025.

Laut Bericht über die Ergebnisse des Beteiligungs- und Finanz­controlling zum Stichtag 30. September 2025 bzw. Beteiligungs­bericht 2025 und 2026 nimmt das BMWKMS die Eigentümer­funktion bei den Bundes­museen/Österreichische National­bibliothek, den Bundes­theatern (inkl. Bundes­theater­konzern), der Museums­quartier Errichtungs- und Betriebs­gmbH, der Austria Film und Video GmbH und dem Österreichischen Film­institut wahr. Die Bundes­museen und die Bundes­theater verzeichneten 2024 und 2025 höhere Umsatz­erlöse, die Besucherinnen und Besucher­zahlen lagen meist über dem Niveau von vor der COVID‑19-Pandemie. Aber auch die Personal­aufwendungen und die Betriebs­aufwendungen sind deutlich angestiegen und wurden zum Teil durch höhere Basis­abgeltungen des Bundes abgefedert.

Im vorläufigen Erfolg 2025 erhöhten sich die Aus­zahlungen insgesamt gering­fügig gegenüber dem Erfolg 2024. Die Aus­zahlungen für Kunst- und Kultur­förderung sanken, ins­besondere durch das sukzessive Auslaufen von einzelnen RRF‑Maßnahmen, den Abschluss des Projekts "Kultur­hauptstadt 2024 Bad Ischl" sowie von Verzögerungen bei Bau­projekten (Salzburger Festspiel­bezirk). Höhere Aus­zahlungen bei den Bundes­museen und bei den Bundes­theatern waren vor allem auf die höheren Basis­abgeltungen 2025 zurück­zuführen.