Zur Unterstützung der gemeinsamen Beratung der vorliegenden Berichte gemäß Bundeshaushaltsgesetz 2013 (BHG 2013) hat der Budgetdienst eine Analyse zur UG 32‑Kunst und Kultur für den Unterausschuss des Budgetausschusses am 12. Mai 2026 erstellt.
Für den Bericht zur Wirkungsorientierung (WO Bericht) 2024 evaluierte das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) zwei Wirkungsziele, die nachhaltig stabile Rahmenbedingungen für die zeitgenössische Kunst (überwiegend erreicht) und die Absicherung des kulturellen Erbes und Gewährung eines breiten Zugangs der Öffentlichkeit zu Kunst- und Kulturgütern (überplanmäßig erreicht) betrafen. Die Wirkungsziele und ihre Kennzahlen adressieren insgesamt die wesentlichen Aufgabenbereiche des BMWKMS im Bereich Kunst und Kultur und erfüllten zu einem großen Teil auch das Erfordernis der Relevanz für die mittelfristige Steuerung des Politikbereichs. Das aktuelle Regierungsprogramm zeigt jedoch breitere kunst- und kulturpolitische Schwerpunkte, die in der bestehenden Wirkungsorientierung nur teilweise sichtbar sind (z. B. Arbeitsbedingungen von Kunstschaffenden, Kultur als Standortfaktor, Digitalisierung). Diese könnten, ebenso wie ressortübergreifende Themen (kulturelle Bildung, Erinnerungskultur), Eingang in die Wirkungsorientierung finden.
Als Förderungen wurden im Jahr 2024 241 Mio. EUR und 2025 228 Mio. EUR (vorläufiger Erfolg) ausbezahlt. Die Auszahlungen für Kunst- und Kulturförderung sanken um 14 Mio. EUR, insbesondere durch das Auslaufen von einzelnen Maßnahmen der Aufbau- und Resilienzfazilizät (RRF), den Abschluss des Projekts "Kulturhauptstadt 2024 Bad Ischl" sowie von Verzögerungen bei Bauprojekten. Höhere Auszahlungen bei den Bundesmuseen und bei den Bundestheatern betrafen vor allem die höheren Basisabgeltungen 2025.
Laut Bericht über die Ergebnisse des Beteiligungs- und Finanzcontrolling zum Stichtag 30. September 2025 bzw. Beteiligungsbericht 2025 und 2026 nimmt das BMWKMS die Eigentümerfunktion bei den Bundesmuseen/Österreichische Nationalbibliothek, den Bundestheatern (inkl. Bundestheaterkonzern), der Museumsquartier Errichtungs- und BetriebsgmbH, der Austria Film und Video GmbH und dem Österreichischen Filminstitut wahr. Die Bundesmuseen und die Bundestheater verzeichneten 2024 und 2025 höhere Umsatzerlöse, die Besucherinnen und Besucherzahlen lagen meist über dem Niveau von vor der COVID‑19-Pandemie. Aber auch die Personalaufwendungen und die Betriebsaufwendungen sind deutlich angestiegen und wurden zum Teil durch höhere Basisabgeltungen des Bundes abgefedert.
Im vorläufigen Erfolg 2025 erhöhten sich die Auszahlungen insgesamt geringfügig gegenüber dem Erfolg 2024. Die Auszahlungen für Kunst- und Kulturförderung sanken, insbesondere durch das sukzessive Auslaufen von einzelnen RRF‑Maßnahmen, den Abschluss des Projekts "Kulturhauptstadt 2024 Bad Ischl" sowie von Verzögerungen bei Bauprojekten (Salzburger Festspielbezirk). Höhere Auszahlungen bei den Bundesmuseen und bei den Bundestheatern waren vor allem auf die höheren Basisabgeltungen 2025 zurückzuführen.