Budgetvollzug
Die Auszahlungen waren von Jänner bis August 2026 um 2,2 Mrd. EUR bzw. 2,8 % höher als im Vorjahr. Zu Mehrauszahlungen kam es insbesondere bei den Finanzierungskosten, den Pensionen und den Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung. Rückläufig waren vor allem die Auszahlungen für Förderungen und für die Bildungskarenz. Die Einzahlungen waren um 3,8 Mrd. EUR bzw. 5,7 % höher als im Vorjahr. Zu Mehreinzahlungen kam es insbesondere bei den Nettoabgaben, den Dividenden und den Mitteln aus der Aufbau- und Resilienzfazilität. Daraus resultierte ein Nettofinanzierungsbedarf in Höhe von 11,7 Mrd. EUR und ein Rückgang um 1,5 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr ist aufgrund unterjähriger Zahlungsverschiebungen aber ein Anstieg des Nettofinanzierungsbedarfs zu erwarten. Auf gesamtstaatlicher Ebene erwartet das Bundesministerium für Finanzen für 2026 ein Maastricht-Defizit in Höhe von 22,0 Mrd. EUR bzw. 4,1 % des Bruttoinlandsprodukts.