Budgetvollzug

Der Budgetdienst analysiert den laufenden Budgetvollzug, den Bundesrechnungsabschluss und die Berichte zu Rücklagen, Haftungen, Finanzschulden, Förderungen und zum Beteiligungs- und Finanzcontrolling.

Budgetvollzug

Die Auszahlungen waren von Jänner bis Juli 2026 um 2,1 Mrd. EUR bzw. 3,1 % höher als im Vorjahr. Zu Mehr­auszahlungen kam es insbesondere bei den Finanzierungs­kosten, den Pensionen und den Leistungen aus der Arbeitslosen­versicherung. Rückläufig waren vor allem die Auszahlungen für Förderungen und für die Bildungs­karenz.

Die Einzahlungen waren in diesem Zeitraum um 2,9 Mrd. EUR bzw. 5,3 % höher als im Vorjahr. Zu Mehreinzahlungen kam es insbesondere bei den Netto­abgaben, den Dividenden und den Mitteln aus der Aufbau- und Resilienzfazilität.

Daraus resultierte ein Nettofinanzierungs­bedarf iHv 15,3 Mrd. EUR. Dieser fiel um 0,7 Mrd. EUR geringer aus als im Vorjahr. Für das Gesamt­jahr ist aufgrund unterjähriger Zahlungs­verschiebungen aber ein Anstieg des Nettofinanzierungs­bedarfs zu erwarten.

Bundesrechnungsabschluss

Der Bundeshaushalt verzeichnete 2025 im Finanzierungs­haushalt einen Nettofinanzierungs­saldo iHv ‑14,4 Mrd. EUR und im Ergebnis­haushalt ein Netto­ergebnis iHv ‑13,6 Mrd. EUR. Während sich der Netto­finanzierungs­saldo im Vorjahres­vergleich deutlich verbessert hat (+4,8 Mrd. EUR), ist das Netto­ergebnis nur geringfügig günstiger (+0,2 Mrd. EUR). Im Vergleich zum Bundes­voranschlag 2025 fielen beide Salden deutlich besser aus als budgetiert.

Das Vermögen des Bundes hat sich im Vorjahres­vergleich um 2,1 Mrd. EUR auf 129,3 Mrd. EUR reduziert. Dies vor allem auf die Beteiligungs­bewertung (‑2,8 Mrd. EUR) und die Tilgung der Forderung aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (‑1,9 Mrd. EUR) zurückzuführen. Den Rückgang dämpfte die Erhöhung des Sachanlage­vermögens (+1,3 Mrd. EUR). Auf der Passivseite nahmen die Finanz­schulden (netto) um 13,8 Mrd. EUR zu. Das negative Netto­vermögen verschlechterte sich erneut um 16,2 Mrd. EUR auf ‑244,9 Mrd. EUR.

Berichte an den Budgetausschuss

Der Budgetdienst erstellt Analysen zu Berichten, die der Budget­ausschuss des National­rats regel­mäßig erhält. Diese Analysen betreffen beispiels­weise Rücklagen, Haftungen, Finanz­schulden, Förderungen und das Beteiligungs- und Finanz­controlling des Bundes.

Vorläufiger Gebarungserfolg

Der Nettofinanzierungssaldo 2025 betrug -14,4 Mrd. EUR, gegenüber dem Vorjahr verbesserte er sich um 4,7 Mrd. EUR, hingegen verschlechterte sich das vorläufige Nettoergebnis leicht um 0,5 Mrd. EUR auf -14,3 Mrd. EUR.

Finanzschulden

Die bereinigten Finanzschulden des Bundes stiegen im Jahr 2025 um 13,8 Mrd. EUR bzw. 4,6 % auf 313,0 Mrd. EUR.

Bundeshaftungen

Die Gesamthaftungen des Bundes für Kapital beliefen sich Ende 2025 auf 87,2 Mrd. EUR, gegenüber 2024 kam es zu einem Rückgang um 1,4 Mrd. EUR (-4,5 %).

Förderungen

Das Gesamtvolumen der direkten und indirekten Förderungen des Bundes belief sich im Jahr 2024 auf 39,3 Mrd. EUR.

Beteiligungs- und Finanzcontrolling

Der Bericht umfasst 118 Beteiligungen, die laut Vorschau 2025 Auszahlungen vom Bund iHv 18,4 Mrd. EUR erhalten und 1,9 Mrd. EUR in das Bundesbudget einzahlen.

Stabilisierungsmaßnahmen im Euroraum

Berichtet wird über die Hilfsmaßnahmen im Euroraum für Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern seit 2010 und weitere Programme seit 2020.

Untergliederungsanalysen zu BHG-Berichten

Die Untergliederungs­analysen zu Berichten nach dem Bundeshaushaltsgesetz 2013 (BHG 2013) umfassen und analysieren die in den Berichten zur Wirkungs­orientierung, in den Berichten über die Wirkungs­orientierte Folgen­abschätzung, in den Förderungs­berichten sowie in den Berichten über die Ergebnisse des Beteiligungs- und Finanzcontrolling und in den Beteiligungs­berichten enthaltenen Angaben und Informationen.