Budgetdienst - Budgetvollzug 02.06.2025

Budgetvollzug Jänner bis April 2025

Überblick

Zwischen Jänner und April 2025 stiegen die Auszahlungen im Vorjahres­vergleich um 925 Mio. EUR und die Einzahlungen um 960 Mio. EUR, wodurch sich der Netto­finanzierungssaldo um 35 Mio. EUR verbesserte. Mehrauszahlungen betrafen unter anderem Pensionen, thermisch-energetische Sanierung, Bundespersonal und Landes­lehrer:innen, Arbeitslosen­versicherungs­leistungen, Finanzierungs­kosten sowie Universitäten. Demgegenüber reduzierten ausgelaufene Krisenmaßnahmen die Gesamt­auszahlungen. Bei den Bruttoabgaben gab es Anstiege bei der Lohnsteuer, der Umsatzsteuer, und den Kapital­ertragsteuern. Rückläufig waren vor allem die veranlagte Einkommen­steuer und die Körperschaftsteuer.

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Die Auszahlungen von Jänner bis April 2025 betrugen 39,5 Mrd. EUR und waren damit um 2,4 % höher als im Vorjahreszeitraum. Die Einzahlungen waren mit 27,0 Mrd. EUR um 3,7 % höher.

Kurzfassung

Von Jänner bis April 2025 waren die Auszahlungen um 925 Mio. EUR bzw. 2,4 % höher als im entsprechenden Vorjahres­zeitraum. Die Einzahlungen waren um 960 Mio. EUR bzw. 3,7 % höher. Dadurch verbesserte sich der Nettofinanzierungs­saldo um 35 Mio. EUR.

Zu höheren Auszahlungen kam es im Vorjahresvergleich bei den Pensionen (+821 Mio. EUR) sowie den Auszahlungen für das Bundes­personal und Landes­lehrer:innen (+360 Mio. EUR). Außerdem stiegen die Auszahlungen für Förderungen der thermisch-energetischen Sanierung (+375 Mio. EUR), die Arbeitslosen­versicherungs­leistungen (+238 Mio. EUR) und die Finanzierungskosten (+188 Mio. EUR). Weitere Mehr­auszahlungen betrafen die Universitäten (+135 Mio. EUR, exkl. Klinischer Mehraufwand für Klinikbauten) und Zahlungen im Rahmen der Verkehrsdienst­verträge (+105 Mio. EUR). Zu einem Einmal­effekt kam es durch eine Finanz­zuweisung an die Gemeinden iHv 300 Mio. EUR im Rahmen des Gemeinde­pakets. Gegenläufig reduzierten im Vorjahres­vergleich vor allem ausgelaufene Krisen­maßnahmen die Gesamt­auszahlungen.

Zu einem Anstieg der Einzahlungen kam es vor allem aufgrund der höheren Nettoabgaben (+837 Mio. EUR). Dabei stiegen die Bruttoabgaben ohne Abgaben­guthaben um 1.056 Mio. EUR bzw. 3,3 %. Ein höheres Abgabenaufkommen resultierte bei der Lohnsteuer (+532 Mio. EUR), der Umsatzsteuer (+460 Mio. EUR) und den Kapitalertragsteuern (+454 Mio. EUR), während die Einzahlungen aus der veranlagten Einkommensteuer (‑444 Mio. EUR), der Körperschaftsteuer (‑264 Mio. EUR) und den Energiekrisen­beiträgen (‑151 Mio. EUR) niedriger waren. Zu höheren Einzahlungen kam es auch bei den Beiträgen zur Arbeitslosen­versicherung (+163 Mio. EUR) und den Beiträgen zum Familien­lasten­ausgleichs­fonds (+93 Mio. EUR).