Der Nettofinanzierungssaldo der Länder ohne Wien war von Jänner bis Juli 2026 mit 498 Mio. EUR um 517 Mio. EUR besser als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Anstieg der Einzahlungen um 1,7 Mrd. EUR bzw. 6,8 % war vor allem auf höhere Einzahlungen aus der operativen Verwaltungstätigkeit (+1,2 Mrd. EUR bzw. +9,0 %), welche unter anderem die Ertragsanteile enthalten, aus der Rückzahlung von Darlehen und Vorschüssen (+0,4 Mrd. EUR bzw. +75,5 %) sowie aus Transfers (+0,1 Mrd. EUR bzw. +1,1 %) zurückzuführen. Die Auszahlungen waren per Ende Juli 2026 um 1,1 Mrd. EUR bzw. 4,7 % höher als im Vorjahr. Zu Mehrauszahlungen kam es vor allem bei den Transfers (+0,6 Mrd. EUR bzw. +4,6 %) und dem Personalaufwand (+0,4 Mrd. EUR bzw. +6,0 %).
Von Jänner bis Juli 2026 waren die Einzahlungen der Gemeinde Wien um 743 Mio. EUR bzw. 7,5 % höher als im Vorjahr, während die Auszahlungen in etwa gleich hoch waren (+9 Mio. EUR bzw. +0,1 %). Dadurch verbesserte sich der Nettofinanzierungssaldo um 734 Mio. EUR auf ‑667 Mio. EUR. Zum Einzahlungsanstieg trugen vor allem die Einzahlungen aus der operativen Verwaltungstätigkeit bei (+583 Mio. EUR bzw. +7,8 %). Auszahlungsseitig standen den Mehrauszahlungen für Personal- und Sachaufwand, Transfers sowie Finanzaufwand Minderauszahlungen für Investitionen, die Gewährung von Darlehen und Vorschüssen sowie Kapitaltransfers gegenüber. Für die Gemeinden ohne Wien liegen keine vergleichbaren Vollzugsinformationen vor.
Die Auszahlungen der Sozialversicherung sind im Vorjahresvergleich von Jänner bis Juli 2026 stärker gestiegen (+6,2 Mrd. EUR bzw. +10,3 %) als die Einzahlungen (+3,9 Mrd. EUR bzw. +6,3 %). Der Nettofinanzierungssaldo, welcher unterjährig vergleichsweise starke Schwankungen aufweist, verschlechterte sich dadurch auf ‑0,5 Mrd. EUR.
Zu den seit der Vereinbarung über den neuen Stabilitätspakt neu vorgelegten Haushaltsdaten werden keine Erläuterungen zur Verfügung gestellt. Insbesondere im Bereich der Sozialversicherung weisen diese vergleichsweise hohe unterjährige Schwankungen auf und werden nur auf hochaggregierter Ebene zur Verfügung gestellt. Dadurch ist die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der Vollzugsdaten mit dem Vorjahr deutlich eingeschränkt.