Nach der ungünstigen Entwicklung im Monat Oktober 2025 kam es im Monat November 2025 zu einer starken Gegenbewegung. Während im Monat Oktober 2025 der Nettofinanzierungsbedarf um 1,2 Mrd. EUR höher war als im Vorjahresvergleichsmonat, war er im November 2025 um 1,5 Mrd. EUR geringer. Diese Entwicklung resultierte vor allem aus zeitlichen Verschiebungen beim Abgabenaufkommen, einer im November eingegangenen Einzahlung aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) und dem Wirksamwerden weiterer Konsolidierungsmaßnahmen.
Für den Zeitraum Jänner bis November 2025 ging der Nettofinanzierungsbedarf im Vorjahresvergleich um 4,2 Mrd. EUR auf 11,7 Mrd. EUR zurück und der für das Gesamtjahr budgetierte Nettofinanzierungsbedarf dürfte deutlich unterschritten worden sein.
Die Auszahlungen betrugen von Jänner bis November 2025 insgesamt 108,4 Mrd. EUR, was im Vorjahresvergleich einem Anstieg um 0,3 Mrd. EUR bzw. 0,3 % entspricht. Zu Mehrauszahlungen per Ende November kam es insbesondere bei den Pensionen (+2,4 Mrd. EUR), dem Bundespersonal und Landeslehrpersonal (+0,8 Mrd. EUR), den Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (+0,7 Mrd. EUR) und der thermisch-energetischen Sanierung (+0,5 Mrd. EUR). Rückläufig waren die Auszahlungen für Energiekrisenmaßnahmen (‑2,7 Mrd. EUR), den Klimabonus (‑1,8 Mrd. EUR), COVID‑19-Maßnahmen (‑0,5 Mrd. EUR) und die Finanzierungskosten (‑0,5 Mrd. EUR).
Die Einzahlungen beliefen sich von Jänner bis November 2025 auf 96,7 Mrd. EUR und waren um 4,6 Mrd. EUR bzw. 5,0 % höher als im Vorjahreszeitraum. Dabei kam es per Ende November insbesondere im Bereich der Nettoabgaben (+3,0 Mrd. EUR) und bei den Rückflüssen aus der RRF (+2,1 Mrd. EUR) zu Mehreinzahlungen. Auch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung (+0,4 Mrd. EUR) und zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF; +0,2 Mrd. EUR) verzeichneten deutliche Zuwächse. Zu Mindereinzahlungen kam es insbesondere bei den Dividenden der Österreichischen Beteiligungs AG (ÖBAG) und der Verbund AG (‑0,4 Mrd. EUR), den weiteren Transfers der EU (‑0,3 Mrd. EUR) und den Einzahlungen aus Zinsen (‑0,2 Mrd. EUR).