Budgetdienst - Budgetvollzug 20.01.2026

Budgetvollzug Jänner bis November 2025

Überblick

Zwischen Jänner und November 2025 lagen die Aus­zahlungen bei 108,4 Mrd. EUR, die Ein­zahlungen betrugen 96,7 Mrd. EUR. Daraus resultierte ein Netto­finanzierungs­bedarf iHv 11,7 Mrd. EUR. Mehr­aus­zahlungen betrafen unter anderem Pensionen, thermisch-energetische Sanierung, Bundes­personal und Landes­lehr­personal sowie Arbeits­losen­versicherungs­leistungen. Dem­gegenüber reduzierten aus­gelaufene Krisen­maßnahmen und die Abschaffung des Klima­bonus die Gesamt­aus­zahlungen. Bei den Brutto­abgaben gab es Anstiege bei der Lohn­steuer, der Umsatz­steuer und den Kapital­ertrag­steuern. Rück­läufig war vor allem die Körperschaft­steuer.

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Die Au­szahlungen von Jänner bis November 2025 betrugen 108,4 Mrd. EUR und waren damit um 0,3 % höher als im Vor­jahres­zeit­raum. Die Ein­zahlungen waren mit 96,7 Mrd. EUR um 5,0 % höher.

Kurzfassung

Nach der ungünstigen Entwicklung im Monat Oktober 2025 kam es im Monat November 2025 zu einer starken Gegen­bewegung. Während im Monat Oktober 2025 der Netto­finanzierungs­bedarf um 1,2 Mrd. EUR höher war als im Vor­jahres­vergleichs­monat, war er im November 2025 um 1,5 Mrd. EUR geringer. Diese Entwicklung resultierte vor allem aus zeitlichen Verschiebungen beim Abgaben­aufkommen, einer im November ein­gegangenen Einzahlung aus der Aufbau- und Resilienz­fazilität (RRF) und dem Wirksam­werden weiterer Konsolidierungs­maßnahmen.

Für den Zeitraum Jänner bis November 2025 ging der Netto­finanzierungs­bedarf im Vorjahres­vergleich um 4,2 Mrd. EUR auf 11,7 Mrd. EUR zurück und der für das Gesamt­jahr budgetierte Netto­finanzierung­sbedarf dürfte deutlich unter­schritten worden sein.

Die Auszahlungen betrugen von Jänner bis November 2025 insgesamt 108,4 Mrd. EUR, was im Vorjahres­vergleich einem Anstieg um 0,3 Mrd. EUR bzw. 0,3 % entspricht. Zu Mehr­aus­zahlungen per Ende November kam es ins­besondere bei den Pensionen (+2,4 Mrd. EUR), dem Bundes­personal und Landes­lehr­personal (+0,8 Mrd. EUR), den Leistungen aus der Arbeits­losen­versicherung (+0,7 Mrd. EUR) und der thermisch-energetischen Sanierung (+0,5 Mrd. EUR). Rückläufig waren die Aus­zahlungen für Energie­krisen­maßnahmen (‑2,7 Mrd. EUR), den Klima­bonus (‑1,8 Mrd. EUR), COVID‑19-Maßnahmen (‑0,5 Mrd. EUR) und die Finanzierungs­kosten (‑0,5 Mrd. EUR).

Die Einzahlungen beliefen sich von Jänner bis November 2025 auf 96,7 Mrd. EUR und waren um 4,6 Mrd. EUR bzw. 5,0 % höher als im Vor­jahres­zeitraum. Dabei kam es per Ende November ins­besondere im Bereich der Netto­abgaben (+3,0 Mrd. EUR) und bei den Rück­flüssen aus der RRF (+2,1 Mrd. EUR) zu Mehr­ein­zahlungen. Auch die Beiträge zur Arbeits­losen­versicherung (+0,4 Mrd. EUR) und zum Familien­lasten­ausgleichs­fonds (FLAF; +0,2 Mrd. EUR) verzeichneten deutliche Zuwächse. Zu Minder­einzahlungen kam es ins­besondere bei den Dividenden der Österreichischen Beteiligungs AG (ÖBAG) und der Verbund AG (‑0,4 Mrd. EUR), den weiteren Transfers der EU (‑0,3 Mrd. EUR) und den Ein­zahlungen aus Zinsen (‑0,2 Mrd. EUR).

Entwicklung der öffentlichen Abgaben

Nach der schwachen Abgaben­entwicklung im Monat Oktober 2025 erholte sich das Abgaben­aufkommen im November 2025 wieder. In Summe war das Auf­kommen aus Brutto­abgaben im Monat November 2025 um 1,2 Mrd. EUR bzw. 9,9 % höher als im November 2025. Im Monat Oktober 2025 lag das Auf­kommen um 0,2 Mrd. EUR unter dem Vor­jahres­monat. Neben leichten Zuwächsen bei den quartals­weisen Voraus­zahlungen bei der Körper­schaft­steuer und der Veranlagten Ein­kommen­steuer stieg das Umsatz­steuer­aufkommen auf­grund einer zeitlichen Ver­schiebung deutlich an und der Groß­teil der Sonder­zahlung zur Stabilitäts­abgabe ging im November ein. Darüber hinaus verzeichneten die Ein­zahlungen aus Abgaben­guthaben im November einen deutlichen Zuwachs.

Im Zeitraum Jänner bis November 2025 betrug das Auf­kommen aus Brutto­abgaben in Summe 108,8 Mrd. EUR und war damit um 4,9 Mrd. EUR bzw. 4,7 % höher als im Vor­jahres­zeitraum. Die Ab-Überweisungen stiegen um 4,8 % auf 41,3 Mrd. EUR an. Daraus resultierte ein Auf­kommen aus Netto­abgaben iHv 67,5 Mrd. EUR (+4,7 %).

Das Aufkommen aus der Lohn­steuer lag im Zeitraum Jänner bis November 2025 um 1,4 Mrd. EUR bzw. 4,4 % über dem Vor­jahres­auf­kommen, zuletzt ver­langsamte sich die Dynamik aber. Das Umsatz­steuer­auf­kommen erholte sich im November wieder und stieg im Vor­jahres­vergleich um 1,5 Mrd. EUR bzw. 4,2 %. Zu deutlichen Zuwächsen kam es auch bei den Kapital­ertrag­steuern (+1,1 Mrd. EUR) und den Energie­abgaben (+0,8 Mrd. EUR). Rück­läufig war ins­besondere das Körper­schaft­steuer­auf­kommen (‑1,0 Mrd. EUR).