Der Bundeshaushalt verzeichnete 2025 im Finanzierungshaushalt einen Nettofinanzierungssaldo iHv ‑14,4 Mrd. EUR und im Ergebnishaushalt ein vorläufiges Nettoergebnis iHv ‑14,3 Mrd. EUR. Während sich der Nettofinanzierungssaldo im Vorjahresvergleich deutlich verbessert hat (+4,7 Mrd. EUR), hat sich das vorläufige Nettoergebnis leicht verschlechtert (‑0,5 Mrd. EUR). Die abweichenden Veränderungen der beiden Salden im Vorjahresvergleich resultierten insbesondere aus den Verbuchung der Zahlungen im Zusammenhang mit der Aufbau- und Resilienzfazilität und aus der Finanzschuldengebarung. Im Vergleich zum Bundesvoranschlag (BVA) 2025 fielen beide Salden deutlich günstiger aus als budgetiert.
Die Auszahlungen stiegen im Vorjahresvergleich um 0,8 Mrd. EUR bzw. 0,6 % auf 121,5 Mrd. EUR. Dabei kam es insbesondere bei den Pensionen (+2,7 Mrd. EUR), dem Bundespersonal und Landeslehrpersonal (+0,8 Mrd. EUR), den Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (+0,7 Mrd. EUR) und der thermisch-energetischen Sanierung (+0,5 Mrd. EUR) zu Mehrauszahlungen. Auslaufende Krisenmaßnahmen (‑3,4 Mrd. EUR) sowie die umgesetzten Konsolidierungsmaßnahmen und der restriktive Budgetvollzug dämpften die Auszahlungsentwicklung. Der BVA 2025 wurde auszahlungsseitig um 1,8 Mrd. EUR unterschritten. Dies ist vor allem auf geringere Finanzierungskosten und Minderauszahlungen für COVID‑19-Maßnahmen zurückzuführen, denen ein Mehrbedarf bei den Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (+0,3 Mrd. EUR) und der thermisch-energetischen Sanierung (+0,3 Mrd. EUR) gegenübersteht.
Die Einzahlungen stiegen im Vorjahresvergleich um 5,5 Mrd. EUR bzw. 5,4 % auf 107,1 Mrd. EUR. Der Anstieg betraf zu einem großen Teil die öffentlichen Nettoabgaben (+3,7 Mrd. EUR). Diese waren hauptsächlich auf die leichte konjunkturelle Erholung, die umgesetzten Konsolidierungsmaßnahmen und die ausgelaufenen Krisenmaßnahmen zurückzuführen. Weitere wesentliche Mehreinzahlungen betrafen die Einzahlungen aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF; +2,1 Mrd. EUR). Wesentliche Mindereinzahlungen im Jahr 2025 betrafen die Dividenden von der Österreichischen Beteiligungs AG (ÖBAG) und der Verbund AG (‑402 Mio. EUR) und weitere Transfers der EU (‑234 Mio. EUR). Der BVA 2025 wurde bei den Einzahlungen um 2,0 Mrd. EUR überschritten. Dabei fielen die Einzahlungen in der UG 16‑Öffentliche Abgaben um 2,0 Mrd. EUR höher aus als veranschlagt, bei den weiteren Einzahlungen glichen sich die Voranschlagsabweichungen in etwa aus.
Das Nettoergebnis im Ergebnishaushalt beträgt vorläufig ‑14,3 Mrd. EUR und entsprach in etwa dem Nettofinanzierungssaldo, der um 0,1 Mrd. EUR ungünstiger ausfiel. Insbesondere im Ergebnishaushalt können sich noch Änderungen aus den Jahresabschlussbuchungen ergeben, die finalen Werte für 2025 werden mit dem Bundesrechnungsabschluss (BRA) 2025 im Juni 2026 veröffentlicht.