Stellungnahme zu Ministerialentwurf
Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz zur Regelung der Elektrizitätswirtschaft (Elektrizitätswirtschaftsgesetz – ElWG) und ein Bundesgesetz zur Definition des Begriffs der Energiearmut für die statistische Erfassung und für die Bestimmung von Zielgruppen für Unterstützungsmaßnahmen (Energiearmuts-Definitions-Gesetz – EnDG) erlassen werden sowie das Energie-Control-Gesetz geändert wird
Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlamentsdirektion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.
Inhalt
Sehr geehrte Damen und Herren,
Hiermit möchte ich gerne eine Stellungnahme zum Entwurf des neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG), welches seit 12. Jänner 2024 in Begutachtung ist, einbringen.
In dem neuen Gesetz soll das bisherige generelle Ablehnungsrecht für „intelligente Messgeräte“ entfallen. Ich frage mich, warum mir der Staat Österreich in meinem Eigenheim ein sogenanntes intelligentes Strommessgerät aufzwingen will, obwohl ich einen sehr niedrigen Stromverbrauch habe. Ich achte nämlich schon immer auf meinen Stromverbrauch bzw. generell auf meinen Verbrauch von Ressourcen und das geht auch sehr gut ohne Smartmeter!
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir erklären können, was daran nachhaltig sein soll, wenn 800.000 einwandfrei funktionierende Strommessgeräte (nur in Niederösterreich) auf die Müllhalde wandern und mit digitalen Messgeräten ausgetauscht werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit weit nicht so langlebig sind wie die alten Ferrariszähler. Vor allem wenn, wie von Experten berechnet, kein wesentliches Einsparungspotential an verbrauchten Strom durch diese Maßnahme besteht. Ich vermute es handelt sich hier eher um ein lukratives Geschäftsmodell als eine Entlastung für Mutter Erde.
Ich verstehe, wenn jemand gerne einen Smartmeter haben möchte, und würde mich sehr freuen wenn auch Menschen die Zweifel daran haben, respektiert werden und eine Wahlfreiheit haben. Wenn schon unbedingt die sehr langlebigen und genauen Ferrariszähler ausgedient haben sollen, könnte der Stromnetzbetreiber seinen Kunden zumindest die Wahl lassen und ein Messgerät zur Verfügung stellen, welches über keine Datenschnittstelle zur Fernübertragung verfügt und somit keinen zusätzlichen Dauer-Elektrosmog erzeugt.
Wenn Sie es noch nicht wissen, möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass durch die Übertragung der gesammelten Daten über das Stromnetz (PLC Technologie) Frequenzen erzeugt werden, welche sich im gesamten Stromkreis der Wohneinheit als zusätzliche elektrische Strahlung bemerkbar macht. Das lässt sich auch mit der Opt-Out Variante nicht verhindern und ist zudem nicht abschaltbar!
Die Zellen unseres Körpers kommunizieren auch über Frequenzen und ich glaube die Natur hat nicht vorgesehen, dass wir Menschen uns nur noch in Feldern bewegen, wo von außen unzählige stärkere und schwächere „fremde Frequenzen“ auf uns einwirken (ohne Pause). Zumindest möchte ich gerne in meinem privaten Umfeld darauf achten, dass ich nicht pausenlos von diesen künstlichen Frequenzen beschallt werde.
Ich bin nicht paranoid aber was diese unnatürliche Dauerbestrahlung auf lange Sicht mit uns Menschen macht, dass kann kein Mensch wirklich wissen. Ich persönlich möchte einfach die Möglichkeit haben abzuschalten, was bei Smart Meter im Gegensatz zu Handy, Internet, etc. aber nicht möglich ist!
Ich kann den Smartmeter nicht als technischen Fortschritt ansehen im Angesicht der geringen Einsparpotentiale und sonstigen für mich unwesentlichen Vorteile (als kleiner Stromverbraucher ohne eigene Stromerzeugung).
Es wäre sehr schön, wenn ich als Souverän dieses Staates (somit auch der Stromagenturen – die sich ja im Hauptbesitz der Bundesrepublik Österreich befinden) noch ein Mitbestimmungsrecht habe, was in meinen eigenen vier Wänden direkt auf mich einwirkt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie in der Rolle des Gesetzgebers Ihrer Verantwortung für mich als Mensch Sorge tragen und sich dafür einsetzen, dass es eine echte Wahlfreiheit zu diesem Thema gibt.
Mit freundlichen Grüßen
Mathias Scheutz