MTD-Gesetz 2024 – MTDG (97/SN-343/ME)

Stellungnahme zu Ministerialentwurf

Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz über die gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufe (MTD-Gesetz 2024 – MTDG)

Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlaments­direktion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,
die im Gesetzesentwurf dargestellte Neue Anordnung/Zuweisung zur Physiotherapie ist aus meiner Sicht im beruflichem Alltag keinesfalls zu bewältigen.
Wenn ich als Physiotherapeut bei jeder Änderung der Therapie, den Überweiser/Arzt/Ärztin kontaktieren muss, führt dies zwangsläufig zu Problemen.
• Im Regelfall ist der Arzt / die Ärztin telefonisch nicht erreichbar
• Änderungen im Behandlungsplan (in der Technik) sind oft spontan und ergeben sich zwangsläufig aus dem Therapieverlauf. Auf Email Antwort zu warten – wird in der Praxis nicht möglich sein
• Unsere überlastete Ärzteschaft, werden diese zusätzlichen
E-Mails / Telefonanrufe tierisch nerven… (sorry für den Ausdruck)
Es wird sich um hunderte Anrufe pro Woche/pro Arzt handeln
• Kontakt über E-Mail wäre zudem nicht DSGVO konform
• Warum soll eine seit Jahren bestens gelebte Praxis plötzlich verändert werden? Die gelebte Praxis der Eigenverantwortung der Physiotherapeuten/innen funktioniert bestens und reibungslos.

Ich rate daher dringend im Sinne von ..never change a winnig praxis …. von einer Neuordnung der Zuweisungspraxis im MTDG ab.
Mit freundlichen Grüßen aus Bregenz
Martin Steiner

Stellungnahme von

Medizinisches Institut Kreispunkt Physiotherapie

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