Stellungnahme zu Ministerialentwurf
Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz über die gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufe (MTD-Gesetz 2024 – MTDG)
Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlamentsdirektion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.
Inhalt
Sehr geehrte Damen und Herren,
die im Gesetzesentwurf dargestellte Neue Anordnung/Zuweisung zur Physiotherapie ist aus meiner Sicht im beruflichem Alltag keinesfalls zu bewältigen.
Wenn ich als Physiotherapeut bei jeder Änderung der Therapie, den Überweiser/Arzt/Ärztin kontaktieren muss, führt dies zwangsläufig zu Problemen.
• Im Regelfall ist der Arzt / die Ärztin telefonisch nicht erreichbar
• Änderungen im Behandlungsplan (in der Technik) sind oft spontan und ergeben sich zwangsläufig aus dem Therapieverlauf. Auf Email Antwort zu warten – wird in der Praxis nicht möglich sein
• Unsere überlastete Ärzteschaft, werden diese zusätzlichen
E-Mails / Telefonanrufe tierisch nerven… (sorry für den Ausdruck)
Es wird sich um hunderte Anrufe pro Woche/pro Arzt handeln
• Kontakt über E-Mail wäre zudem nicht DSGVO konform
• Warum soll eine seit Jahren bestens gelebte Praxis plötzlich verändert werden? Die gelebte Praxis der Eigenverantwortung der Physiotherapeuten/innen funktioniert bestens und reibungslos.
Ich rate daher dringend im Sinne von ..never change a winnig praxis …. von einer Neuordnung der Zuweisungspraxis im MTDG ab.
Mit freundlichen Grüßen aus Bregenz
Martin Steiner