Staatsschutz- und Nachrichtendienst-Gesetz, Sicherheitspolizeigesetz, Telekommunikationsgesetz 2021, u.a., Änderung (62/SN-8/ME)

Stellungnahme zu Ministerialentwurf

Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem das Staatsschutz- und Nachrichtendienst-Gesetz, das Sicherheitspolizeigesetz, das Telekommunikationsgesetz 2021, das Bundesverwaltungsgerichtsgesetz und das Richter- und Staatsanwaltschaftsdienstgesetz geändert werden

Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlaments­direktion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Inhalt

Die wesentlichen Eckpunkte der ISPA Stellungnahme sind:

• Technische Durchsetzbarkeit der rechtlichen Vorgaben
• Fehlende Kontrolle über die eingesetzte Überwachungssoftware
• Durch den Einsatz eines Trojaners kommt der Staat in einen Interessenkonflikt
• Unklare Mitwirkungspflicht der Telekommunikationsbetreiber
• Erleichterter Zugriff auf Inhaltsdaten und mögliche unbegrenzte Ausleitung von Internetdatenverkehr
• Erweiterung technischer Überwachungsmaßnahmen durch IMSI- und WLAN-Catcher
• Potenzielle Einführung einer Vorratsdatenspeicherung
• Wertungswiderspruch durch Backup-Überwachung
• Streichung der Überwachung von M2M-Kommunikation
• Rechtlich Nachrichtenüberwachung – faktisch eine Online Durchsuchung
• Ausweitung der Überwachung – Von der Strafverfolgung zur Gefahrenabwehr
• Begleitende Kontrolle durch den Rechtsschutzbeauftragten
• Neu eingeführte Berichtspflicht nach § 17 Abs 3a SNG
• Unzureichender Schutz von Berufsgeheimnisträger:innen