BundesratStenographisches Protokoll796. Sitzung / Seite 42

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ration mit den Vereinen, mit den Musikschulen, Sportvereinen, Kulturinitiativen ist da ein ganz wesentlicher Bestandteil. Wir dürfen, wie ich meine, im Interesse der Kinder, der Schüler und Schülerinnen gar nicht auf diese Vielfalt der Möglichkeiten verzichten.

Was tun wir von den Rahmenbedingungen her? – Wichtig scheint mir die Qualifikation der Personen, die zum Beispiel im Kunst- und Kulturbereich arbeiten, die in den Sport­vereinen arbeiten, zu sein. Wir haben schon berufsbegleitende Lehrgänge an den Pä­dagogischen Hochschulen im Angebot zum Freizeitpädagogen, sodass die Aufgabe dann auch direkt an den Schulen wahrgenommen werden kann. Wichtig wird natürlich auch die Finanzierung sein. Da werden die Schulerhalter im Wege der Anschubfinan­zierung, Artikel-15a-Verträge, die wir jetzt gerade dabei sind zu verhandeln, auch Mittel des Bundes zur Verfügung gestellt bekommen.

 


Vizepräsident Mag. Harald Himmer: Wird eine Zusatzfrage gewünscht? – Bitte.

 


Bundesrat Günther Köberl (ÖVP, Steiermark): Als einer, der aus einer Gemeinde kommt, wo es schon solch ein Ganztagsangebot gibt, frage ich: Was bedeutet dieser Ausbau für schon derzeit bestehende Betreuungseinrichtungen von Gemeinden?

 


Vizepräsident Mag. Harald Himmer: Bitte, Frau Bundesminister.

 


Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied: Das ist ein sehr guter Punkt, weil wir natürlich zusätzliche Tagesbetreuungsplätze haben wol­len. Aber selbstverständlich sind in dieser Anschubfinanzierung, das wird dann über die einzelnen Bundesländer abgewickelt werden, natürlich auch Refundierungskosten, was das Personal betrifft, für den einen Teil enthalten. Was also zum Beispiel ver­schränkte Formen betrifft, Lehrereinsatz, habe ich im Bundesbudget entsprechend vor­gesorgt. Freizeitpersonal wird dann über die Schulerhalter finanziert werden.

Ich möchte auf einen Punkt besonders hinweisen, der uns, glaube ich, auch noch be­schäftigen wird, der auch gestern am Abend bei einer Diskussion zur Sprache gekom­men ist. Wir wollen ja das Ganze im Wege einer angebotsorientierten Bildungspolitik organisieren, das heißt, nicht Ganztagsschule an jedem Schulstandort, sondern – wir haben das gemeinsam so formuliert – das Angebot für die Eltern, das in Anspruch zu nehmen.

Da müssen wir uns aber – ich weiß, dass das eine heikle Diskussion ist – auch über das Thema Sprengel unterhalten, denn Wahlfreiheit für die Eltern heißt, dass ich wäh­len kann. Dann muss ich aber auch zwischen einzelnen Standorten wählen können, aber nicht, gibt es Nachmittagsbetreuung, ja oder nein. Das wäre mir dann zu wenig des Angebots und würde nicht meinem Verständnis einer angebotsorientierten Bil­dungspolitik entsprechen.

Wir haben das Thema nicht in Wien, weil ja Wien quasi ein Schulsprengel ist, aber selbstverständlich und insbesondere im ländlichen Raum. Darüber müssen wir, wie ich meine, wirklich noch intensive Gespräche führen.

 


Vizepräsident Mag. Harald Himmer: Weitere Zusatzfrage? – Bitte, Frau Bundesrätin Posch-Gruska.

 


Bundesrätin Inge Posch-Gruska (SPÖ, Burgenland): Sehr geehrte Frau Ministerin! Bevor ich Ihnen die Zusatzfrage stelle, möchte ich mich wirklich für diese vielen innova­tiven Projekte bedanken, die an unseren Schulen für unsere Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden. Es war jetzt wirklich absolut toll, Ihnen zuzuhören und zu hören, was alles geschieht.

Ich würde gerne wissen – einen Teil haben Sie schon beantwortet –: Welche Neue­rungen gibt es im Freizeitteil der schulischen Tagesbetreuung? Einen Teil haben Sie schon erwähnt, aber vielleicht gibt es noch etwas.

 


Vizepräsident Mag. Harald Himmer: Bitte, Frau Bundesminister.

 


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