Das ist ein klares Signal der deutschen Bundesregierung. Es ist ein klares Signal eines europäischen Staates, ein Waffenembargo durchzuführen.
Laut EU-Rüstungsbericht gibt es Ausfuhren im Wert von 118 Millionen € nach Russland, und es ist ja nicht so – und der Herr Cap macht sich da vollkommen zu Unrecht lustig über diese Situation –, dass 118 Millionen € für den europäischen Markt nichts wären; Deutschland kommt eben auf rund 40 Millionen €. Aber mir ist schon klar, warum der Herr Kollege Cap so vehement dagegen ist: weil Frankreich und seine Kollegen und Kolleginnen in Frankreich so sehr abhängig gemacht wurden von der Rüstungsindustrie, weil sie eine Volkswirtschaft führen müssen, die von Arbeitsplätzen in der Rüstungsindustrie lebt, die Ihnen anscheinend näher ist als die Entwicklung in der Ukraine. Man muss schon auch darüber diskutieren, wie denn Volkswirtschaften tatsächlich noch in diesen Zeiten funktionieren können und ob die Rüstungsindustrie tatsächlich das richtige Mittel ist, um Arbeitsplätze zu sichern.
Deshalb auch dieser Entschließungsantrag. Er ist nämlich ein klares Zeichen gegen Gewaltanwendungen, gegen Tote, gegen prorussische Separatisten, die sich sozusagen einkerkern, die OSZE-Beobachter als Kriegsgefangene festhalten; für sie ist Kriegszustand in der Ostukraine. Wir haben hier ganz klar zu reagieren.
Deshalb folgender Antrag:
Entschließungsantrag
der Abgeordneten Windbüchler-Souschill, Freundinnen und Freunde betreffend Einsatz für ein europäisches Waffenembargo gegenüber der Russischen Föderation
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Der Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres wird aufgefordert, sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln in bilateralen Gesprächen sowie im Rahmen der Europäischen Union, Vereinten Nationen, Europarat und Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit für ein gesamt-europäisches Waffenembargo gegenüber Russland einzusetzen.“
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(Beifall bei den Grünen.)
17.51
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Der soeben eingebrachte Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung.
Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:
Entschließungsantrag
der Abgeordneten Tanja Windbüchler-Souschill, Freundinnen und Freunde
betreffend Einsatz für ein europäisches Waffenembargo gegenüber der Russischen Föderation
eingebracht im Zuge der Debatte des Berichts des Außenpolitischen Ausschusses über den Antrag 173/A(E) der Abgeordneten Dr. Reinhold Lopatka, Dr. Josef Cap, Tanja Windbüchler-Souschill, Mag. Christoph Vavrik, Dr. Jessi Lintl, Kolleginnen und Kollegen betreffend Einsatz für demokratische Entwicklung in der Ukraine (110 d.B.)
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