Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll183. Sitzung / Seite 151

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als Ministerium mit den jeweiligen Landestourismusorganisationen und der Öster­reich Werbung partnerschaftlich agieren. Auf gar keinen Fall wollen wir der jeweiligen Region erklären, wie sie ihr touristisches Angebot gestalten und entwickeln soll. Das ist Sache der Region und der Unternehmerinnen und der Unternehmer vor Ort. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)

14.20


Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Doppler. – Bitte, Herr Abgeordneter.

 


14.20.54

Abgeordneter Rupert Doppler (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Es geht um den Tourismusbericht. Vom Tourismus lebt die ganze Wirtschaft.

Österreich ist ein sehr beliebtes Urlaubsland. Das ist gut so, und so soll es auch bleiben. Der Tourismus ist für Österreich ein Beschäftigungsmotor, nicht nur in den Städten mit dem Städtetourismus, der außerdem die Statistik verschönert; der Touris­mus ist auch ein ganz wichtiger Faktor zur Stärkung des ländlichen Raumes.

Und daher, meine sehr geehrten Damen und Herren, versteht niemand – aber wirklich niemand! –, warum die Belastungen immer größer werden. Auch wenn du, lieber Peter Haubner, sagst, Österreich ist weltmeisterlich: Ich glaube, du spielst auf Dominic Thiem an, ja, herzliche Gratulation, aber Österreich ist natürlich auch weltmeisterlich, was die Belastungen für die Tourismusbetriebe betrifft. Die Erhöhung der Steuer auf die Näch­tigungen ist untragbar, meine sehr geehrten Damen und Herren, die gehört dringend wieder gesenkt!

Die Verlängerung bei der Abschreibung, die Allergenverordnung, die Einführung der Registrierkassenpflicht, das Rauchverbot: Das alles sind enorme Belastungen für die Hotellerie, für die Gastronomie, für unsere Tourismusbetriebe. Der Wirt, die Wirtin können Tag und Nacht arbeiten, trotzdem bleibt nichts übrig.

Ja, es stimmt – ich glaube, Kollege Obernosterer hat es angesprochen –: Unsere Touris­musbetriebe, die Hotellerie, die Gastronomie leisten Großartiges. Das Personal dort leistet Großartiges, aber die Tatsachen zeigen: Es ist auch so, dass diese Belas­tungen in Zukunft nicht weiter tragbar sind. – Danke schön. (Beifall der Abgeord­neten Kumpitsch, Dietrich und Gerhard Schmid.)

14.22


Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter Mag. Hanger gelangt nun zu Wort. – Bitte, Herr Abgeordneter.

 


14.22.42

Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Wir debattieren den Tourismusbericht 2016. Persönlich glaube ich, dass es dafür eine differenzierte Sicht der Dinge braucht.

Schauen wir die Faktenlage an, die ist tatsächlich beeindruckend, gar keine Frage: 141 Millionen Nächtigungen, wiederum ein neuer Nächtigungsrekord; 41,5 Millionen Gäste; Umsätze 4 Prozent nominell, 1,7 Prozent real gewachsen; 2,6 Prozent Wachs­tum bei den Beschäftigten; über 200 000 Beschäftigte durchschnittlich in der Touris­musbranche. Ganz besonders stark sind auch die Investitionen gestiegen. Ich glaube, das ist der stärkste Indikator.

Wenn Betriebe investieren, dann glauben sie an die Zukunft. Das ist sehr erfreulich, aber ganz klar ist auch: Wir müssen an den Rahmenbedingungen arbeiten. Zwei Dinge


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