Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll89. Sitzung, 25. und 26. September 2019 / Seite 227

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Wer sich für diesen Entschließungsantrag ausspricht, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit, abgelehnt.

Wir gelangen zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr.in Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Prüfung des legistischen An­passungsbedarfs durch Beschlussfassungen vom 19.9. 2019 in den Bereichen Lang­zeitversicherte und Schwerarbeiter“. – Das ist mit Mehrheit so angenommen. (E 129)

19.07.237. Punkt

Antrag der Abgeordneten Mag. Michaela Steinacker, Mag. Harald Stefan, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend Reform des Kindesunterhaltsrechts (989/A)(E)


Präsidentin Doris Bures: Damit gelangen wir zum 7. Punkt der heutigen Tagesord­nung.

Hinsichtlich dieses Antrages wurde dem Justizausschuss eine Frist zur Berichterstat­tung bis 24. September 2019 gesetzt.

Ein Wunsch auf eine mündliche Berichterstattung liegt mir nicht vor.

Damit erteile ich Frau Abgeordneter Dr.in Juliane Bogner-Strauß das Wort. – Bitte.


19.08.04

Abgeordnete Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsiden­tin! Werte Mitglieder der Regierung! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Familien und Kinder verdienen unsere besondere Unterstützung, und dafür stehen wir als Familienpartei. Politik darf nicht auf dem Rücken unserer Kinder und Enkelkinder ausgetragen werden. Unsere Aufgabe ist es daher, bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit wir Politik für unsere Kinder machen.

Eines aber ist gewiss: Wir dürfen die Lebensrealitäten nicht außer Acht lassen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Diese haben sich in den letzten Jahrzehnten in Ös­terreich stark verändert, und darauf muss die Politik reagieren. Beziehungen gehen auseinander, tragische Vorkommnisse zerstören Familien, 43 Prozent der Ehen wer­den geschieden, und laut Statistik Österreich aus dem Jahr 2017 gibt es 256 000 Al­leinerziehendenhaushalte. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)

Eines muss klar sein: Die Kinder dürfen da nicht die Leidtragenden sein. Und genau diesen veränderten Lebensrealitäten tragen wir als neue Volkspartei Rechnung. Wir haben uns im letzten Regierungsprogramm klar dazu bekannt, die Reform des Kinder­unterhaltsrechts zu verankern, und wir haben sie bereits auf einen guten Weg ge­bracht. Eine Gruppe von Experten und Expertinnen aus dem Bundeskanzleramt und aus dem Justizministerium hat sich zusammengesetzt und die Grundzüge dieser Re­form erarbeitet.

Genau da, meine sehr geehrten Damen und Herren, müssen wir weitermachen und ansetzen, denn wir benötigen ganz, ganz dringend eine Modernisierung des Kinderun­terhaltsrechts und eine Optimierung von Gerichts- und Verwaltungsprozessen. (Beifall bei der ÖVP.) Nur so können wir Synergieeffekte nutzen und sicherstellen, dass Kinder in Österreich rasch und unkompliziert den Unterhalt bekommen.

Das Unterhaltsrecht ist veraltet und komplex. Was es da braucht, sind vielfältige Maß­nahmen und vielfältige Lösungsansätze. Eltern, die sich nach einer Trennung oder Scheidung zum Beispiel einvernehmlich über den Kindesunterhalt einigen, sollen in Zu­kunft Erleichterungen erfahren. Es geht um das Schließen von Unterhaltsvereinba­rungen, und das soll auf elektronischem Wege möglich sein. Außerdem, und das wis­sen viele Alleinerziehende ganz genau, braucht es viel schnellere Unterhaltsverfahren.


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