Die Kunst- und Kulturbranche ist von der Coronapandemie, auch das wurde heute schon erwähnt, besonders hart getroffen, aber auch da konnten zahlreiche direkte und indirekte Unterstützungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden.
Die Steigerung um 30 Millionen Euro im Budget ist umso erfreulicher, als die Coronahilfsmaßnahmen davon unabhängig veranschlagt sind. Das größte Budgetplus im Kunst- und Kulturbereich seit Jahrzehnten ermöglicht, langjährige Baustellen im Kulturbereich aufzuarbeiten, auf neue Beine zu stellen, aber auch starke neue Akzente für das zeitgenössische Kunst- und Kulturschaffen zu setzen.
Konkret sieht das Budget 2021 folgende Schwerpunkte vor: plus 8 Millionen Euro für Sanierungen, Sonderprojekte und Internationalisierungen – auch das wurde heute bereits erwähnt –; zusätzlich zu den bereits vorgesehenen 12 Millionen Euro 1 Million Euro für die Generalsanierung des Volkstheaters in Wien, was mich als begeisterte Theaterbesucherin ganz besonders freut; weitere Mittel für die Generalsanierung der Festspielhäuser in Salzburg und Bregenz werden zur Verfügung gestellt; und Maßnahmen werden entwickelt, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Kulturbereich führen sollen.
Ich danke allen Verantwortlichen für das Engagement, den Kunst- und Kulturbetrieb in Österreich auch finanziell abzusichern. Die Coronakrise stellt, wie bereits erwähnt, auch für Kunst- und Kulturschaffende eine große Belastung dar, ich hoffe aber, dass wir auch in diesem Bereich im kommenden Jahr wieder in Richtung Normalität gehen können. Sicher bin ich mir aber, dass auch eine Pandemie wie diese nichts an der Kreativität der heimischen Künstlerinnen und Künstler ändert, und freue mich schon jetzt auf vielfältige Beiträge im Bereich Kunst und Kultur im Jahr 2021. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
20.34
Präsident Ing. Norbert Hofer: Mir liegen dazu keine Wortmeldungen mehr vor. Die Beratungen zu diesem Themenbereich sind somit beendet.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Wir gelangen jetzt zur Untergliederung 12: Äußeres.
Ich bedanke mich bei der Frau Staatssekretärin und begrüße den Herrn Außenminister.
Zu Wort gelangt nun Petra Bayr. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Abgeordnete Petra Bayr, MA MLS (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Stellen Sie sich vor, wir schreiben das Jahr 2016, der Außenminister heißt Sebastian Kurz, das Budget der ADA liegt bei genanten 77 Millionen Euro pro Jahr und der Außenminister verspricht eine Verdoppelung des ADA-Budgets bis zum Jahre 2021, also bis zum jetzt vorliegenden Budget. Das hieße dann eine Erhöhung um 17,5 Millionen Euro jedes Jahr.
Das ist nicht so gekommen, nicht ansatzweise. Es ist fein, dass es auch heuer eine Erhöhung gibt, aber wenn man das Versprechen des Herrn – mittlerweile Bundeskanzler – Kurz mit dem gegenrechnet, was wir real haben, dann fehlen in dieser Zeitspanne über 90 Millionen Euro. Das sind 90 Millionen Euro, mit denen man zum Beispiel in ziemlich vielen Dörfern fließendes Wasser hätte einleiten können und vor allem Frauen und Mädchen von der körperlich sehr schweren Arbeit des Wasserholens hätte entlasten können; eine Arbeit, die ganz oft mit sexuellen Übergriffen, die irgendwo auf dem Weg zwischen der Quelle und dem Dorf, wo sie leben, passieren, einhergeht. Das hätte
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite