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Crowdsourcing

Crowdsourcing stellt eine Möglichkeit für BürgerInnen dar, sich auf interaktive Weise an der Lösung aktueller Fragen zu beteiligen.

Was ist Crowdsourcing?

Unterpunkte anzeigen Wo wird Crowdsourcing eingesetzt?

Crowdsourcing wird im staatlichen Bereich vorrangig auf lokaler und regionaler Ebene, häufig in mittelgroßen bis großen Städten, eingesetzt. Es dominieren Projekte, in denen es um konkrete Ideen- und Lösungsfindung geht. Derartige Projekte in Österreich gab und gibt es etwa in FeldkirchLinz und Wien. Auf gesamtstaatlicher Ebene wird Crowdsourcing vor allem im Verwaltungsbereich eingesetzt. In Österreich führte das Bundesministerium für Finanzen ein Crowdsourcing-Projekt zur Ideen- und Lösungsfindung für den Service im Bereich der Finanzverwaltung durch.

In Europa kommt Projekten in Barcelona, Madrid und Reykjavik besondere Bedeutung zu.

Die Bundesregierung hat zur Digital Roadmap und der Bundesrat zu Fragen der Gesetzgebung und Demokratie im Kontext von Digitalisierung öffentliche Online-Konsultationen durchgeführt, die Elemente von Crowdsourcing umfassten. Im Rahmen einer Kooperation des GovLab Austria/BKA und der Interessensvertretung Gemeinnütziger Organisationen wird ein Projekt „Transparenz und Partizipation im Rechtssetzungsprozess“ durchgeführt.

Crowdsourcing-Beispiele in Österreich / PDF, 362 KB

Sobald ein Crowdsourcing-Projekt des Parlaments online geht, werden Sie zeitnahe darauf aufmerksam gemacht.

Unterpunkte anzeigen Crowdsourcing im parlamentarischen Kontext

In Parlamenten beziehungsweise im Gesetzgebungsprozess kommt Crowdsourcing (mit IT-Unter­stützung) noch selten zum Einsatz. Herausragende Beispiele sind Brasilien oder Taiwan. In Frankreich gibt es eine Initiative von Abgeordneten gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen, die zur Erarbeitung von Anträgen eingesetzt wird.

Crowdsourcing im Kontext des Parlaments ist eine Form politischer Partizipation und Förderung politischen Engagements. Die Erwartungen an neue Partizipationsprozesse im parlamentarischen Bereich können sehr hoch sein. Das betrifft unter anderem den besonderen Stellenwert, den das Parlament als Institution im politischen System beansprucht.

Das österreichische Parlament startete am 26. Oktober 2018 erstmals mit einem Crowdsourcing-Projekt auf bundespolitischer Ebene und nimmt damit EU-weit eine Pionierrolle ein! BürgerInnen waren gefragt, Ihre Ideen und Vorschläge zur Gestaltung des neuen Besucherzentrums im his­to­rischen Parlamentsgebäude einzubringen. 3.468 UserInnen haben mit 227 Vorschlägen auf der Crowdsourcing-Plattform zu insgesamt sechs Erkenntnissen für Analyse und Entscheidung beige­tragen.

Unterpunkte anzeigen Auftrag an das Parlament

Die Crowdsourcing-Plattform des österreichischen Parlaments basiert auf den Ergebnissen einer Enquete-Kommission zum Thema Stärkung der Demokratie in Österreich. Daraus ging 2017 ein Entschließungsantrag aller Parlamentsparteien (200/E, XXV. GP) hervor. In der Antragsbegründung (1622 d. B., XXV. GP) wird näher ausgeführt, dass „bedeutsame Vorhaben“ einem „Crowd­sourcing nach dem finnischen Modell unterworfen werden“ sollen. In einem Abänderungsantrag wird weiter dazu ausgeführt, dass Crowdsourcing zunächst als „Pilotprojekt“ erfolgen soll. Dafür soll das Parlament „eine Plattform für den Kommunikations- und Informationsaustausch“ anbieten.

Laufende Crowdsourcing-Projekte

Unterpunkte anzeigen Zukunft des Ehrenamts

Österreich ist mit seinem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement Vorreiter in Europa. Das Parlament würdigt in diesem Schwerpunktjahr zum Thema Ehrenamt namens aller Bürgerinnen und Bürger dieses Engagement. "Nach der COVID-19-Pandemie ist es Aufgabe und Herausforderung der Politik, die Menschen zu motivieren, ihr ehrenamtliches Engagement wieder aufzunehmen. Wir müssen das Bewusstsein dafür stärken, dass das Ehren­amt für unsere Gesellschaft etwas Unverzichtbares ist. Es zeichnet einen Menschen aus, eine Arbeit aus einer Haltung heraus zu machen und für andere da zu sein", erklärt Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. Dazu seien entsprechende Impulse notwendig.

Aus diesem Grund hat das Parlament ein Crowdsourcing-Projekt gestartet. Dessen Ergebnisse werden in den politischen Entscheidungsprozess einfließen. Auf der digitalen Plattform
crowdsourcing-oesterreich.gv.at können Ehrenamtliche aktiv mithelfen, durch Vorschläge und Ideen Rahmenbedingungen zu verbessern, die die Tätigkeit der Freiwilligen auch für die Zukunft sichern. Alle ehrenamtlich engagierten Menschen in Österreich sind eingeladen, Stellung zu beziehen: "War Corona eine Zäsur? Ergeben sich daraus Chancen? Was sind Vorschläge für eine gute Zukunft für das Ehrenamt. Welche Erfahrungen aus den letzten Monaten können mitgenommen werden, um freiwilliges Engagement auf eine feste zukunftsfitte Basis zu stellen?"

Abgeschlossene Crowdsourcing-Projekte

Unterpunkte anzeigen Einladung zum Jugend-Videobewerb "Zukunft.Jugend.Europa"; 04/2021

Du machst Dir Gedanken über die Zukunft von Europas Jugend, hast Ideen oder Vorschläge, zu denen Du Dich gerne mit anderen aus­tauschen oder über die Du mit PolitikerInnen diskutieren möchtest? Deinen Beitrag willst Du im Parlament präsentieren und fändest es toll, wenn Deine Vor­schläge auf EU-Ebene Gehör finden würden? Hier bist du genau richtig!

Der Präsident des Bundesrates Christian Buchmann und die Bundes­jugend­vertretung laden Dich ein, Deine Ideen, Wünsche, Anregungen, Sorgen oder Deine Kritik in Form eines Videobeitrags bis 18. Mai 2021 auf die Crowdsourcing-Plattform der Republik Österreich hochzuladen. Dort kannst Du Dich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus ganz Österreich austauschen, deren Beiträge liken und weiteres.

Im Parlament in der Hofburg diskutieren die nominierten TeilnehmerInnen am Dienstag, 25. Mai 2021 mit dem Präsidenten des Bundesrates Christian Buchmann, dem Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich Martin Selmayr, Europaministerin Karoline Edtstadler und BundesrätInnen im Rahmen der Veranstaltung "Zukunft. Jugend. Europa." über die Zukunft von Europas Jugend.

Parlamentskorrespondenz zum Thema:

Unterpunkte anzeigen Erweiterung des Open-Data-Angebots; 04/2021

Im Zusammenhang mit dem für 2022 geplanten Webrelaunch des Parlaments soll das Open-Data-Angebot erweitert werden. Dazu bat die Parlaments­direktion im April 2021 um die Einbringung von Ideen. In einem mehrstufigen Crowdsourcing-Prozess wurde erhoben, wie zufrieden NutzerInnen mit dem bestehenden Open-Data-Angebot sind und welche Ideen und Erfordernisse diese haben, um die ver­füg­bar­en Daten in Zukunft besser nutzen zu können.

Am 6. Mai wurden im Rahmen der virtuellen Diskussionsveranstaltung "Offenes Parlament - Offene Daten" die Ergebnisse aus der Beteiligungs­phase sowie die nächsten Schritte bis zur Umsetzung präsentiert.

Parlamentskorrespondenz und Ergebnisdokumentation zum Thema:

Unterpunkte anzeigen Demokratiebildung; 06/2019

Im Zeitraum vom 6. Mai bis zum 14. Juni 2019 haben rund 850 Personen Ihre Vorstellungen, Ideen und Wünsche zum Thema Demokratiebildung in einem Crowdsourcing-Prozess eingebracht. Die 134 abgegebenen Antworten wurden zu Kernaussagen zusammengefasst und daraus neun Erkenntnisse gewonnen.

"Die Digitalisierung erfordert zeitgemäße Konzepte zur Beteiligung der Menschen an politischen Themen", betont Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. "Fortschritt bedeutet nicht nur moderne technische Konzepte, sondern vor allem auch die Weiterentwicklung der Demokratisierung der Gesellschaft."

Im Rahmen des Projekts diskutierten verschiedene InteressensvertreterInnen, politische Entscheidungs­trägerInnen sowie Experten und Expertinnen in Work­shops, sogenannten Clustergruppen, über Erwartungen und Verständnis von Abläufen in unserer Demokratie, in unserem Parlament.

Interessierte konnten bis 14. Juni 2019 an dem Diskussionsprozess teilnehmen.

Parlamentskorrespondenz zum Thema:

Unterpunkte anzeigen Neues Besucherzentrum im historischen Parlamentsgebäude; 11/2018

MITREDEN! Dazu hat das österreichische Parlament die Bevölkerung eingelden. Es ging darum mitzuentscheiden, welche Ausstattung in den Bereichen Service und Infotainment das neue Besucherzentrum im historischen Parlamentsgebäude am Wiener Ring erhalten soll. Startschuss für dieses neue Modell der Bürgerbeteiligung war der Nationalfeiertag am 26. Oktober 2018, an dem das Parlament seinen Tag der offenen Tür beging.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka: „Ich stehe für ein offenes Parlament, das für die Menschen unseres Landes erleb- und greifbar ist. Die Renovierung des historischen Parlamentsgebäudes bietet die einmalige Chance, ein neues und modernes Besucherzentrum zu erschaffen. Ich lade alle Österreicherinnen und Österreicher ein, sich daran zu beteiligen, damit wir das Parlament als Sinnbild der Demokratie gemeinsam zu einem neuen Zuschauermagneten machen.“

Erstmals wurde auf bundespolitischer Ebene die Öffentlichkeit eingeladen, mittels Crowdsourcing ihre Ideen und Vorschlägen aktiv einzubringen.

Die Frage lautete:

„Was soll das neu gestaltete Besucherzentrum unseres Parlaments bieten, damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ihr Parlament, seine Arbeitsabläufe und Räumlichkeiten kennenlernen können und wollen?“

Interessierte konnten ihre Ideen bis 30. November 2018 einbringen.

 

Grundlage dieses Projektes ist ein Entschließungsantrag aus dem Jahr 2017, der auf die stärkere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger an Entscheidungen, u.a. durch die Möglichkeit des Crowdsourcing abzielt.

Parlamentskorrespondenz zum Thema: