Es begann mit einer Bank, die Pleite ging. Dann streikten die Eisenbahn-Angestellten und am Ende gab es kein Parlament mehr: Die Ausschaltung des Parlaments jährt sich dieses Jahr zum 93. Mal.
Aber vom Anfang an: Die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre hatte die Erste Republik fest im Griff: Die Rettung der größten österreichischen Bank führte zu einer Budgetkrise, die Regierung von Engelbert Dollfuß war massiv unter Druck. Anfang März 1933 hatten die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner gestreikt, weil ihre Löhne nur noch in Raten ausgezahlt werden sollten. Die Regierung verhängte gegen die Streikenden daraufhin Sanktionen.
Knapp 600.000 Menschen waren zu dieser Zeit in Österreich arbeitslos.