News 07.03.2024, 13:13

Diskussionen, Interviews und Literatur zum Weltfrauentag im Parlament

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. An diesem Tag wird auf die Ungleichstellung von Frauen in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt aufmerksam gemacht sowie an den Kampf um die politischen Rechte der Frauen erinnert.

Während das Parlament das ganze Jahr über mit Angeboten wie der "Parlamentarismus und Frauen"-Führung aufwartet, gibt es rund um den Internationalen Frauentag besondere Veranstaltungen.

Expert:innen sprachen sich bei der Veranstaltung "Frauen und KI – Diskriminierungsfalle oder feministischer Aufschwung" für eine stärkere Einbeziehung von Frauen in KI-Entwicklungen aus.

Podiumsdiskussionen und Keynotes zum Weltfrauentag

Bereits am Vortag des Internationalen Frauentags – am 7. März – fand auf Einladung von Zweiter Nationalratspräsidentin Doris Bures die Veranstaltung "Frauen und KI – Diskriminierungsfalle oder feministischer Aufschwung" statt. Neben Keynotes von Geschlechterforscherin Sabine Theresia Köszegi und Autorin Ingrid Brodnig gab es eine Podiumsdiskussion mit KI-Expert:innen und einen Robotertanz. Dabei warnten die Expert:innen vor diskriminierenden Algorithmen und forderten eine stärkere Einbeziehung von Frauen in KI-Entwicklungen. Jetzt sei die Zeit, wo man mitbestimmen könne, in welcher Form KI die Welt verändern werde, hielt auch Bures in Anlehnung an ein Zitat von Mira Murati, der Frau hinter ChatGPT, fest.

Am 8. März rückte Bundesratspräsidentin Margit Göll bei der Veranstaltung "Frauen sind Mutmacherinnen" die Bedeutung des Engagements von Frauen in Gemeinden ins Zentrum. Nach Grußworten von Frauenministerin Susanne Raab und einer Keynote der Journalistin Sabine Kronberger fanden zwei Podiumsdiskussionen statt. Die Veranstaltung wurde von Corinna Milborn moderiert und live in der Mediathek des Parlaments gestreamt.

Buchtipps von der Parlaments­bibliothek

Zum Weltfrauentag hat die  Parlamentsbibliothek einige Tipps rund um die Themen "Frauen & Finanzen" und "Frauenförderung" zusammengestellt. Ein besonderer Fokus der Bücherauswahl liegt auf Gender-Budgeting. Darunter versteht man, dass bei den Budgets von Bund, Ländern und Gemeinden die Lebensrealitäten von Frauen und Männern mitgedacht werden.

Die Tipps der Parlamentsbibliothek zum Internationalen Frauentag können entleht oder sofort gelesen werden – die Bibliothek hat von Montag bis Samstag geöffnet. 

Führung gibt Einblicke in Errungenschaften der Frauenbewegung

Jeden Samstag um 13:30 Uhr findet die Führung "Parlamentarismus und Frauen" statt. Teilnehmende lernen dabei die Entwicklung frauenrelevanter Politik vom 19. bis in das 21. Jahrhundert und die Biografien der Pionierinnen der österreichischen Frauenbewegung kennen. Diese Themen spiegeln sich in der Woche des 8. März auch auf den Social-Media-Kanälen des Parlaments wider – unter anderem mit einem Beitrag über die ersten acht Parlamentarierinnen und einem Interview mit Valerie Watzek, einer der Gleichbehandlungsbeauftragten der Parlamentsdirektion.

Auch ein Blick in das Webportal des Parlaments lohnt sich. Unter "Verstehen" ist neben den Pionierinnen des österreichischen Parlamentarismus ein Überblick über die Meilensteine der Gesetzgebung für Frauen zu finden. Spannend sind auch die Personen-Statistiken: Dort kann etwa der Frauenanteil in den Kammer des Parlaments bis in das Jahr 1918 – damals lag er bei null – nachvollzogen werden.