Als viel zu wenig ambitioniert qualifizierte etwa FPÖ-Chef Herbert Kickl die Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung. Statt auf ein gesamtstaatliches Defizit von 3 % hinzuarbeiten, um aus dem EU-Defizitverfahren herauszukommen, müsste seiner Meinung nach ein Nulldefizit angestrebt werden. Nur so sei sichergestellt, dass es einen Puffer für Krisen und ausreichend Budgetmittel für notwendige Investitionen gebe. Zudem warf die FPÖ der Regierung vor, die Bevölkerung übergebührend zu belasten, statt bei staatlichen Strukturen und bei sich selbst zu sparen. Auch die Grünen orten eine falsche Prioritätensetzung: Während für die Energiewende zu wenig Geld zur Verfügung stehe, würden "für Autobahnen durch Naturschutzgebiete" Milliarden ausgegeben. Überdies vermisst Grünen-Chefin Leonore Gewessler einen Beitrag von "Superreichen" zur Budgetkonsolidierung, etwa in Form einer Erbschaftssteuer.
In Form einer Ersten Lesung wurde der Budgetentwurf der Regierung einer ersten Bewertung unterzogen.