Am 17. Oktober 1848 versammeln sich rund 300 Frauen, um dem neuen österreichischen Parlament eine Petition zu überreichen – unterzeichnet von der Präsidentin des Ersten Demokratischen Frauenvereins, Karoline von Perin-Gradenstein. Ihr Ziel: Den Landsturm, eine bewaffnete Miliz der bäuerlichen Bevölkerung zur Verteidigung des revolutionären Wiens, einzuberufen und selbst Waffen tragen zu dürfen.
Dass sich Frauen damit nicht nur in die Politik, sondern auch in kriegerische Angelegenheiten einmischen wollen, wird nicht nur von ihren männlichen Zeitgenossen als Skandal betrachtet, es markiert auch den Beginn des Ringens um Gleichberechtigung und politische Teilhabe für Frauen in Österreich.