News in einfacher Sprache 05.02.2026, 18:36

Auch im Bundesrat Mehrheit für verpflichtende Sommerschule

FPÖ warnt vor den Auswirkungen von Mercosur auf die Landwirtschaft

Die FPÖ hat eine Dringliche Anfrage an Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig gerichtet. Dabei ist es um Mercosur gegangen. Mercosur ist ein Abkommen zwischen der EU und vier südamerikanischen Staaten: Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Die FPÖ hat der Regierung "Verrat an den heimischen Bauern" vorgeworfen. Unter anderem habe die Regierung kein Gutachten beim Europäischen Gerichtshof eingeholt.

Am Anfang der ersten Sitzung im heurigen Jahr hat der neue Bundesratspräsident Markus Stotter eine Rede gehalten. Sein Bundesland Tirol hat am 1. Jänner den Vorsitz übernommen.

Stotter hat erklärt, welche Themen für ihn wichtig sind. Zum Beispiel sollen die Regionen durch den sinnvollen Einsatz von Digitalisierung stärker werden. Er will sich darum kümmern, dass mehr junge Menschen mitmachen. Außerdem ist für ihn das Ehrenamt wichtig.

Mit dem Thema Digitalisierung soll sich in den nächsten Monaten das Parlament beschäftigen. Außerdem wird es ein Treffen von Expertinnen und Experten mit dem Titel "Digitale Gemeinde 2035" geben.

Sporrer: Modernes und gerechtes Ehe- und Scheidungsrecht

Justizministerin Anna Sporrer hat über Änderungen im Eherecht gesprochen. Es geht vor allem um das Scheidungsrecht und um Fragen zum Unterhalt. Die Ministerin hat gesagt, dass man diese Themen genau untersuchen muss. Dafür gibt es jetzt eine Arbeitsgruppe im Ministerium. In der Diskussion haben viele gesagt, dass es bei Scheidungen nicht mehr darum gehen soll, wer "schuld" ist. Die FPÖ findet es wichtiger, dass es Änderungen bei den Justizanstalten gibt.

Justizministerin Anna Sporrer hat im Bundesrat gesagt, dass es Änderungen im Eherecht geben wird.

Begriffe einfach erklärt

Die Arbeit im Parlament ist sehr umfangreich und vielfältig. Es gibt viele Fachbegriffe. Diese Begriffe werden auf der Parlaments-Website einfach verständlich erklärt: 

Begriffe einfach erklärt

Mehr Deutschförderung durch verpflichtende Sommerschule

Es gibt immer mehr außerordentliche Schülerinnen und Schüler. Das sind Schulkinder, die nicht noch nicht gut Deutsch können oder zu wenige Vorkenntnisse für die Schule haben. Diese Kinder und Jugendlichen sollen 2 Wochen in die Sommerschule gehen. Dadurch hätten sie einen Vorteil für das nächste Schuljahr, sagt Bundesminister Christoph Wiederkehr.

Außerdem soll es mehr Schulautonomie geben. Das heißt: Schulen können mehr Entscheidungen selbstständig treffen. Vor allem sollen die Schulen dadurch die Deutschkurse besser an die Bedürfnisse der Schulkinder anpassen können. Im Bundesrat hat es dagegen keinen Einwand gegeben.

Es hat auch keinen Einwand gegen Änderungen im Bildungsinvestitionsgesetz geben. Dadurch soll es leichter Geld für die Absicherung und den Ausbau von ganztägigen Schulen geben.

Bei der der ersten Sitzung des Bundesrats in diesem Jahr ist es auch um Bildung gegangen.

Steuerlich begünstigte Überstunden und Maßnahmen gegen Greenwashing

Der Bundesrat hat einer Änderung beim Einkommensteuergesetz zugestimmt. Die Änderung soll die Regeln für Arbeit an Feiertagen klarer machen. Es gibt auch eine neue Regel für steuerlich begünstigte Überstunden. Jetzt sind 15 Überstunden pro Monat möglich. Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl hat gesagt, dass es trotz der schwierigen Lage steuerliche Vorteile für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt.

Maßnahmen gegen Greenwashing am Finanzmarkt

Der Bundesrat hat auch keinen Einspruch gegen das Finanzmarktsammelgesetz erhoben. Das Finanzmarktsammelgesetz soll viele Vorgaben der EU umsetzen. Zum Beispiel soll es die Regeln für sogenannte "grüne Anleihen" strenger machen. Dabei geht es um Geld für umweltfreundliche Projekte. Zum Beispiel Windenergie oder Sonnenenergie. Greenwashing heißt: Firmen behaupten, dass sie umweltfreundlich sind, obwohl das nicht stimmt.

Es gehört auch dazu, dass Finanzmarktaufsicht mehr Möglichkeiten bekommt. Die Finanzmarktaufsicht ist eine Behörde. Sie überwacht Unternehmen, die mit Geld arbeiten. Zum Beispiel Banken, Versicherungen oder Firmen, bei denen man Geld anlegen kann.

Außerdem sollen Banken ihren Kundinnen und Kunden Echtzeit-Überweisungen in Euro zum gleichen Preis wie SEPA-Zahlungen anbieten. Echtzeit-Überweisung heißt: Das Geld ist in wenigen Sekunden auf einem anderen Konto. SEPA-Zahlung heißt: Die Bank überweist das Geld nur an Werktagen.

Es gibt zusätzlich Änderungen beim Nationalbankgesetz. Diese sollen die Aufgaben der Finanzmarktaufsicht klarstellen. Die Finanzmarktaufsicht prüft die Geldgeschäfte in Österreich. Zum Beispiel von Banken, Versicherungen, Pensionskassen und anderen Finanzunternehmen.

Der Bundesrat hat auch mehreren Gesetze zugestimmt, in denen es um die Berichte von großen Unternehmen zum Thema Nachhaltigkeit geht. Das Gesetz hätte nach den Vorgaben der EU schon im Jahr 2024 gültig werden müssen.

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