Demokratiepreis der Margaretha Lupac-Stiftung

Mit dem Demokratiepreis der Margaretha Lupac-Stiftung werden hervorragende Verdienste um Parlamentarismus und Demokratie ausgezeichnet.

Der Demokratiepreis der Margaretha Lupac-Stiftung wird alle zwei Jahre vergeben und wurde erstmals im Jahr 2004 ausgeschrieben. Der Preis ist mit insgesamt 21.000 Euro dotiert. Es können Personen, Projekte oder Organisationen vorgeschlagen werden oder sich bewerben.

Demokratiepreis 2022

Mit der Zuerkennung des Demokratiepreises 2022 zeigt die Stiftung erneut, wie sehr sich gesellschaftliche relevante Themen und Diskussionen auch in ihrer Arbeit widerspiegeln. Birgitt Haller und die Initiative Minderheiten stehen u. a. für das wichtige demokratiepolitische Thema der Stärkung der Schwachen in der Gesellschaft und dafür, dass eben diese Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit unserer Demokratie leistet. Das Kuratorium der Stiftung folgte in seiner Sitzung am 28. November 2022 einstimmig den Vorschlägen der Jury. 

Preisträger:innen

Birgitt Haller

Birgitt Haller leitet seit vielen Jahren das Institut für Konfliktforschung. Sie gilt als große Persönlichkeit in Wort, Schrift und Aktion im Kampf gegen Gewalt an Frauen und für die gesetzlichen Regelungen zum Schutz gegen Gewalt. Sie ist damit einmalig in ihrer Tätigkeit und auch in ihrer Wirkung: Nicht nur in der Umsetzung, sondern auch in der wissenschaftlichen Begleitung setzt sie Maßstäbe und gilt international als ausgewiesene Expertin. Mit ihrem Wirken an der Schnittstelle zwischen Rechts- und Politikwissenschaft ist sie demokratiepolitisch nachhaltig, hoch wirksam und trägt so zur Stärkung der Demokratie in Österreich maßgeblich bei. 

Initiative Minderheiten

Die Initiative Minderheiten wurde 1991 zunächst als Menschenrechts-NGO gegründet. Das Wirken erweiterte sich jedoch rasch im Sinne eines umfassenden und inklusiven Verständnisses von Minderheiten – nämlich als grundsätzlich gleichwertige Gruppen innerhalb der Gesellschaft. Gleichheit ohne Diskriminierung; das Verbindende und nicht das Trennende steht im Vordergrund. Mit der Zeitschrift "Die Stimme" ist der Verein seit Jahren publizistisch in diesem Sinne tätig und wirksam. Deutlich wird das auch in verschiedenen Radiokooperationen, z. B. mit dem Freien Radio Salzkammergut, 2016 selbst Preisträger des Demokratiepreises. 

Bisherige Auszeichnungen