Übersicht

Gesetzentwurf

Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem das Einkommensteuergesetz 1988, das Körperschaftsteuergesetz 1988, das Umgründungssteuergesetz, das Umsatzsteuergesetz 1994, das Gebührengesetz 1957, das Grunderwerbsteuergesetz 1987, das Versicherungssteuergesetz 1953, das Kraftfahrzeugsteuergesetz 1992, die Bundesabgabenordnung, das Finanzstrafgesetz, das Kontenregister- und Konteneinschaugesetz, das Kapitalabfluss-Meldegesetz, das Gemeinsamer Meldestandard-Gesetz, das Zollrechts-Durchführungsgesetz, das Gesundheits- und Sozialbereich-Beihilfengesetz, das Sozialministeriumservicegesetz, das Bundesstraßen-Mautgesetz 2002 und das EU-Amtshilfegesetz geändert werden (Jahressteuergesetz 2018 – JStG 2018)

Kurzinformation

Ziele

  • Stärkung der Rechts- und Planungssicherheit
  • Vereinfachung für Abgabenpflichtige durch Verbesserung der Serviceleistungen der Finanzverwaltung
  • Anpassung des nationalen Rechts an unionsrechtliche Vorgaben sowie höchstgerichtliche Rechtsprechung
  • Verbesserung der Betrugsbekämpfung (national und international)

Inhalt

  • Legistische Anpassungen in Zusammenhang mit Zuwendungen aus dem Betriebsvermögen, Zuwendungen zur Vermögensausstattung und Zuwendungen an die Innovationsstiftung
  • Anpassung des Ratenzahlungszeitraumes an die Anti Tax Avoidance Directive (ATAD) der EU betreffend die Wegzugsbesteuerung
  • Legistische Anpassung in Bezug auf den Verlustausgleich auf Einkünfte aus der Vermietung und Verpachtung von Grundstücken
  • Einführung einer Abzugsteuer bei Einkünften aus Anlass der Einräumung von Leitungsrechten
  • Einführung einer Hinzurechnungsbesteuerung
  • Verlängerung der Steuerspaltung
  • Gesetzliche Regelung für die Behandlung von Baurechten im Rahmen von Umgründungen
  • Legistische Anpassung betreffend Umsätze von privaten Schulen und anderen allgemein- bzw. berufsbildenden Einrichtungen
  • Ausweitung der Istbesteuerung
  • Entfall der Margenbesteuerung
  • Umsetzung der Richtlinie 2017/2455/EU (E-Commerce-Paket) in nationales Recht
  • Entfall der Verpflichtung zur Führung eines Steuerheftes
  • Ausweitung Kontrollbefugnis Finanzamt Graz-Stadt
  • Klarstellung in Zusammenhang mit Grunderwerbsteuertatbeständen
  • Abschaffung der Gebühren für Bürgschaftserklärungen
  • Klarstellung in Zusammenhang mit der widerrechtlichen Verwendung eines ausländischen KFZ
  • Ausdehnung der rulingfähigen Themengebiete
  • Einführung einer begleitenden Kontrolle als Alternative zur Außenprüfung
  • Ermöglichung des SEPA-Lastschriftverfahrens für Abgabenschulden
  • Modernisierung des Verfahrens zur Erstattung österreichischer Quellensteuern
  • Anpassungen im Finanzstrafgesetz
  • Anpassungen im Kontenregister- und Konteneinschaugesetz sowie im Kapitalabfluss-Meldegesetz
  • Änderungen des Gemeinsamen Meldestandard-Gesetzes (GMSG) in Zusammenhang mit den jüngsten internationalen Entwicklungen beim automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten für Steuerzwecke
  • Entfall der Befristung der Beihilfenregelung im Gesundheits- und Sozialbereich-Beihilfengesetz (GSBG)
  • Anpassung bei der Prämienfreistellung
  • Verwaltungsvereinfachung für Menschen mit Behinderung

Hauptgesichtspunkte des Entwurfs

Da die Gebühr für Wohnungsmietverträge abgeschafft wurde, soll – um diesen Bereich komplett zu entlasten – auch die Gebühr für die Bürgschaftserklärungen (von Bedeutung insbesondere bei jungen Menschen, die sich in Ausbildung befinden) abgeschafft werden.

Menschen mit Behinderungen, die die Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer in Anspruch nehmen wollen, müssen derzeit ein Nachweisdokument (insbesondere einen Behindertenpass) vorlegen. Darüber hinaus ist zwingend die Überreichung einer Erklärung in Papierform erforderlich (sogenanntes "Kr 21"). Mit der Neuregelung sollen im Wesentlichen die reinen "Papierverfahren" zur Erlangung der Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer und der Zurverfügungstellung einer kostenlosen Vignette zusammengeführt und automationsunterstützt neu aufgesetzt werden. Kernpunkt dieses Konzeptes soll der automationsunterstützte Nachweis der Behinderung sein. Dies würde einerseits zu einer erheblichen Verfahrensvereinfachung für Menschen mit Behinderungen führen und andererseits den Verwaltungsaufwand im Hintergrund erheblich reduzieren sowie sicherstellen, dass nur anspruchsberechtigte Personen die jeweilige Befreiung in Anspruch nehmen können.

Die zunehmende Digitalisierung von Dienstleistungen hat über die letzten Jahre dazu geführt, dass Zahlungen im Wege von Lastschriftverfahren immer stärkere Verbreitung finden, weshalb Abgabenpflichtigen auch im Bereich der Finanzverwaltung diese Form der Entrichtung von Abgaben ermöglicht werden soll.

Redaktion: HELP.gv.at
Stand: 09.04.2018


Einbringendes Ressort: BMF (Bundesministerium für Finanzen)

Datum Stand des parlamentarischen Verfahrens Protokoll
09.04.2018 Einlangen im Nationalrat  
09.04.2018 Ende der Begutachtungsfrist 16.05.2018  
17.05.2018 Übermittlung an das Bundesministerium für Finanzen  
13.06.2018 Regierungsvorlage (190 d.B.)  

Schlagwörter 

Stellungnahmen

Die Begutachtungsfrist ist bereits abgelaufen.
Die Einbringung einer Stellungnahme oder Zustimmung zu einer veröffentlichten Stellungnahme ist daher nicht mehr möglich.


Stellungnahmen

46 Ergebnisse
Aktualisierung von Nr.
Aktualisierung 14.06.2018 von Österreichische Notariatskammer Nr. 50/SN-36/ME
Aktualisierung 08.06.2018 von Keine öffentliche Stellungnahme Nr. 49/SN-36/ME
Aktualisierung 18.05.2018 von Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger Nr. 47/SN-36/ME
Aktualisierung 17.05.2018 von Rechnungshof*Die Präsidentin Nr. 45/SN-36/ME
Aktualisierung 22.05.2018 von Land Salzburg*Legislativ- und Verfassungsdienst Nr. 43/SN-36/ME und Zu 43/SN-36/ME
Aktualisierung 17.05.2018 von IG Windkraft Österreich Nr. 42/SN-36/ME
Aktualisierung 17.05.2018 von Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) Nr. 41/SN-36/ME
Aktualisierung 17.05.2018 von Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Nr. 40/SN-36/ME und Zu 40/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Österreichischer Gemeindebund Nr. 39/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Universität Wien, Rechtswissenschaftliche Fakultät Nr. 38/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Land&Forst Betriebe Österreich Nr. 37/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Unitas-Solidaris Wirtschaftstreuhandgesellschaft mbH Nr. 36/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Industriellenvereinigung Nr. 35/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Die Österreichischen Rechtsanwälte*Österreichischer Rechtsanwaltskammertag Nr. 34/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Amt der Niederösterreichischen Landesregierung*Landesamtsdirektion/Recht Nr. 33/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Karl Franzens Universität Graz*Institut für Finanzrecht Nr. 32/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Institut Österreichischer Wirtschaftsprüfer Nr. 31/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Landwirtschaftskammer Österreich*Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs Nr. 30/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von ÖZIV Bundesverband - Verein für Menschen mit Behinderungen Nr. 29/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von LeitnerLeitner GmbH, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Nr. 28/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von BM f. Europa, Integration und Äußeres*Völkerrechtsbüro Nr. 27/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von Kriegsopfer- und Behindertenverband Österreich (KOBV) Nr. 26/SN-36/ME
Aktualisierung 17.05.2018 von Österreichische Notariatskammer*Der Präsident Nr. 25/SN-36/ME und Zu 25/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Österreichischer Behindertenrat Nr. 24/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Bundesfinanzgericht Nr. 23/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen*Revisionsverband Nr. 22/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von BM f. Bildung, Wissenschaft und Forschung Nr. 21/SN-36/ME
Aktualisierung 16.05.2018 von Amt der Tiroler Landesregierung*Verfassungsdienst Nr. 20/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von BINDER GRÖSSWANG Rechtsanwälte GmbH Nr. 19/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von Amt der Wiener Landesregierung*Magistratsdirektion der Stadt Wien*Geschäftsbereich Recht Nr. 18/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von BM f. Inneres Nr. 17/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von Datenschutzbehörde Nr. 16/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von Finanzprokuratur Nr. 15/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von SOZIALWIRTSCHAFT ÖSTERREICH - Verband der österreichischen Sozial- und Gesundheitsunternehmen Nr. 14/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von Österreichischer Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) Nr. 13/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von BM f. Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz*Verfassungsdienst Nr. 12/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von Österreichischer Gewerkschaftsbund Nr. 11/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von AK Österreich, Bundesarbeitskammer Nr. 10/SN-36/ME
Aktualisierung 15.05.2018 von BM f. Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Nr. 9/SN-36/ME
Aktualisierung 14.05.2018 von Österreichische Ärztekammer*Körperschaft öffentlichen Rechts Nr. 7/SN-36/ME
Aktualisierung 14.05.2018 von BM f. Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz*Sektion I - Zivilrecht Nr. 6/SN-36/ME
Aktualisierung 11.05.2018 von Anwalt für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderung*Dr. Hansjörg Hofer Nr. 5/SN-36/ME
Aktualisierung 11.05.2018 von Amt der Vorarlberger Landesregierung Nr. 4/SN-36/ME
Aktualisierung 09.05.2018 von Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs - VVO Nr. 3/SN-36/ME
Aktualisierung 08.05.2018 von BM f. öffentlichen Dienst und Sport*Rechtskoordination, Informations-, Organisations- und Verwaltungsmanagement Nr. 2/SN-36/ME
Aktualisierung 14.05.2018 von Vereinigung der Finanzrichterinnen und Finanzrichter Nr. 1/SN-36/ME und Zu 1/SN-36/ME