LETZTES UPDATE: 22.10.2014; 08:37
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Wer war Margaretha Lupac?

Margaretha Lupac wurde als Tochter von Wenzel Lupač am 28. April 1910 in Wien geboren. Der Vater stammte aus der kleinen Ortschaft namens Strachonowitz, dem heutigen Strachonovice, im Bezirk Teltsch in Mähren, wo er im Jahre 1856 geboren wurde. Er war als Kanzleidiener bei der Südbahn beschäftigt und verstarb im Jahr 1920. Die Mutter Maria wurde 1871 in Wien, Reindorf geboren; ihr Todesjahr war 1951.

Der Zweite Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkrieges war Margaretha Lupac als Rot-Kreuz-Helferin und Sachbearbeiterin für wehrwirtschaftliche Angelegenheiten tätig. Ihre Aufgabe bestand darin, österreichische Angehörige der Deutschen Wehrmacht aus Kasernen unter anderem in Prag und Brünn nach Österreich zurückzuholen, um ihre Beschäftigung in kriegswirtschaftlich wichtigen Betrieben zu ermöglichen.

Margaretha Lupac – "eine außergewöhnliche Patriotin"

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Die Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg, aber auch das soziale Elend, die Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Not in der Ersten Republik haben aus Margaretha Lupac eine außergewöhnliche Patriotin gemacht, die Leopold Figls Appell vom "Glauben an dieses Österreich" zum Lebensmotto erhob. Über ihre Heimat meinte sie in späteren Jahren: "Österreich ist immer der Zeigefinger der Welt gewesen, der Zeiger der Weltuhr."

Zwischen 1949 bis zu ihrer Pensionierung 1973 arbeitete sie im Österreichischen Wirtschaftsverlag als Inkassantin. Margaretha Lupac starb am 17. Februar 1999 und vermachte ihr gesamtes Vermögen der Republik Österreich für Zwecke des Parlaments in der Höhe von 1,5 Millionen Euro, das sie durch Ersparnisse und Erbschaften aufgebaut hatte.

Der Film über Magaretha Lupac wurde 2011 vom ORF produziert und dem Parlament zur eigenen Verwendung überlassen.

Transkript zum Video / PDF, 11 KB