Sowohl über die Messenger-Überwachung als auch über die Teilpension wurde im Bundesrat namentlich abgestimmt. Dabei sprachen sich jeweils 40 Bundesrät:innen für und 19 Bundesrät:innen gegen die beiden Gesetzesvorhaben aus. Davor hatte es massive Kritik von Seiten der FPÖ und der Grünen am Einsatz von Spy-Software zur Überwachung verschlüsselter Nachrichten über WhatsApp und andere Messengerdienste gegeben. Demgegenüber hob unter anderem SPÖ-Bundesrat Dominik Reisinger die Notwendigkeit hervor, den Verfassungsschutz in technischer Hinsicht auf Augenhöhe mit Gefährdern zu bringen. Die letzte Hürde hat die Messenger-Überwachung mit dem Vetoverzicht des Bundesrats allerdings noch nicht genommen: Aufgrund spezifischer Rechtsschutzbestimmungen müssen auch alle neun Bundesländer der Gesetzesvorlage zustimmen. Das Teilpensionsgesetz, das auch Einschränkungen bei der Altersteilzeit und einen Nachhaltigkeitsmechanismus zur Stabilisierung des Pensionssystems bringt, kann hingegen in den nächsten Tagen kundgemacht werden.
Der Bundesrat hat am 17. Juli auch über die Messenger-Überwachung beraten.