News in einfacher Sprache 08.03.2024, 15:11

8. März: Internationaler Frauentag im Parlament

Podiumsdiskussionen und Vorträge zum Weltfrauentag

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. An diesem Tag wird auf die Ungleichstellung von Frauen in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt aufmerksam gemacht. Dieser Tag erinnert auch an den Kampf um die politischen Rechte der Frauen.

Angebote wie die Führung "Parlamentarismus und Frauen" gibt es das ganze Jahr über im Parlament. Rund um den Internationalen Frauentag finden zusätzlich besondere Veranstaltungen statt.

Bereits am 7. März fand auf Einladung von Zweiter Nationalratspräsidentin Doris Bures die Veranstaltung "Frauen und KI – Diskriminierungsfalle oder feministischer Aufschwung" statt. KI ist die Abkürzung für künstliche Intelligenz.

Geschlechterforscherin Sabine Theresia Köszegi und Autorin Ingrid Brodnig hielten Vorträge zu diesem Thema. Außerdem gab es eine Podiumsdiskussion mit KI-Expert:innen und einen Robotertanz.

Die Expert:innen warnten vor diskriminierenden Algorithmen: Da Computer nur mit den vorhandenen Daten arbeiten können, wird dadurch die Benachteiligung und Unsichtbarkeit von Frauen oft fortgesetzt. Die Expert:innen forderten deshalb eine stärkere Einbeziehung von Frauen in KI-Entwicklungen. Jetzt ist die Zeit, wo man mitbestimmen kann, in welcher Form KI die Welt verändern wird, sagte Bures. Ähnlich hat es Mira Murati formuliert, die Frau hinter ChatGPT. Das ist eine Software, die künstliche Intelligenz nutzt, um Texte und Bilder zu erstellen.

Am 8. März sprach Bundesratspräsidentin Margit Göll bei der Veranstaltung "Frauen sind Mutmacherinnen". Sie rückte die Bedeutung des Engagements von Frauen in Gemeinden ins Zentrum.

Nach Grußworten von Frauenministerin Susanne Raab und einem Vortrag der Journalistin Sabine Kronberger fanden zwei Podiumsdiskussionen statt. Sie wurden von der Journalistin Corinna Milborn moderiert.

In der ersten Podiumsdiskussion ging es um Wege, wie sich Frauen in der Gesellschaft beteiligen können. Es diskutierten:

  • Monika Haberl (Kommandantin des Katastrophenhilfsdienstes Liezen),
  • Lana Ganselmayer (Referatsleiterin im Bundesministerium für Inneres),
  • Ines Kainz (Obfrau Musikverein Vitis)
  • und Bettina Plank (Olympia-Bronze-Gewinnerin in Karate).

Die zweite Diskussion beleuchtete danach die Auswirkungen auf die Demokratie.

Gleichstellung stärkt die Demokratie, sagten diese Frauen am Podium:

  • Anette Töpfl (Bürgermeisterin Vitis),
  • Kerstin Suchan-Mayr (Bürgermeisterin St. Valentin)
  • und Ulrike Fischer (Abgeordnete zum Nationalrat).

Die Expert:innen forderten bei der Veranstaltung eine stärkere Einbeziehung von Frauen in KI-Entwicklungen.

Buchtipps von der Parlaments­bibliothek

Zum Weltfrauentag hat die Parlamentsbibliothek einige Tipps rund um die Themen "Frauen & Finanzen" und "Frauenförderung" zusammengestellt.

Ein Schwerpunkt der Bücherauswahl liegt auf Gender-Budgeting. Das bedeutet, dass bei den Budgets von Bund, Ländern und Gemeinden die Lebensrealitäten von Frauen und Männern mitgedacht wird.

Die ersten acht Frauen im Parlament: Adelheid Popp, Anna Boschek, Gabriele Proft, Therese Schlesinger, Maria Tusch und Amalie Seidel.

Führung gibt Einblicke in Errungenschaften der Frauenbewegung

Jeden Samstag um 13:30 Uhr findet die Führung "Parlamentarismus und Frauen" statt. Teilnehmende erfahren dabei vieles über die Entwicklung frauenrelevanter Politik vom 19. bis in das 21. Jahrhundert. Sie lernen auch Biografien der Pionierinnen der österreichischen Frauenbewegung kennen.

Diese Themen spiegeln sich in der Woche des 8. März auch auf den Social-Media-Kanälen des Parlaments wider. Unter anderem gibt es einen Beitrag über die ersten acht Parlamentarierinnen und ein Interview mit Valerie Watzek. Sie ist eine der Gleichbehandlungs-Beauftragten der Parlamentsdirektion.

Auch ein Blick in das Webportal des Parlaments lohnt sich. Unter dem Punkt "Verstehen" finden Interessierte neben den Pionierinnen des österreichischen Parlamentarismus auch einen Überblick über die Meilensteine der Gesetzgebung für Frauen.

Spannend sind auch die Personen-Statistiken: Dort kann man etwa den Frauenanteil in den Kammern des Parlaments bis in das Jahr 1918 nachvollziehen. Damals lag er bei null.

Bei der Führung "Parlamentarismus und Frauen" erfährt man vieles über die Entwicklung frauenrelevanter Politik vom 19. bis in das 21. Jahrhundert und Biografien der Pionierinnen der österreichischen Frauenbewegung.