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Wissenschaftspreis 2009

Das Thema der Ausschreibung 2009 des Wissenschaftspreises der Margaretha Lupac-Stiftung lautete „Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven der parlamentarischen Demokratie in Österreich“. Träger des Wissenschaftspreises 2009 sind em. Univ.-Prof. Dr. DDr.h.c. Gerald Stourzh und MMag. DDr. Hubert Sickinger. Die Preisträger wurden von einer Jury unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Manfried Welan gekürt. Die Preise wurden am 18. Jänner 2010 im Rahmen eines Festakts im Parlament übergeben.

In der Person von Gerald Stourzh wird ein renommierter Historiker für sein Lebenswerk mit dem Wissenschaftspreis 2009 ausgezeichnet. Neben seiner langjährigen Lehrtätigkeit beschäftigt sich Stourzh seit über 50 Jahren mit den Themen Demokratie, Diktatur, Menschen- und Bürgerrechte sowie Verfassung. Sein besonderes Verdienst besteht darin, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und die Achtung der Menschen- und Bürgerrechte als historische Errungenschaften begreiflich zu machen. Zahlreiche Publikationen, wie jene über den Staatsvertrag oder über Benjamin Franklin, gelten noch heute als Standardwerke. Stourzh, 1929 geboren, war nach seinem Studium der Geschichte und Publizistik in Wien bis 1958 an der University of Chicago, zuletzt als Assistant Professor, tätig. Anschließend leitete er bis 1962 als Generalsekretär die Österreichische Gesellschaft für Außenpolitik. 1962 legte er die Diplomatenprüfung ab und habilitierte sich im Fach für allgemeine Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien. Zunächst war Stourzh ordentlicher Professor an der Freien Universität Berlin, ab 1969 an der Universität Wien. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt er im Jahr 2004 den Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaften.

Sickinger ist vor allem bekannt für seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Parteienfinanzierung. Im Juli 2009 erschien sein Buch "Politikfinanzierung in Österreich", das sich mit den gegenwärtigen Herausforderungen der parlamentarischen Demokratie und ihren Entwicklungsperspektiven im Zusammenhang mit der Politikfinanzierung befasst. Weniger bekannt sind seine Forschungen zur Bezirkspolitik in Wien. Hubert Sickinger, geboren 1965 in Braunau am Inn, studierte Rechtswissenschaften und Politikwissenschaften in Innsbruck. Er ist seit 1992 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Konfliktforschung und seit 2001 als Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien tätig. Er ist Mitglied in der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft und Mitglied des HerausgeberInnenkollegiums der Österreichischen Zeitschrift für Politikwissenschaft.

Weitere Informationen:

Pressemeldungen: Nr. PK0013, PK0967, PK0430

Fotos von der Verleihung