News in einfacher Sprache 30.06.2026, 22:31

Im Doppelbudget gibt es 12,9 Milliarden Euro pro Jahr für Bildung

Der Bereich Bildung bekommt wieder mehr Geld. Der Budgetausschuss hat mit Bildungsminister Christoph Wiederkehr über die Maßnahmen im neuen Budget gesprochen. Für Bildung ist 2027 und 2028 der gleiche Betrag geplant: 12,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2027 sind das ungefähr 10 Prozent der gesamten Ausgaben von 128,2 Milliarden Euro.

Die Auszahlungen für Bildung steigen im Vergleich zu 2026 um 313 Millionen Euro. Das sind 2,5 Prozent mehr. Die Ausgaben steigen damit auf 12,86 Milliarden Euro. Auch im Jahr 2028 steigen die Ausgaben weiter. Geplant ist eine Erhöhung um 82 Millionen Euro. Das sind 0,6 Prozent mehr als im Jahr 2027. Insgesamt sind dann 12,94 Milliarden Euro für die Bildung vorgesehen.

Die geplanten Maßnahmen im Detail

Für die Jahre 2027 und 2028 sind zusätzliche Maßnahmen geplant. Dafür sind 130 Millionen Euro im Jahr 2027 und 210 Millionen Euro im Jahr 2028 vorgesehen.

Das Geld soll vor allem für folgende Bereiche eingesetzt werden:

  • das zweite verpflichtende Kindergartenjahr
  • mehr Ganztagsschulen
  • inklusive Schulen, in denen alle Kinder gemeinsam lernen können
  • Unterstützung für Kinder mit Behinderungen
  • mehr Fachpersonen für psychosoziale Unterstützung an Schulen

Das zweite verpflichtende Kindergartenjahr soll ab 2027/28 eingeführt werden. Es ist aber noch nicht klar, wie genau das umgesetzt wird.

Für Kindergartenkinder soll es ab 2027 eine gesunde Jause geben. Das Angebot soll nach und nach ausgebaut werden.

Es soll außerdem mehr Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Elementarpädagogik geben, also in der Bildung und Begleitung von Kindern vor der Volksschule.

Schülerinnen und Schüler sollen digitale Endgeräte später bekommen. Das ist gut für das Budget und ist auch pädagogisch sinnvoll, hat Bildungsminister Christoph Wiederkehr im Budgetausschuss gesagt.

Digitale Endgeräte erst ab Mitte der 6. Schulstufe

Es soll 2027 und 2028 weniger Geld für digitale Endgeräte wie Tablets oder Laptops geben. Dadurch spart der Staat kurzfristig Geld. Für 2027 sind Einsparungen von 30 Millionen Euro geplant. Für 2028 sind es 50 Millionen Euro.

Schülerinnen und Schüler sollen die Geräte erst Mitte der 6. Schulstufe bekommen. Das soll ab dem Schuljahr 2027/28 gelten. Für das Schuljahr 2026/27 gilt noch die alte Reglung.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr hat im Ausschuss gesagt, dass in diesem Bereich eine Änderung nötig sei. Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Ausgabe der Geräte in der 5. Schulstufe zu früh sei. Die Geräte würden die Aufmerksamkeit und den Erfolg beim Lernen schlechter machen. Außerdem sollen sich die Schülerinnen und Schüler zuerst in den neuen Klassen einleben. Dabei würden digitale Endgeräte stören.

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