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Beteiligungs- und Finanzcontrolling zum 31. März 2019

Analyse vom 21. Juni 2019

Der Bericht über die Ergebnisse des Beteiligungs- und Finanzcontrollings zum Stichtag 31. März 2019 umfasst 112 Unternehmen, an denen der Bund direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist. Im Vergleich zum vorangegangenen Bericht zum 30. September 2018 wurde die Finanzmarktaufsicht (FMA) neu in die Berichterstattung aufgenommen und die Parlamentssanierungsgesellschaft m.b.H. aufgrund der Löschung der Gesellschaft im Firmenbuch mit 6. April 2019 ausgeschieden. Die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB) wurde mit Anfang 2019 in die Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) umgewandelt und wird weiterhin im Rahmen des Beteiligungs- und Finanzcontrollings berichtet.

Ergebnisse des Beteiligungscontrollings

Aggregiert für alle vom Bericht umfassten Unternehmen zeigt das Beteiligungscontrolling bei den meisten Kennzahlen im Quartalsvergleich eine positive Entwicklung. Bei den Eigenmitteln und den Umsatzerlösen ergeben sich sowohl beim Quartalsvergleich als auch beim Vergleich der aktuellen Gesamtjahresvorschau gegenüber den Vorjahreswerten deutliche Zuwächse. Der Anstieg der Eigenmittel geht in erster Linie auf Unternehmen der UG 41‑Verkehr, Innovation und Technologie (ASFINAG, ÖBB) zurück. Bei den Umsatzerlösen kommt es ebenfalls bei den Beteiligungen der UG 41 (v.a. ÖBB, ASFINAG) zu größeren Zuwächsen.

Auch die Personalkennzahlen verzeichnen im Vorjahresvergleich Anstiege. Die Anzahl der Beschäftigten soll 2019 um etwa 2.300 Vollbeschäftigungsäquivalente (VBÄ) bzw. 2,1 % anwachsen. Zu einem Beschäftigungsanstieg kommt es insbesondere in den Beteiligungen der UG 41‑Verkehr, Innovation und Technologie und in denen der UG 31‑Wissenschaft und Forschung. Damit einhergehend wird auch ein Anstieg des Personalaufwands von 1,3 % zum Vorjahr erwartet. Der Personalaufwand pro MitarbeiterIn wird im Gesamtjahresvergleich gemäß aktueller Vorschau voraussichtlich leicht um 0,8 % gegenüber 2018 sinken. Die prozentuell stärksten Rückgänge sind in der UG 43‑Umwelt, Energie und Klima sowie in der UG 45‑Bundesvermögen zu verzeichnen.

Das Ergebnis vor Steuern wird im Jahr 2019 vor allem aufgrund der Entwicklungen in der UG 45‑Bundesvermögen und der UG 46‑Finanzmarktstabilität höher ausfallen. Der Cashflow aus dem Ergebnis soll im Jahresvergleich sinken.

Ergebnisse des Finanzcontrollings

Laut Vorschau sollen die Auszahlungen an die Beteiligungsunternehmen im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr leicht um rd. 0,2 Mrd. EUR auf rd. 12,8 Mrd. EUR steigen. Die Steigerungen sind laut Vorschau insbesondere auf die Leistungsvereinbarung 2019‑2021 mit den Universitäten in der UG 31‑Wissenschaft und Forschung zurückzuführen.

Die Einzahlungen aus den Beteiligungsunternehmen in den Bundeshaushalt werden laut Beteiligungs- und Finanzcontrollingbericht des BMF 2019 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um 22,1 % auf 1,3 Mrd. EUR sinken. Aufgrund der Umwandlung der ÖBIB und der ÖBAG sind jedoch die Dividenden der ÖBAG sowie der BIG nicht in den Werten enthalten, weshalb es für das Gesamtjahr zu einer Erhöhung der Einzahlungen kommen wird.

Die Haftungen des Bundes für die berichtspflichtigen Unternehmen reduzieren sich plangemäß um 0,8 Mrd. EUR und sollen zum Jahresende 26,8 Mrd. EUR betragen. Der Großteil betrifft dabei die UG 41‑Verkehr, Innovation und Technologie, insbesondere die ÖBB und die ASFINAG.