LETZTES UPDATE: 14.05.2018; 13:53
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Beteiligungs- und Finanzcontrolling zum 30. September 2017

Analyse vom 15. Jänner 2018

Der Bund war per 30. September 2017 an 103 Gesellschaften direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt, dazu zählen neben Unternehmen mit Bundesbeteiligung auch Gesellschaften und Anstalten öffentlichen Rechts wie beispielsweise die Universitäten.

Ergebnisse des Beteiligungscontrollings

Die Eigenmittel sollen im Jahr 2017 laut Vorschau im Vergleich zum Vorjahr um 594 Mio. EUR (3,2 %) auf 19,4 Mrd. EUR anwachsen und um 1,8 % höher ausfallen als geplant. Im 3. Quartal 2017 lagen sie um 1,0 Mrd. EUR (5,5 %) über jenen des Vergleichszeitraums des Vorjahres und betrugen 19,6 Mrd. EUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG (ASFINAG), die Österreichische Bundesbahnen-Holding AG (ÖBB-Holding AG) und die Bundesimmobiliengesellschaft mbH (BIG) zurückzuführen, dem ein deutlicher Rückgang der Eigenmittel in der KA Finanz AG gegenübersteht.

Im Gesamtjahr 2017 steigen die Umsatzerlöse laut Vorschau auf 17,9 Mrd. EUR, das sind um 685,8 Mio. EUR (4,0 %) mehr als 2016. Im 3. Quartal zeigt sich ein positiver Trend, die kumulierten Umsatzerlöse nahmen um 664,4 Mio. EUR bzw. 5,3 % zu und liegen nunmehr bei 13,2 Mrd. EUR. Mehr als die Hälfte der gesamten Umsatzerlöse (2016: rd. 9,1 Mrd. EUR) werden in der UG 41‑Verkehr, Innovation und Technologie erwirtschaftet, auf die im 3. Quartal 2017 mit einem Plus von 403,6 Mio. EUR bzw. 5,9 % auch der größte absolute Anstieg entfällt (im Wesentlichen auf die ÖBB, ASFINAG und Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG)).

Die Gesamtanzahl der MitarbeiterInnen in den Unternehmen belief sich zum Stichtag auf 105.192 Vollbeschäftigungsäquivalente (VBÄ) und entsprach damit rd. 80 % des Personalstands des Bundes (Ende 2016 beschäftigte der Bund 131.482 VBÄ). Die Zahl der Beschäftigten in den berichtspflichtigen Unternehmen war um 1.265 VBÄ bzw. 1,2 % geringfügig höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2017 soll die Anzahl der Beschäftigten um 1.999 VBÄ bzw. 1,9 % zunehmen.

Ergebnisse des Finanzcontrollings

Laut Vorschau sollen die Auszahlungen an die Beteiligungsunternehmen im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Mrd. EUR (40,6 %) auf rd. 16,7 Mrd. EUR ansteigen und damit auch maßgeblich über den Planwerten (38,7 %) liegen. Bereits im Beteiligungs- und Finanzcontrollingbericht zum 31. März 2017 wurden in die Vorschau zusätzliche Auszahlungen des Bundes iHv 2,1 Mrd. EUR an die ABBAG der UG 46‑Finanzmarktstabilität zur Finanzierung des Rückkaufs landesbehafteter HETA-Schuldtitel aufgenommen. Der Vorschauwert für 2017 wurde im vorliegenden Bericht nochmals auf 4,7 Mrd. EUR für Auszahlungen an die ABBAG erhöht.

Der Vorschauwert der Einzahlungen an den Bund liegt für 2017 mit 1,6 Mrd. EUR um 346,0 Mio. EUR bzw. 17,5 % unter dem Vorjahresergebnis, der Planwert soll geringfügig überschritten werden (0,5 %). Die Einzahlungen aus den berichtspflichtigen Unternehmen haben damit einen Anteil von rd. 2,2 %. an den Gesamteinzahlungen (73,2 Mrd. EUR) des Bundes. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Einzahlungen stammt aus Refundierungen für Personal des Bundes.
Die Haftungen des Bundes für die berichtspflichtigen Unternehmen zum Stichtag 30. September 2017 betrugen 28,7 Mrd. EUR und liegen damit gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres um 4,1 Mrd. EUR (12,4 %) niedriger. Im Jahresverlauf sollen die Haftungen weiter auf 27,8 Mrd. EUR (‑13,2 % im Vergleich zu 2016) zurückgehen. Dies ist insbesondere auf die Umstellung der Refinanzierung der KA Finanz AG zurückzuführen, der Garantierahmen für das Commercial Paper Programm wird bis Ende 2017 um 3,4 Mrd. EUR auf 100 Mio. EUR reduziert.