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Beteiligungs- und Finanzcontrolling zum 31. März 2018

Analyse vom 9. Oktober 2018

Der Bericht über die Ergebnisse des Beteiligungs- und Finanzcontrollings zum 31. März 2018 umfasst 106 Unternehmen, an denen der Bund direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist. Im Vergleich zum vorangegangenen Bericht zum 30. September 2017 wurden mit der Agentur für Rechnungswesen GmbH, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Bundes‑Sport GmbH drei Unternehmen neu in die Berichterstattung aufgenommen.

Ergebnisse des Beteiligungscontrollings

Das Beteiligungscontrolling zeigt bei den meisten Kennzahlen eine steigende Tendenz. Bei den Eigenmitteln und den Umsatzerlösen ergeben sich sowohl beim Quartalsvergleich als auch beim Vergleich der aktuellen Gesamtjahresvorschau gegenüber den Vorjahreswerten deutliche Zuwächse. Die Vorschau für das Gesamtjahr weist bei den Eigenmitteln insbesondere bei der ASFINAG (+601 Mio. EUR) hohe Anstiege auf. Bei den Umsatzerlösen kommt es insbesondere bei den Beteiligungen der UG 41‑Verkehr, Innovation und Technologie (v.a. ÖBB, ASFINAG) zu größeren Zuwächsen.

Auch die Personalkennzahlen verzeichnen im Vorjahresvergleich Anstiege. Die Anzahl der Beschäftigten soll um insgesamt 2.226 Vollbeschäftigungsäquivalente (VBÄ) bzw. 2,1 % anwachsen, bereits zum Stichtag 31. März 2018 lag die Anzahl der VBÄ um 1.250 (1,2 %) über dem Vorjahresvergleichswert. Zu einem Beschäftigungsanstieg kommt es insbesondere in den Beteiligungen der UG 41‑Verkehr, Innovation und Technologie und, in geringerem Ausmaß, in denen der UG 31‑Wissenschaft und Forschung. Damit einhergehend steigt auch der Personalaufwand um 2,1 % an. Daraus ergibt sich auch, dass der Personalaufwand pro MitarbeiterIn im Gesamtjahresvergleich gemäß aktueller Vorschau weitgehend konstant bleiben sollte.

Das Ergebnis vor Steuern wird im Jahr 2018 vor allem aufgrund der Entwicklungen in der UG 46‑Finanzmarktstabilität (siehe Teilabschnitt zum Ergebnis vor Steuern) deutlich höher ausfallen, im Quartalsvergleich ist diese Entwicklung noch nicht sichtbar. Der Cashflow aus dem Ergebnis soll im Jahresvergleich hingegen deutlich um 9,2 % zurückgehen (v.a. in den Beteiligungen der UG 20‑Arbeit und UG 31‑Wissenschaft und Forschung), zum Stichtag 31. März 2018 liegt der Cashflow allerdings deutlich über dem Vorjahreswert.

Ergebnisse des Finanzcontrollings

Laut Vorschau sollen die Auszahlungen an die Beteiligungsunternehmen im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um rd. 4,5 Mrd. EUR auf rd. 12,4 Mrd. EUR zurückgehen. Der starke Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Auszahlungen an die ABBAG (UG 46‑Finanzmarktstabilität) für die Finanzierung des Rückkaufs landesbehafteter HETA-Schuldtitel (Auszahlungen iHv 1,3 Mrd. EUR im Jahr 2017) und für die Umstellung der Finanzierung der KA Finanz AG (Auszahlungen iHv 3,4 Mrd. EUR im Jahr 2017) zurückzuführen.

Die Einzahlungen der berichtspflichtigen Unternehmen an den Bund sollen laut Vorschau im Jahr 2018 nahezu unverändert bleiben (‑0,6 Mio. EUR). Auf Untergliederungsebene soll es insbesondere bei der UG 41‑Verkehr, Innovation und Technologie (v.a. ASFINAG) zu einem Anstieg um 97,3 Mio. EUR bzw. 21,5 % kommen, während für die UG 45‑Bundesvermögen (v.a. ÖBIB, OeNB) ein größerer Rückgang um 83,2 Mio. EUR bzw. 15,9 % erwartet wird.

Die Haftungen des Bundes für die berichtspflichtigen Unternehmen zum Stichtag 31. März 2018 betrugen 27,8 Mrd. EUR und waren damit um 4,3 Mrd. EUR (13,5 %) niedriger als am 31. März des Vorjahres. Dies ist insbesondere auf die Umstellung der Refinanzierung der KA Finanz AG zurückzuführen, im Zuge derer die Commercial Paper Rahmengarantievereinbarung zunächst bis Ende 2017 um 3,4 Mrd. EUR auf 100 Mio. EUR reduziert und im Jänner 2018 beendet wurde. Ende 2018 sollen die Haftungen des Bundes laut Vorschau 27,5 Mrd. EUR betragen und damit gegenüber dem Stand am Ende des Vorjahres um 395,3 Mio. EUR bzw. 1,4 % zurückgehen.