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Beteiligungs- und Finanzcontrolling zum 31. März 2017

Analyse vom 12. Juni 2017

Der Bericht über die Ergebnisse des Beteiligungs‑ und Finanzcontrollings zum 31. März 2017 umfasst 103 Unternehmen, an denen der Bund direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist. Im vorliegenden Bericht des BMF werden die Ergebnisse des Beteiligungs‑ und Finanzcontrolling für das 1. Quartal des Jahres 2017 mit dem korrespondierenden Quartalsergebnis des Vorjahres verglichen und die Vorschauwerte für das Gesamtjahr 2017 den Planwerten 2017 und den Vorjahreswerten gegenübergestellt. Die Aussagekraft der Vorschauwerte ist sehr eingeschränkt, da die ÖBB dazu noch keine Zahl geliefert hat.

Ergebnisse des Beteiligungscontrollings

Die Eigenmittel sollen im Jahr 2017 laut Plan im Vergleich zum Vorjahr um 701 Mio. EUR (3,7 %) auf 19,5 Mrd. EUR anwachsen, im ersten Quartal 2017 lagen sie um 1,3 Mrd. EUR (7,1 %) über jenen des Vergleichszeitraums des Vorjahres und betrugen 19,2 Mrd. EUR.

Für das Gesamtjahr 2017 wurden Umsatzerlöse iHv 17,8 Mrd. EUR geplant, das sind um 568,6 Mio. EUR (3,3 %) mehr als 2016. Im 1. Quartal zeigt sich ein positiver Trend, die kumulierten Umsatzerlöse nahmen um 212,3 Mio. EUR bzw. 5,1 % zu und liegen nunmehr bei 4,4 Mrd. EUR. Mehr als die Hälfte der gesamten Umsatzerlöse (2016: rd. 9,1 Mrd. EUR) werden in der UG 41‑Verkehr, Innovation und Technologie erwirtschaftet. Die UG 41 verzeichnet im 1. Quartal 2017 mit einem Plus von 131,2 Mio. EUR bzw. 6,0 % auch den größten Anstieg, der im Wesentlichen auf die Unternehmen ÖBB, ASFINAG und Schieneninfrastruktur – DienstleistungsgmbH (SCHIG) entfällt.

Zum Stichtag der Berichtslegung war die Zahl der Beschäftigten in den berichtspflichtigen Unternehmen mit 104.820 VBÄ um 1.313 VBÄ bzw. 1,3 % geringfügig höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2017 soll die Beschäftigung laut Plan um 2.599 VBÄ bzw. 2,5 % zunehmen.

Das kumulierte EGT der berichtspflichtigen Unternehmen betrug im 1. Quartal 2017 543,1 Mio. EUR und lag damit um 4,3 % bzw. 22,2 Mio. EUR höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das gesamte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wird laut Vorschau 2017 mit ‑592,5 Mio.  UR negativ ausfallen, der Rückgang iHv 2,4 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahr geht im Wesentlichen auf die ABBAG und die Abwicklung des Rückkaufs landesbehafteter Schuldtitel der HETA in der UG 46‑Finanzmarktstabilität zurück.

Ergebnisse des Finanzcontrollings

Gemäß dem Plan für das Jahr 2017 sollen die Auszahlungen an die Beteiligungsunternehmen gegenüber dem Vorjahr um 138,7 Mio. EUR (1,2 %) auf rd. 12,0 Mrd. EUR ansteigen und würden damit rd. 15,5 % der Gesamtauszahlungen des Bundes umfassen.

Der Planwert der Einzahlungen an den Bund liegt für 2017 mit 1,6 Mrd. EUR um 463,8 Mio. EUR bzw. 22,8 % unter dem Vorjahreswert. Damit liegt der Anteil der berichtspflichtigen Unternehmen an den Gesamteinzahlungen des Bundes (73,2 Mrd. EUR) bei rd. 2,2 %. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Einzahlungen stammt aus Refundierungen für Personal des Bundes.

Die Haftungen des Bundes für die berichtspflichtigen Unternehmen zum Stichtag 31. März 2017 betrugen 32,1 Mrd. EUR und liegen damit gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres um 1,1 Mrd. EUR (3,5 %) niedriger. Im Jahresverlauf sollen die Haftungen laut Vorschau geringfügig um 0,1 % ansteigen.

BD - Beteiligungs- und Finanzcontrolling zum 31. März 2017 / PDF, 698 KB

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